Siri und die Folgen: Teil 2 – Google
Posted on | November 11, 2011 | No Comments
Gestern hatte ich über Siri und seine möglichen Konsequenzen für Bibliotheksdienste nachgedacht. Nun ist der Seniorpartner vieler Bibliotheken, der Gigant Google, im Mittelpunkt der Überlegungen: Welchen Einfluss wird Siri auf das Geschäft von Google nehmen können?
Voice recognition ist für Google kein neues Thema. Tatsächlich war vor Jahren Google mit der Übernahme von kleinen Softwareschmieden in der Lage, Spracherkennung als Anwendung für Smartphones zu präsentieren (“Google Voice“). Im Wesentlichen beschränkte sich dieser Dienst auf die Durchsuchbarkeit von Sprachnachrichten, also die Umwandlung von gesprochenen Text in Volltext. Dienste wie Siri sind aber um einen entscheidenden Schritt weiter: sie erkennen die Bedeutung des Gesprochenen und können darauf in einer Weise reagieren, die dem eines idealen digitalen Assistenten entsprechen.
Google’s Geschäftsmodell basiert, sehr vereinfacht ausgedrückt, auf der folgenden Gleichung: mehr Nutzer = mehr Traffic = mehr Werbeeinnahmen. Es gibt zwei Arten von Google-Diensten: a) jene, die gleichzeitig auch Werbeplattform sind (Google Suche, GMail, YouTube, Partnerseiten mit AdWords/AdSense etc.) und b) die zusammen mit a) über die Datensammlung mit der Bildung von Nutzerprofilen beauftragt sind (Google Analytics, Desktop Search, Google+, etc.). Für beide Typen könnten mit Siri herausfordernde Zeiten hereinbrechen.
Google und das Werbegeld
Google verdient fast ausschließlich mit Werbung sein Geld. Eine Zahlung an Google wird vom Werbetreibenden meist nur dann notwendig, wenn ein Nutzer auf die entsprechende Werbung klickt. Mit Siri könnte dieses Geschäftsmodell unterlaufen werden, denn Siri sucht in “organischen” Trefferlisten. Ein “Tarnen” von Werbung in den natürlichen Treffern seitens Google wäre möglich, allerdings stellt sich dann die Frage der Relevanz der Trefferliste. Konsequenterweise würde sich der Traffic durch Humanoide verringern, Bildwerbung an Bedeutung verlieren. Für die Online Marketing Industrie müssten neue Formate für den Siri-Bot entwickelt werden, auf die es ganz besonders gern anbeißen würde. Auch dies würde die Relevanz einer Suche in Google für Siri-Nutzer senken. Im schlimmsten Fall könnten die Macher von Siri (in diesem Fall Apple) auf Google’s Daten gänzlich verzichten und andere Partner ins Boot holen, derer sich Siri bedienen würde. Dieser wäre der Super-GAU für Google - weniger Nutzer = weniger Traffic = weniger Werbeeinnahmen.
Google und die Bildung von Nutzerprofilen
Entscheiden sich die Administratoren von Siri dazu, Google und Google Dienste von einer Partnerschaft mit Siri auszuschließen, dann hat Google begrenzte Möglichkeiten der Profilbildung. Stellen wir uns Siri als unternehmens- oder teamweiter Assistent vor, so agiert Siri gleichzeitig für viele verschiedene Nutzer in einem Netzwerk gleichzeitig. Für Google und ähnliche Unternehmen wäre es schwer, Profile zu entwickeln. Und wo keine Nutzer, da auch keine Profile.
Google bläst seiner Cash Cow, der Suche, zunehmend ein rauherer technologischer Wind entgegen: Real Time Suche in Twitter, Contentempfehlung statt Recherche in sozialen Netzwerken, und nun das Outsourcing der Recherche an digitale Assistenten. Google wird sich auch hier etwas einfallen müssen, um die finanzielle Quelle seiner Möglichkeiten zu verlieren. Interessanterweise tut er das auch mit Hilfe der großen Bibliotheken: Anlegen eines digitalen Schatzes namens Google Books.
Tags: Apple > google > marketing > Siri > suche
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Kletterführer per Mashup finden
