Strom ohne Kabel
Posted on | June 8, 2009 | No Comments
Ich hatte vorletzte Woche wieder das Vergnügen, an der ETH Zürich zu einem Seminar eingeladen worden zu sein (Informationstechnologie in Bibliotheken). Wie wohl das Thema spannend war, interessant sind auch immer die Pausengespräche. Eines führte ich mit einem Bibliothekar aus dem Fachreferat Maschinenbau und Verfahrenstechnik – es drehte sich um kabellose Übertragung von Strom an Haushaltsgeräte.

Dieses Thema ist zwar ein wenig off-topic in diesem Blog, ich dachte aber, dass so manche technische Entwicklung (auch wenn deren Patent schon vor rund 100 Jahren angemeldet worden ist) einen interessanten Blick auf unseren Lebensalltag in den nächsten zehn Jahren zulässt. Andere Trends finden sich auch in diesem Buch recht übersichtlich dargestellt…
Was hat es also mit dieser kabellosen Übertragungstechnik von Strom (oder besser: Energie) auf sich? Stellen Sie sich vor, die Leuchtkörper in ihrem Wohnzimmer benötigen keine Anschluss an irgendeine Steckdose; stattdessen können Sie sie überall hinstellen, wo es Ihnen gefällt, an einem Tag hier, an einem anderen Tag dort. Ein anderes Szenario: in Seminarräumen brauche ich überhaupt keine Verkabelung mehr, denn WLAN und kabellose Stromzufuhr erlaubt es den TeilnehmerInnen dort ihr Notebook zu nützen, wo sie es gerade möchten.
Das Geheimnis der kabellosen Stromzufuhr liegt in der Nutzung von Wellen, die eine Form von Energie darstellen. Je nach Frequenz dieser Wellen sind diese Energie-reicher oder weniger. Mikrowellen kennen wir ja aus der Küche, aber auch WLAN und Bluetooth basieren auf dieser Technik. Ein anderes Verfahren nutzt den Umstand, dass sich Objekte mit der gleichen elektromagnetischen Resonanzwelle gegenseitig Energie austauschen.
Einen alternativen Weg geht z.B. die Firma Powerbeam, die Strom in Licht umwandelt und dann beim entsprechenden Gerät über einen Transmitter wieder in Strom wandelt. Basis hier sind Infrarot-Laser.




