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bitTorrent zur Marktforschung

Posted on | October 19, 2012 | No Comments

Ein findiges australische Medien-Unternehmen nutzt bitTorrent Netzwerke aktiv – nicht um Nutzer auszuspionieren, sondern um Daten für die Beschaffung von Produkten zu erhalten. Als Medienunternehmen ist Fairfax bestrebt, die populärsten Filme auch in ihren “Regalen” für seine Kunden zur Verfügung zu haben. Und da ist bitTorrent ein Popularitätsmaßstab ersten Ranges.

Fairfax nutzt bitTorrent auch als Werbeplattform und versucht, Nutzer für seine Medien-Produkte zu gewinnen. Interessant.

Partnerweit draußen

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Siri und die Folgen: Teil 2 – Google

Posted on | November 11, 2011 | No Comments

Gestern hatte ich über Siri und seine möglichen Konsequenzen für Bibliotheksdienste nachgedacht. Nun ist der Seniorpartner vieler Bibliotheken, der Gigant Google, im Mittelpunkt der Überlegungen: Welchen Einfluss wird Siri auf das Geschäft von Google nehmen können?

Voice recognition ist für Google kein neues Thema. Tatsächlich war vor Jahren Google mit der Übernahme von kleinen Softwareschmieden in der Lage, Spracherkennung als Anwendung für Smartphones zu präsentieren (“Google Voice“). Im Wesentlichen beschränkte sich dieser Dienst auf die Durchsuchbarkeit von Sprachnachrichten, also die Umwandlung von gesprochenen Text in Volltext. Dienste wie Siri sind aber um einen entscheidenden Schritt weiter: sie erkennen die Bedeutung des Gesprochenen und können darauf in einer Weise reagieren, die dem eines idealen digitalen Assistenten entsprechen.

Google’s Geschäftsmodell basiert, sehr vereinfacht ausgedrückt, auf der folgenden Gleichung: mehr Nutzer = mehr Traffic = mehr Werbeeinnahmen. Es gibt zwei Arten von Google-Diensten: a) jene, die gleichzeitig auch Werbeplattform sind (Google Suche, GMail, YouTube, Partnerseiten mit AdWords/AdSense etc.) und b) die zusammen mit a) über die Datensammlung mit der Bildung von Nutzerprofilen beauftragt sind (Google Analytics, Desktop Search, Google+, etc.). Für beide Typen könnten mit Siri herausfordernde Zeiten hereinbrechen.

Google und das Werbegeld

Google verdient fast ausschließlich mit Werbung sein Geld. Eine Zahlung an Google wird vom Werbetreibenden meist nur dann notwendig, wenn ein Nutzer auf die entsprechende Werbung klickt. Mit Siri könnte dieses Geschäftsmodell unterlaufen werden, denn Siri sucht in “organischen” Trefferlisten. Ein “Tarnen” von Werbung in den natürlichen Treffern seitens Google wäre möglich, allerdings stellt sich dann die Frage der Relevanz der Trefferliste. Konsequenterweise würde sich der Traffic durch Humanoide verringern, Bildwerbung an Bedeutung verlieren. Für die Online Marketing Industrie müssten neue Formate für den Siri-Bot entwickelt werden, auf die es ganz besonders gern anbeißen würde. Auch dies würde die Relevanz einer Suche in Google für Siri-Nutzer senken. Im schlimmsten Fall könnten die Macher von Siri (in diesem Fall Apple) auf Google’s Daten gänzlich verzichten und andere Partner ins Boot holen, derer sich Siri bedienen würde. Dieser wäre der Super-GAU für Google  - weniger Nutzer = weniger Traffic = weniger Werbeeinnahmen.

Google und die Bildung von Nutzerprofilen

Entscheiden sich die Administratoren von Siri dazu, Google und Google Dienste von einer Partnerschaft mit Siri auszuschließen, dann hat Google begrenzte Möglichkeiten der Profilbildung. Stellen wir uns Siri als unternehmens- oder teamweiter Assistent vor, so agiert Siri gleichzeitig für viele verschiedene Nutzer in einem Netzwerk gleichzeitig. Für Google und ähnliche Unternehmen wäre es schwer, Profile zu entwickeln. Und wo keine Nutzer, da auch keine Profile.

Google bläst seiner Cash Cow, der Suche, zunehmend ein rauherer technologischer Wind entgegen: Real Time Suche in Twitter, Contentempfehlung statt Recherche in sozialen Netzwerken, und nun das Outsourcing der Recherche an digitale Assistenten. Google wird sich auch hier etwas einfallen müssen, um die finanzielle Quelle seiner Möglichkeiten zu verlieren. Interessanterweise tut er das auch mit Hilfe der großen Bibliotheken: Anlegen eines digitalen Schatzes namens Google Books.

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Stipple: Fotos mit Tags versehen

Posted on | May 4, 2011 | No Comments

Ein weiterer Schritt in Richtung “semantischer” Bild-Suche stellt Stipple dar. Nutzer oder Firmen können Bilder von Produkten oder Personen mit Tags versehen, so dass diese – egal ob auf Flickr, Facebook oder irgendwo im Web – Informationen über die abgebildete Person oder das dargestellte Produkt enthalten. Gerade für die Produktsuche und den Verkauf im Web stellt dies ein großes Potential dar. Bin schon gespannt auf weitere Entwicklungen von Stipple!