Posted on | September 21, 2011 | No Comments
Ein feines Beispiel eines Mashups liefert aktuell der American Alpine Club: für alle Bergsport-Interessierten gibt es nun online ein visuelle Orientierungshilfe zur Suche nach entsprechender “Kletter-Literatur” (aka Kletterführer). Das Mashup basiert auf Google Maps und wird laufend ergänzt.
Link: Guidebook-Finding AAC
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DevonThink: Intelligentes Informationssystem für Mac
Posted on | June 9, 2011 | No Comments
Mit Spotlight hat jeder Mac-User ein sehr mächtiges Suchwerkzeug für seinen Mac OS betriebenen Rechner. Wer noch ein bißchen weiter gehen will in Sachen ‘Effizienz’, der sollte sich DevonThink anschauen.
Zunächst einmal ist DevonThink ein Speicherplatz, egal ob es e-Mail, Dokumente, gescannte Arbeitspapiere (werden automatisch in Volltext umgewandelt) oder Webseiten-Inhalte sind. Auch neue Dokumente lassen sich innerhalb von DevonThink generieren und ablegen. Die Stärke liegt aber in der Erschließung dieser großen Menge an Daten. Man kann Content manuell erschließen (in Klassen) oder das Tool zeigt die Beziehungen zwischen den Dokumenten mit Hilfe künstlicher Intelligenz selbst. Das Tool kostet etwas, aber wer viel Aufwand beim Verwalten seines Contents hat, für den zahlt sich das Tool allemal aus. Auch als App für iPhone und iPad verfügbar.
Link: DevonThink
Tags: Erschließung > Klassifikation > suche
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ResophNotes: der flotte Notizzettel
Posted on | May 19, 2011 | No Comments
Ich habe vor einiger Zeit über Notational Velocity berichtet, ein Tool, dass ich gerne auf meinem MacBook Pro verwende, um alle Arten von Notizen zu machen. Es ist nicht nur ein “Aufzeichnungsgerät”, sondern gleichzeitig auch Suchmaschine innerhalb dieser Notizen.
Mit ResophNotes gibt es auch etwas Vergleichbares für Windows-User. Suche, Browsen und Inhalte aufnehmen ist ein Kinderspiel. Synchronisierung mit Simplenote ist möglich, gar ein Tagging (bei Notational Velocity ist dies nicht möglich). Empfehlenswert!
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Facebook gibt Daten an Bing weiter
Posted on | March 2, 2011 | 1 Comment
Die schon vor Jahren begonnene Zusammenarbeit zwischen Facebook und Bing wird nun ausgeweitet. Facebook liefert der Suchmaschine Daten darüber, welche Seiten man mit dem “Like”-Button markiert hat. In der Praxis sieht das dann so aus, dass innerhalb der Trefferliste von Bing auch Websites auftauchen, die mit dem “Like”-Button versehen sind. Dies sind Links, die meine Kontakte also solche in Facebook markiert haben.
Offensichtlich soll diese Darstellung helfen, leichter Webseiten auszuwählen. Derzeit sind rund 2,5 Millionen Webseiten mit dem “Like”-Button versehen…. Mehr dazu hier.
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Research.ly: Twitter-Filter und Analyse
Posted on | January 12, 2011 | No Comments
Ein Hybrid aus Suchmaschine, Twitter und Communities ist mir mit Research.ly untergekommen. Research.ly will die eigene Suche in Twitter um die Komponente “Community” erweitern. In der Research.ly Praxis heißt das, dass meine Suche um eine Vielzahl von Aspekten angereichert wird:
- Geo-relevante Tweets (dient zur Einengung von Treffern, die nur regional eine gewisse Bedeutung haben)
- Trending Tweets (als Popularitätsgradmesser)
- Communities (Filter für die Suche in bestimmten Twitter-Communities)
- Suche innerhalb einer Suche
- Netzwerkanalyse
- Related Search – Erweiterung der Suche duch Hashtags etc.
- Sharing: Suchaufgaben können auch publiziert werden

