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Groupon & Co: Neukunden werden selten Stammkunden

Posted on | August 19, 2011 | No Comments

Eine interessante Studie der Rice University’ School of Business hat das Hauptargument von Groupon & Co auf wackelige Beine gestellt: nur 20% aller Neukunden, die durch Sonderrabatte, Schnäppchen oder ähnliche Lockangebote angesprochen wurden, kehren ein zweites Mal wieder – außer es sind wieder Sonderrabatte angepriesen…

Diese Zahl relativiert sich natürlich – in den Augen von Marketingstrategen: 20% Stammkundenzuwachs bei jeder Groupon-Kampagne? Klingt eigentlich nicht schlecht. Dennoch: nur für 50% aller Groupon Geschäftspartner ist das “Geschäft” wirklich eines, nämlich profitabel. Die anderen steigen mit Verlust oder break-even aus.

Laut Studie ist die Erfolgsrate in Wirtschaftsbranchen sehr unterschiedlich: Gesundheit, Erholung und Veranstaltungswesen sind überdurchschnittlich erfolgreich (70% machten durch die Groupon-Aktion einen Gewinn), während Gastro-Betriebe nur bei 43% erfolgreich waren.

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eReader und ein verändertes Leseverhalten

Posted on | June 21, 2011 | No Comments

Eine Studie aus den USA hat 2010 untersucht, inwiefern mobile Lesegeräte (eReader) das Leseverhalten beeinflussen. Interessantes Ergebnis: mehr als die Hälfte der eReader Besitzer gaben an mehr zu lesen als vor 6 Monate (noch ohne dem Gerät). Rund 10% aller teilnehmenden Personen (rund 2.000) waren eReader Besitzer.

Interessant auch diese Grafik, die ich aus den Daten der Studie erstellt habe: Nicht-eReader-Besitzer (orange) lesen deutlich weniger über das Jahr verteilt als eReader-Besitzer (blau).

In Summe sind das eher aufmunternde Signale für das Verlagswesen (mehr gelesene Bücher, mehr Umsatz) für ein weiteres Engagement in Richtung “eBook”. Aber auch für Bibliotheken könnte dies mehr Umschlag bedeuten.

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Internet vor TV bei Nachrichtenkonsum

Posted on | January 21, 2011 | No Comments

Schon lange vermutet, oft gemunkelt, vielfach beobachtet, und nun wieder einmal bestätigt. Eine amerikanische Studie belegt, dass das Internet für 65% der Gruppe “jünger als 30″ die Hauptinfo-Quelle bei Nachrichten ist. 2007 waren es rund die Hälfte (37%).

Internet ist aber nicht gleich Internet, denn die Informationskanäle sind ja um ein Vielfaches mehr. Die Frage stellt sich also, welche Webseiten zur Informationsversorgung genutzt werden. Die Studie bezieht sich auf US-amerikanisches Publikum, dementsprechend ist auch die Auswertung. Grundsätzlich läßt sich aber sagen, dass traditionelle Medien wie Zeitungen, Radio und Fernsehen auch ihren Content im Web anbieten, aber bei weitem nicht die meist genutzten Quellen sind. Anbieter wie Facebook oder Twitter liefern höchstaktuelle, sich ständig weiterentwickelnde Nachrichten aus Quellen, die nahe am Geschehen sind (mit allen Vor- und Nachteilen, selbstverständlich).

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Die deutsche Internetwirtschaft 2009-2012

Posted on | February 17, 2010 | No Comments

Heute geht’s um eine Studie von eco (Verband der deutschen Internetwirtschaft) und Arthur D Little (internationale Unternehmensberatung) über die deutsche Internetwirtschaft 2009-2012. Im Sinne des Wertschöpfungsmodells werden alle Teilbereiche der Internetwirtschaft erfasst und auf Treiber, Marktindikatoren und Trends untersucht:

  • Infrastrukturelemente ()
  • Netzinfrastruktur und -betrieb
  • Dienste & Anwendungen (z.B. diverse Host-Provider oder Apps Anbieter)
  • Aggregation und Transaktion (z.B. Amazon.de, scout24 etc)
  • Internet-Inhalte aller Form
  • Endgeräte (Hardware)

Auf den ersten Seiten finden sich allgemeine und brauchbare Angaben zur Entwicklung des Internetsektors, so z.B. die Anzahl der Internetnutzer, der Medienkonsum und die Verschiebung zwischen den Medien selbst. Insgesamt sind rund 250.000 Personen in der deutschen Internetwirtschaft tätig, mit dem größten Anteil im Bereich des eCommerce. Rund 6.000 Unternehmen sind diesem Wirtschaftszweig zuzuordnen, mit einem Gesamtumsatz von 45,7 Mrd Euro im Jahr 2008. Interessant ist auch, dass die weltweite Wirtschaftskrise im Jahr 2009 der deutschen Internetwirtschaft nicht schaden konnte.

Ein Großteil der Studie ist Trends und Treibern der Marktentwicklung gewidmet. Da finden sich so klassische Themen wie

  • IPv6 als neues Internetprotokoll der Zukunft
  • Touch screens
  • Microblogging und Lifestreaming
  • Soziale Netzwerke
  • Mobile Internetnutzung

aber auch seltener Gehörtes:

  • Open Innovation
  • web-oriented Architecture (aka cloud computing)
  • “Internet TV”

Die Studie zeigt, wo die Zukunft der Wirtschaft liegt – im Web. Wen die Studie im Detail interessiert, bitte auf eco.de bei Peter Koller anfordern.

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Thorsten Quandt, Jeffrey Wimmer und Jens Wolling (Hrg.): Die Computerspieler. Studien zur Nutzung von Computergames.

Posted on | May 20, 2008 | 2 Comments

Wenn sich Bibliotheken doch, wenn auch zögerlich, dem Thema „Computerspiel“ zuwenden, dann geht es meist darum, eine bestimmte Gruppe an potentiellen Bibliotheksbesuchern anzusprechen, sie in die Räume der Bibliothek zu führen und über kurz oder lang auch mit anderen Services bekannt zu machen. Doch welche Vorstellung haben wir als BibliothekarInnen von jenen, die wir als die „Computerspieler“ bezeichnen?

Genau um diese besondere Gattung Mensch geht es im vorliegenden Band. „Die Computerspieler“ ist ein Buch, das sich wissenschaftlich mit den Gewohnheiten, Motiven und demografischen Daten dieser ganz besonderen Gruppen beschäftigt (siehe auch: Geschlechtertausch im Web). Zahlreiche Studien belegen genau das Gegenteil, was wir schon immer über Computerspieler zu wissen glaubten, und zeigen interessante Fakten auf, die Bibliotheken für die eigene Computerspiel-Strategie nutzen könnten.

Das Buch ist neben Wissenschaftlern aus der Soziologie und den Game Studies aber auch für Laien lesbar. Ein Teil ist natürlich der wissenschaftlichen Arbeitsweise und Nachprüfbarkeit gewidmet, die Ergebnisse sind aber auch für Nicht-Wissenschaftler mehr als brauchbar. Ganz besonders dann, wenn wir uns ein ganzheitliches Bild vom „Computerspieler“ machen wollen – deren Sprache, Interessen, Motive. In Summe eine spannende Aufstellung der Psychologie des / der ComputerspielerIn.

Bibliographische Angaben:
Thorsten Quandt, Jeffrey Wimmer und Jens Wolling (Hrg.):
Die Computerspieler. Studien zur Nutzung von Computergames.
VS Verlag für Sozialwissenschaften
2008
weitere Buchinfo hier

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