Technologie Prognosen 2010 – Deloitte
Posted on | February 15, 2010 | No Comments
Eine übersichtliche Prognose zur Technologieverwendung im Jahr 2010 hat Deloitte veröffentlicht und ich werde die wesentlichsten Punkte für Sie zusammenfassen.
- Der wichtigste Trend: Tablet-PCs. Kleiner als Notebooks, größer als Smartphones lautet das Motto (siehe auch iPad). Wenig überraschend eigentlich, haben doch alle großen Player (bis auf Google, welches immer mehr in den Hardwarebereich vordringt) ein entsprechendes Modell – Windows, Apple, aber auch Sony und Amazon haben mit ihren eReadern potentielle Plattformen. Essentiell: Touchscreen-Fähigkeit. Das Marktvolumen wird für die nächsten 18 Monate auf rund 10 Millionen verkaufter Geräte geschätzt. Am meisten bedroht von dieser Entwicklung scheinen Hersteller “klassischer” stand-alone eReader zu sein, weniger PC- und Smartphone-Hersteller.
- Chip-Entwicklung: die Verkleinerung von Schaltkreisen macht weiter Fortschritte (gemäß Moore’s Gesetz Verdoppelung alle zwei Jahre), drückt sich aber weniger in Computerleistung (Rechnergeschwindigkeit) als in geringeren Chip-Preisen bzw. höherer Energie-Effizienz aus. Dennoch: die Investitionskosten für die Entwicklung neuer Chip-Generationen gehen in die Milliarden.
- Cloud computing: Das Anbieten von Software-Lösungen im / über das Netz ist weiterhin ein Wachstumsmarkt und wird den Vorhersagen nach rund 70 Mrd US$ groß sein. Die Steigerung geht weiterhin auf Kosten klassischer Software, die auf internen Rechnern installiert wird. Hauptkunden sind KMUs (), aber vor allem private Endkunden (z.B. von Twitter, Facebook, Amazon). Hauptbremse sind weiterhin die Sorgen um Verfügbarkeit und Datensicherheit.
- Thin computers: wieder einmal ein Thema, hängt teilweise auch mit cloud computing zusammen. Computer als Terminals, die Software läuft auf einem zentralen Rechner. Die Vorteile eines solchen Systems werden allerdings schon mehr als zehn Jahre lang argumentiert.
- IT-Beschaffung als Bottom-up Prozess: der User entscheidet, womit er/sie arbeiten möchte, nicht eine zentrale Stelle. In vielen Betrieben noch völlig undenkbar, in anderen bereits gelebte Arbeitsphilosophie.
- Umwelttechnologien sind wieder auf dem Vormarsch, wobei Energieeffizienz vor Energiegewinnung steht.
- Zement als CO2-Schlucker: interessant, neue Forschungen bei der Entwicklung von CO2-Emissionsreduzierenden Methoden bei der Baustoff-Herstellung haben gezeigt, dass Zement gar in Summe CO2 binden und insgesamt (inklusive Produktion) Negativ-Emissionswerte besitzt. Das ist im zu erwartenden CO2-Emissionshandel eine wichtige Größe. Alle Güter, die ihre CO2-Emissionen “kaufen” müssen, werden dies auf den Preis abwälzen. Da kann Zement seine Stärke als preisgünstiges und umweltschonendes (im Bezug auf CO2) Produkt ausspielen.
Die Deloitte-Studie gibt es kostenlos hier zum Download.
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3D Printer als Massenware…
Posted on | November 7, 2008 | 2 Comments
Eigentlich warte ich schon seit längerem auf einen 3D Projektor, aber da kommt mir dieses Gerät auch nicht ungelegen, zumindest wenn ich meinen StudentInnen versuche auszumalen, dass die Zukunft in einem rasanten Tempo auch den Bibliotheksalltag verändern wird: ein 3D Printer.

Ein 3D Printer ist vorallem für das “Erschaffen” von 3D Modellen gebaut worden: man übermittelt ein digitales 3D Modell eines Objekts (Haus, Ring, Zahnabbildungen, …) und drückt auf “print”: was man erhällt, ist ein dreidimensionales Modell aus einem beständigen, widerstandsfähigen Material. Die Kosten bei diesem Modell für das Ausgangsmaterial belaufen sich auf rund 2,5 US$/Kubikzentimeter, für die Anschaffung des Geräts muss man 5.000 US$ hinblättern.
Damit könnte man einiges auch in einer Bibliothek anstellen:
- 3D Darstellungen aus elektronischer Literatur ausdrucken und nach Hause mitnehmen
- Modelle von 3D Welten / Räumen ausstellen
- …
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