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ShortForm: eine eigenen VideoStream zusammenstellen
Posted on | November 25, 2010 | 1 Comment
ShortForm ist ein anderer Weg, Content im Video Stream des Web zu finden. Dazu kann man auf ShortForm bereits vorkonfigurierte Channels oder von anderen Usern zusammengestellte Streams abonnieren. Dann läuft ein unendlicher Strom von Video-Clips automatisch in einer Folge ab. Oder man erstellt einen eigenen Video-Stream.

Das Ganze ist kostenlos und recht einfach zu bewerkstelligen. Im Unterschied zur gezielten Suche (z.B. über Tags) kann man sich ein Thema (Channel) aussuchen und sich dort vom Inhalt überraschen lassen. “Content findet User” heißt das Konzept.
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DeweyDigger: Klassifikation einmal anders
Posted on | September 17, 2010 | 1 Comment
Die Dewey-Dezimalklassifikation, eine Monster-Klassifikation. Oder auch ein System, mit dem es sich im Web Neues entdecken lässt. So mit dem DeweyDigger. Mit Hilfe von Bildern, Tags und Suchmaschinen kann man das Web durchwandern, basierend auf der Klassifikation von Dewey. Oder lernt man hier eher die DDC besser kennen?

Tags: Dewey > Klassifikation > suche
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Serendipity und Informationsbedarf
Posted on | September 7, 2010 | No Comments
Unlängs habe ich mit einer guten Bekannten und Kollegin über Möglichkeiten der Bewältigung des persönlichen Information Overflow diskutiert. Zunächst haben wir uns über die konventionellen Möglichkeiten ausgelassen, später unsere Best Practices am Notebook vorgestellt. Und trotz des jahrelangen Herumtüfftelns und Abschauens von anderen gibt es Fälle, wo kein Informationssystem brauchbar scheint. Brauchbar im Sinne der Relation von Aufwand des Erstellens und Pflegens zum Outcome der Suche.

Ich möchte das einem Beispiel demonstrieren – dem Tagebuch. Egal ob digital oder analog, ob offline oder online, in einem Tagebuch schreiben wir die Geschehnisse des Tages auf, die Erkenntnisse, die wir gemacht haben, die Lehren, die wir gezogen haben, Ideen, Träume, Vorhaben, also alles, was uns an diesem Tag wesentlich berührt. Damit hat das Tagebuch nicht nur einen sehr persönlichen Einschlag, sondern auch einen temporär unterschiedlichen Blickwinkel auf die Welt. Einmal interessiert uns das, am nächsten Tag vielleicht schon etwas anderes.
Selbstverständlich könnten wir nun die einzelnen Einträge Kategorien zuweisen, Schlagwörter / Tags vergeben, oder noch aufwändiger, Abstracts schreiben (wozu??). Aber wie sinnvoll wäre das? Diese Werkzeuge dienen dazu, Inhalte aus einer Menge an Information herauszufiltern. Notwendigerweise müssten wir also wissen, wonach wir suchen und auch noch den richtigen Filter einsetzen (ganz nebenbei: unser Tagging/Klassifizierungssystem müsste genau einem Schema folgen und exakt angelegt sein, damit wir ab – erfahrungsgemäß – einer Größe von 1.000 Beiträgen auch wirklich brauchbare Suchfilter haben). Beim Tagebuch ist der Fall aber meist so gelagert, dass wir gar nicht so genau wissen, was wir suchen (wenn wir das schon tun wollen), und erst recht ist es uns unmöglich, Schlagwörter zu benennen, die aus der damaligen Sicht auf die Welt jene waren, die wir für die Beschreibung des Inhalts als wichtig erachtet haben.
Wie funktioniert also die Suche in einem Tagebuch? Der menschliche Geist verarbeitet die Reize der Umwelt sehr selektiv. Ich sehe zwar alles in meinem Blickfeld, nehme aber nur bestimmte Aspekte im Geiste wahr. Das ist nicht nur mit dem Sehsinn so, sondern mit allen Eindrücken inklusive den Denkvorgängen. Sind wir mit einem Thema beschäftigt (z.B. bin ich auf der Suche nach einem neuen Camper), so filtere ich unbewußt die Umwelt – ich sehe plötzlich überall Camper auf der Straße, die mir vorher nie aufgefallen sind; die Camper-Anzeigen in der Zeitung springen mir förmlich entgegen; ich treffe Leute, die “zufälligerweise” selbst Camper haben etc. Was der menschliche Geist tut, ist das Filtern der Umwelt aufgrund eines bestimmten, akuten Informationsbedarfs. Auch wenn diese Umwelt-”Treffer” zufällig erscheinen, Serendipity würde ich es nicht nennen. Genauso sehe ich es beim Tagebuch: blättern wir darin, und finden “zufällig” etwas “Interessantes”, dann ist es eben nicht zufällig, weil wir zu diesem Zeitpunkt unsere Wahrnehmung auf dieses Thema zuspitzen, auf eine Art Watchlist setzen.
Das Prinzip “Tagebuch” zeigt, dass wir in bestimmten Situation auch sehr gut ohne ein Informationssystem auskommen können bzw. dieses gar nicht zur Anwendung kommen kann. Ein Tagebuch will “in die Hand” genommen und durchgeblättert werden. Dass, was wir finden, ist nicht zufällig, aber auch nicht gezielt gesucht – es ist Serendipity der Methode nach, aber unser Geist hat die Aufmerksamkeit auf ganz bestimmte Aspekte der Welt reduziert.
Buchtipp zu diesem Thema: Ambient Findability
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Brauchen Sie Icons? Findicons.com
Posted on | September 6, 2010 | 1 Comment
Eine Nischen-Suchmaschine für alle Arten von Icons ist Findicons.com. Findicons durstöbert eine Datenbank von rund 300.000 verschiedenen Icons, die man für seine eigene Webseite downloaden und nutzen kann. Neben der Suchfunktion gibt es auch eine Tag-Suche und auch einen Katalog an Icon-Sets, den man durchblättern kann. Alles in allem sehr brauchbar für ein schnelles visuelles Update einer Webseite / Blogs. Empfehlenswert!

