MBI Blog

Balanced Scorecard und strategische Führung

Posted on | April 15, 2010 | 5 Comments

Balanced Scorecard (BSC) ist ein Thema, dass mich schon seit Ende des letzten Jahrhunderts begleitet. In größeren wie kleineren Unternehmen. Und heute in meinem eigenen. Und wenn man sich ein wenig umhört, findet es auch Eingang in die Bibliothekswelt (auch wenn es meist von außen eingefordert wird, z.B. vom Unterhaltsträger im Rahmen eines übergreifenden Reporting).

Was ist nun die Balanced Scorecard, was verspricht sie und was hält sie ein? Bevor ich zahlreiche anderen Quellen im Web reproduziere (siehe z.B. Wikipedia), möchte ich auf das für mich Wichtige eingehen. Für mich stellt die Balanced Scorecard den ultimativen Versuch dar, die einseitige Quantifizierung von Erfolg über Finanzkennzahlen zu verlassen und “alle” Aspekte des betrieblichen Wirtschaftens gemäß ihrer Bedeutung für das Unternehmen / Organisation / Person zu beleuchten. Diese Idee hat was, denn gerade Bibliotheken beschweren sich oft über Leistungskennzahlen, die den darunter liegenden Prozessen nicht entsprächen, ihre “qualitative” Komponente nicht wiedergeben können. Diese Kritik ist durchaus berechtigt, ein Argument für die Ablehnung von Leistungsmessung sind sie aber nicht.

In ihrem Werk “Balanced Scorecard” (siehe unten) haben Robert Kaplan und David Norton das Modell der Balanced Scorecard entwickelt, vorgestellt und auf seine Vorteile hingewiesen:

  • unterschiedliche Perspektiven des Unternehmens werden wahrgenommen
  • Strategien werden in alle Ebenen des betrieblichen Tuns übernommen und übersetzt
  • die Ursachen und Wirkungen von inner- und außerbetrieblichen Faktoren für den Erfolg werden sichtbar gemacht
  • das Modell ist unternehmensbezogen anzupassen und daher sehr flexibel
  • Verantwortng für den Erfolg trägt jeder im Unternehmen, auf der Ebene seiner Aufgaben und Indikatoren
  • Die Balanced Scorecard erlaubt einen Blick in die Zukunft, während Finanzkennzahlen sich an der Vergangenheit orientieren

Wer sich die Lektüre des Standardwerks von Kaplan und Norton ersparen will (was nicht empfohlen ist), der kann auch den Harvard Business Manager Deutschland (Edition 1/ 2009) zur Hand nehmen. Dort erklären neben Kaplan und Norton weitere BSC-Experten die Theorie und die Praxis des Balanced-Scorecard-Alltags. Was die Balanced Scorecard leistet, ist vor allem die Übersetzung einer Vision und Strategie in handlungsfähige Leistungsmaße. Und: die Balanced Scorecard erzieht zu mehr Selbstverantwortung (mehr dazu in einem späteren Beitrag hier auf MBI Blog).

Auch die Problematik und Praxis der Einführung einer BSC wird im eben genannten Harvard Business Manager von Lutz Kaufmann schön erklärt und auf typische Fallen hingewiesen. Der Artikel lohnt, ihn mehr als einmal zu lesen.

Literatur zum Thema:

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iPad für alle (Studenten der … Universität)

Posted on | April 6, 2010 | 3 Comments

Auf das habe ich schon gewartet: das iPad als das ultimative Aufgabenheft, Schulbuch, Taschenrechner, Videoabspielgerät, Kommunikationszentrum in der Schule. Dass es so rasch geht, wie die folgende Ankündigung zeigt, hätte ich aber nicht gedacht:

Die Setton Hill University erklärt, dass jeder neue Student im Herbst mit einen iPad als persönliches Arbeitswerkzeug ausgerüstet wird: “The iPad initiative kicks off the University’s Griffin Technology Advantage Program. This new program provides students with the best in technology and collaborative learning tools, ensuring that Seton Hill students will be uniquely suited to whatever careers they choose – even those that have not yet been created.”

Es wird noch besser: jeder Student erhält auch ein 13″ MacBook: “You will have complete access to these mobile technologies for classes as well as at all times for personal use. After two years, Seton Hill will replace your laptop with a new one – one that you can take with you when you graduate! With this technology at your fingertips, you can create a just-in-time learning environment, stay in touch with professors, advisors, and classmates, research any topic at any time, engage in hybrid and fully on-line courses, and access a whole host of Seton Hill technology services. In doing so, you will be learning the technological skills you’ll need in the twenty-first century workforce.” Da hat jemand im Management seine Hausaufgaben gemacht…

Und was noch gefällt: mit so einer zentralen Hardware wird das ePortfolio de facto Standard – jeder kann von überall jederzeit auf sein zentrales Repositorium aus Artefakten zurückgreifen und dieses kontinuierlich erweitern. Auch wenn das iPad technisch noch nicht überzeugen kann, es beflügelt die Fantasie und damit ganze Branchen, ihre Prozesse zu überdenken.

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Workflows mit LucidChart abbilden

Posted on | December 15, 2008 | No Comments

Das Dokumentieren von Prozessen ist eine eigene Kunst, doch Tools können uns helfen, den Vorgang (zumindest das Pflegen der Dokumente) effizient zu halten. Neben den typischen Tools vie MS Visio und anderen kostenpflichtigen Desktop-Anwendungen können wir auch auf eine Reihe von online Tools zurückgreifen. Eines davon ist LucidChart, welches kostenlos online zu nutzen ist.

Voraussetzung für die Nutzung ist eine Registrierung, der Browser benötigt aber keinerlei Flash-Plugin. Das gemeinsame Bearbeiten von Flussdiagrammen ist möglich. Die Arbeitswerkzeuge sind Schablonen, eigene Bilder, zahlreiche Zusatzfunktionen sowie das Ordnen von Diagrammen in Mappen.

Wer mehr als nur zeichnen möchten, der kann mit Processmaker nicht nur die Dokumentation erstellen, sondern den elektronischen Prozess selbst!

[Technorati Tags: Dokumentation - ]

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