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Yolink: Suchmaschine für Content und Links
Posted on | July 27, 2010 | 1 Comment
Gewöhnliche Suchmaschinen durchsuchen den Inhalt einer Webseite auf Relevanz zum eingegebenen Suchbegriff. Yolink geht hier noch einen Schritt, und durchforstet nicht nur den Content, sondern auch jenen Inhalt, auf den die Links einer Webseite zeigen.

Von diesem Verfahren verspricht man ich mehr inhaltliche Präzision. Die Idee: die Links einer Webseite verweisen auf inhaltlich naheliegende, verwandte Webseiten. Durch die größere Menge an bestimmten Begriffen / Themen kann auch ein besserer Bezug zur Suchanfrage hergestellt werden.
Yolink gibt es als Browser-Plugin (Firefox, IE8, Chrome) oder als Desktop-Applikation.
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Menü-Plan-Suche bei Yahoo!
Posted on | May 20, 2010 | No Comments
Anstatt nach Restaurants zu suchen, bietet Yahoo! eine clevere Idee: man gibt ein, was man essen will sowie den Ort (Stadt, Gemeinde). Als Suchergebnis erhalte ich Restaurants, die das Gericht anbieten. Das nenne ich eine Arbeitserleichterung! Hier ein Screenshot von yahoo.com “gnocchi new york”:

Die Ergebnisse sind nicht immer präzise, und manchmal auch nicht aktuell. Ich denke aber, das geht in die richtige Richtung!
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Location, Location, Location
Posted on | May 12, 2010 | No Comments
Location aware applications (oder location based services) sind in der Web-Szene in aller Munde, oder: auf allen mobilen Geräten. Sie bieten Dienste, die abhängig von unserer geographischen Präsenz sind. Und sie finden auch in Bibliotheken Einzug. Jeff Wisniewski versucht in einem Beitrag (siehe Info unten), einige Möglichkeiten dieses Einsatzes von LBS darzustellen.
Den Hauptvorteil dieser Technologie sieht der Autor in der Überall-Verfügbarkeit von Diensten. Kein Login mehr, lokal höchst relevante Suchmaschinentreffer und eine Informationsarchitektur, die der Generation der Digital Natives mehr entspricht als die Informationsversorgung per eMail.
Ob die Funktion des Freunde-Findens (z.B. Latitude) in der Bibliothek eine Zukunft / Nutzen hat, bleibt abzuwarten. Der Autor sieht das recht optimistisch. Ich denke, dass hat an großen Bibliotheken mit vielen täglichen Stammkunden eine Chance. Ob das eine sinnvolle oder weniger sinnvolle Funktion ist das eine; für Diensteister wie die Bibliothek ist es allemal interessant: in Zukunft werden viele Informationen über die geographische Nähe und Verfügbarkeit “entdeckt” werden. Das etwas aus der Mode gekommene Bummeln wird also wieder in. Die Zukunft ist mobil, die Privatsphäre aber auch.
Tags: Artikel > bibliothek > location based service > suche
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Surf Canyon: Schnell, schneller, am schnellsten
Posted on | March 23, 2010 | 1 Comment
Gerade hat ein unbekannter Dienst die Großen 3 in die Schranken verwiesen: Google, Bing, Yahoo!. Surf Canyon schnappte sich den Preis als schnellste und innovativste Suchmaschine 2010. Das Tool ist richtig flott, und Surf Canyon bietet auch gute Treffer.
Hier ein kurzes Demo:
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Suche nach realen Objekten durch Augmented Reality
Posted on | March 15, 2010 | 1 Comment
In “Search Patterns” verschafft uns Peter Morville (Autor von Ambient Findability) einige Einblicke in die Welt der Suche. Er tut das wie immer auf eine interessante und herausfordernde Art, und bevor ich hier anfange mehr über das Buch zu erzählen, komme ich gleich zum Thema. Ein Aspekt in Morville’s Buch hat mich zum Nachdenken angeregt: die Erweiterung des Konzepts der Suchmaschine auf nicht-digitale Objekte.

Die Suche in digitalen Datenbeständen ist ja schon ein hartes Geschäft, aber wie kann man mit einer Suchfunktion in der materiellen Welt suchen? Eigentlich gibt es dieses Werkzeug schon, nur nutzen wir es noch anders: Applikationen, die auf das Prinzip der Augmented Reality bauen. Augmented Reality ist die Erweiterung der natürlichen Umgebung mit Daten, die visuell über spezielle “Anzeigen” (Monitore, Brillen, iPhone, etc.) sichtbar werden. Heute ist es eher ein Identitfikationstool. Wir sehen etwas durch diese AR-Brille (siehe z.B. Wikitude), es wird von der Software bearbeitet und das Objekt mit entsprechenden Daten (Benennung, Maße, Entfernung, Werbung, etc.) versehen.
Könnten wir also auch den anderen Weg gehen, dass wir über einen Input der Software mitteilen, wonach wir suchen, und wir scannen mit einer 360° Körperbewegung die Umgebung, lassen die Software arbeiten, und uns das gesuchte Objekt dann anzeigen (z.B. über einen Kompasspfeil, welches die Richtung und Entfernung angibt bzw. das Objekt mit einem Pfeil im Sichtfeld für uns sichtbar macht)? Man stelle sich auch hier die Einsatzmöglichkeiten vor: Suche nach verlorenen Haustieren, Orientierung in einer fremden Stadt, Auswahl des günstigsten Joghurts in einem Kühlregal von 100 verschiedenen Produkten, Identifizierung der passenden Hangneigung bei schwierigen Wetterverhältnissen während einer Skitour und und und…
Wir erweitern gerade wieder einmal unsere angeborenen Fähigkeiten und verbessern unser stärkstes Sinnesorgan: das Auge.
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Scriblio am Van Swieten Blog im Einsatz
Posted on | February 3, 2010 | No Comments
Seit wenigen Wochen ist nun eine interessante Erweiterung von WordPress am Blog der Med Uni Wien im Einsatz: Scriblio ermöglicht die Ergänzung von Text mit Struktur, oder einen OPAC um Content.

Hier sieht man diese Erweiterung im Einsatz… :
- Amazon-Feeling mit Buch-Cover
- Subjects
- Inhaltsverzeichnis
- Abstract
- Link zum OPAC (“Verfügbarkeit”)
- Standort in der Freihandaufstellung
- ähnliche Buchtitel
- Suchmöglichkeit
- Facettensuche
- Tags nach Kategorien: Format, Subject, Jahr, Autor
Tags: enriched catalogue > literaturverwaltung > OPAC > suche > tagging > taxonomie
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Metasuche nach eBooks
Posted on | January 28, 2010 | 1 Comment
Addall liefert uns eine Metasuchmaschine, die sich auf eBooks spezialisiert hat. Es kann nach Autor, Titel, ISBN oder auch Stichwörtern gesucht werden. In Summe durchsucht die Suchmaschine mehr als 30 eBook Datenbanken, mit einem brauchbaren Ergebnis.

Eine Suche kann zudem in Print-Medien, Journalen und gebrauchten Buchbeständen stattfinden. Ergebnisse sind nach Format, Preis, Vertriebshändler, Titel und Autor zu filtern. Inkmesh vergleicht eBook-Preise, und mit Calibre kann man seine eBooks verwalten.
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Twitter List: ein Twitter Personen Verzeichnis
Posted on | January 7, 2010 | No Comments
Manchmal kann es recht schwer sein, in Twitter gezielt Personen zu finden, die sich mit einem bestimmten Thema auseinandersetzen und gleichzeitig eine gewisse Autorität auf ihrem Gebiet haben. Eine erste Hilfe sind Twitter Lists, die jeder Nutzer von Twitter selbst erstellen kann. Diese Listen wieder zu finden ist gar nicht so einfach.

Tweetdeck ist ein praktisches Werkzeug für Twitterer. Daneben hat es eine weitere Funktion auf seiner Webseite vorgestellt: eben ein Twitter Personen Verzeichnis, oder Twitter Lists. Hier ein Beispiel für eine Verzeichnis von Personen, die sich zum Thema “Reisen” auf Twitter äußern. Sehr praktisch, wenn man schnell zu guten ersten Twitter-Ressourcen kommen will.
asd
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Real-Time Suche mit Google
Posted on | December 31, 2009 | 1 Comment
Wie ich es schon in meinem Beitrag über ConvoFlow anklingen ließ, watet Google immer mehr in das Gewässer der real time Suche. Was früher Wochen (für gute Sites vielleicht ein Tag, für andere aber gar Monate) gedauert hat, geschieht in Sekunden:
- Aufspüren neuer Inhalte
- Indexiern durch den GoogleBot
- Verfügbarkeit in der Google-Suche

Damit meine ich nicht die Google-Experimente, die auf Google.com irgendwo auf der Suchergebnisseite eine Box zum scrollen ausgeben, in der sich die real time Ergebnisse wiederfinden. Nein, sondern die extrem schnelle Aufnahme von Inhalten in die “gewöhnliche” Google-Suche.
Einen anderen Zugang zu real time Suchergebnissen findet man auch über die Google Trends Suche. Dort bieten sich “Hot topics” und “Hot searches” an, also Themen, die gerade von vielen Usern abgefragt werden. Der Unterschied ist, dass sich ersteres aus dem Datenschatz der real time Suche bedient, der zweite aus der Google Search Historie (gewöhnlich ein 24 Stunden-Zeitraum).
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Kutano: Twitter folgen, Web browsen
Posted on | September 2, 2009 | No Comments
Eine beeindruckende Anwendung ist Kutano: es ist ein Browser Add-on, welches parallel Web-Browsing und Diskussionen zum Inhalt zuläßt. Während man also im Web herum stöbert, bekommt man auf der rechten Seite ein Fenster, in dem Twitter-Nachrichten und Diskussionen zur gerade offenen Webseite stattfinden.

Im zweiten Bereich des Twitter-Felds werden Diskussionen angezeigt, welche den Inhalt auch anderer Webseiten betreffen. Selbstverständlich kann man auch aktiv werden und sich an diesen Diskussionen beteiligen. Das Tool ist kostenlos, bedarf aber einer Registrierung.

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Yebol: Suchmaschine mit neuem Pfiff
Posted on | August 13, 2009 | No Comments
Im Bereich Suchmaschinen scheint die Quelle der Innovationen und Mutationen nicht zu versiegen. Neuestes Beispiel: Yebol, eine Suchmaschine mit semantischen Eigenschaften zum Clustering von Ergebnissen.

Das Ergebnis einer Suchanfrage bringt ein gegeliedertes Interface mit “verwandten Themen”, den eigentlichen Suchergebnissen, weiteren Quellen zur Recherche sowie Kategorien und Top-Seiten für den Suchbegriff.
Wie vermutet funktioniert das Ganze im Englischen wesentlich besser als mit deutschen Begriffen. Trotzdem kann das Ergebnis nicht schlecht ausfallen. Andere “semantische Suchdienste” sind u.a. Hulbee, Eyeplorer und Evri.
Link: Yebol
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Nicht mehr suchen sondern Empfehlungen folgen?
Posted on | August 11, 2009 | 1 Comment
Manche in der Internet- und eCommerce Branche sehen eine Veränderung in der Art und Weise, wie wir zu Content gelangen, auf das Web zukommen: weg von der üblichen Strategie, mit Hilfe von Suchmaschinen und -funktionen Inhalte zu finden, statt dessen über Empfehlungen direkt auf die gewünschte Information zu kommen. Eine von diesen Firmen, die davon überzeugt sind, ist DirectedEdge, welche eine Art von Empfehlungsmaschine entwickelt haben.

Diese Software ist nicht stand-alone wie ein Suchsystem, sondern in eine Webseite eingebettet. Dort verbindet sie alle Einträge und zeigt dem jeweiligen Nutzer Empfehlungen an, welcher Content noch interessant sein könnte. Das Interessante dabei ist die Interaktion mit dem System (visuell) und die Real Time Funktion. Gewiss einen Blick wert – könnte mir auch eine interessante Einsatzmöglichkeit im Rahmen von Bibliotheken vorstellen.
Tags: browsen > empfehlung > suche > suchmaschine
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Scoopler: Live-Suche erwünscht / Teil 2
Posted on | June 5, 2009 | 3 Comments
Die so-genannte Live-Suche beschäftigt mehr und mehr die Suchmaschinentechniker und -user: nicht etwas soll gefunden werden, was einst geschrieben und (hoffentlich) von Suchmaschinen gecrawlt wurde, sondern was gerade und aktuell im Web geschieht.

Einige Dienste versprechen aktuellen Content – so z.B. das häufig zitierte Twitter. Twitter selbst bietet ja eine Suche an, doch die ist weit weniger als perfekt. Scoopler ist wie Topsy ein spezialisierter Typ von Suchmaschinen, die sich auf aktuellen Content stürzen. Scoopler durchsucht aber nicht nur Twitter, sondern auch Flickr, Digg und Delicious. Diese Art der Suche bietet einen fortlaufenden Überblick zu einem Thema, auch wenn es stark von einer Quelle dominiert wird: Twitter.
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Twitter-Suche Teil 1: Topsy
Posted on | June 2, 2009 | 1 Comment
Für die Twitter-Suche bieten sich immer mehr und mehr Werkzeuge an. Heute möchte ich Ihnen eines davon zeigen, am Freitag ein anderes.

Topsy ist eine sehr einfach Twitter-Suchmaschine. Im Gegensatz zu früher beschriebenen Vertretern dieser Gruppe (z.B. Tweetfind) ist Topsy aber keine wirkliche Live-Suchmaschine – Topsy liefert Informationen über Twitterer, die über ein Thema schreiben. Topsy nutzen Sie also, wenn Sie Experten zu einem Thema suchen.
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Twazzup: Multi-media Suche für Twitter
Posted on | May 7, 2009 | No Comments
Ein schönes Werkzeug für die Arbeit mit Twitter ist Twazzup, das als Suchmaschine für alle Twitter-Inhalte fungiert. Die Suche mit Twitter ist ein interessantes Unterfangen, um Hypes, Trends und Gedanken sehr aktuell auszulesen.

Twazzup bietet neben der üblichen Stichwortsuche auch Suche nache Twitterern und Themen (#hashtags). Videos, Musik und Bilder können über entsprechende Zusatzdienste wie blip.fm gefunden und ‘live’ angehört werden.
Alternative: Tweetfind