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Trendforschung mit Yahoo! Clues

Posted on | November 26, 2010 | No Comments

Eine sehr interessante Sache ist es, dem User über die Schulter zu schauen. Das treiben ja alle Suchmaschinenbetreiber, in diversen Formen. Yahoo! lässt uns wie schon Google mti Zeitgeist ein bißchen teilhaben und verschafft uns Einblicke in die demographischen Daten ihrer Nutzer.

Yahoo! Clues ist dabei überraschend “tiefgründig” und erlaubt allerlei Abfragen. Das Tool wird vor allem Online Marketing Fachleute entzücken, gibt es zum entsprechenden Keyword oder Phrase nicht nur Daten wie tägliche Nachfrage, sondern auch woher und von wem diese Anfragen kamen. Interessantes Detail: User werden unterschiedlichen Einkommensschichten zugeordnet. Damit kann auch der Wert eines Keywords für ein Online Marketing Konzept (Stichwort: Conversion) besser eingeschätzt werden.

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SimpleBooklet

Posted on | November 18, 2010 | No Comments

Wer auf einfache Art und Weise Flyer, Broschüren und Ähnliches benötigt, der kann dies auch im Web schnell erledigen: mit SimpleBooklet. SimpleBooklet ist kostenlos und macht Freude beim Arbeiten. Mehr gibt es nicht zu sagen, außer es auszuprobieren.

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Dragontape: Videos zusammenknüpfen

Posted on | August 23, 2010 | No Comments

Das ist mal etwas für Leute, die gerne eine eigene Geräuschkulisse beim Arbeiten brauchen: Dragontape, eine Applikation zum Zusammenfügen von Web-Videos zu einem einzigen Tape. Dieses Tape kann elends lang sein, und sehr praktisch. Stellt man es sich einmal zusammen, so kann es für den Vormittag endlos laufen oder die Mittwoch-Abend Party beschallen. Definitiv zum Ausprobieren! Oder einfach schon nach bestehenden Tapes suchen, und laufen lassen – z.B. diese hier…

Link: Dragontape

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Ethischer Konsum

Posted on | March 17, 2010 | No Comments

Zuerst dachte ich, lol, was ist das denn? Und nach einer Sekunde war alles klar: Der Handel ist ganz groß im Verkauf von Dingen, in dem es unsere ethischen Werte anspricht. Eine Trendstudie der Otto Group zeigt diese interessante Entwicklung auf: Bio-Marken, Fair-Trade, und dann auch noch Suchmaschinen nutzen, deren Ertrag mit sozialen Projekten geteilt wird. Nichts ist zu schade, um über die Ethik-Tour den Umsatz zu machen. Ich sage nicht, dass alles Unfug ist. Aber mit dem Erfolg gut gemeinter Initiativen haben wir bald mehr Mitläufer und schwarze Schafe in diesem Segment als uns lieb ist. Bio-Marken z.B., deren Produkte aus weit entferntem Ausland herangekarrt werden. Oder CO2-Freikaufscheine.

Interessant an dieser Präsentation ist, welche Gruppen sich partout nicht für ethisches Verhalten beim Konsum interessieren / einspannen lassen: die so genannten Digital Natives (auf deutsch: Netzwerkkinder) und Schichten mit niedriger Bildung.

Noch interessanter fände ich, nicht ethischen Konsum zu propagieren, sondern Verzicht. Aber das kommt schlecht. Und: Was heißt Verzicht? Auch bei der Bildung, der jährlichen Reise, bei der Freizeitgestaltung, und nicht nur beim Essen, Trinken und Anziehen? Nachdenkenswerte Fragen, finde ich…

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Social Media: Unternehmen nutzen es

Posted on | February 25, 2010 | No Comments

Eine interessante Studie habe ich vor kurzem im Web gefunden: “Wie nutzen Deutschlands größte Marken Social Media?” (Uni Oldenburg und Construktiv Bremen/Berlin). Die Untersuchung brachte teils wenig Überraschendes, teils Interessantes hervor:

  • 60% der 100 größten Marken nutzen in Deutschland aktiv Social Media.
  • Eine umfassende Social Media Strategie, die sie aller zur Verfügung stehender Mittel (Facebook, Twitter, YouTube, Corporate Blogs) bedient, ist mit 5% die Ausnahme (dazu gehören “Sparkasse”, “RWE”, “Süddeutsche Zeitung”, “Hornbach” und “Vodafone”).
  • Twitter ist der beliebteste Social Media-Dienst (39%); YouTube (37%), Facebook (28%), Corporate Blogs (12%).
  • Telekommunikation und Unterhaltungselektronikhersteller sind bei der Social Media-Nutzung führend (92% bzw. 80% der Marken nutzen Social Media); Schlusslicht: Chemie- und Finanzdienstleister (überraschte mich).
  • Je aktiver die Nutzung von Social Media, desto stärker die User-Resonanz (zur Messung eines Social Media ROI: Swix)

social media nutzung

Link zum Download der Studie (pdf)

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Erweitern der eigenen Facebook-Page

Posted on | February 18, 2010 | No Comments

Heute geht’s um zwei einfache, aber effektive Methoden, den eigenen Facebook-Page Auftritt (ich meine nicht den persönlichen Account, sondern eine “Webseite” von Organisationen, Produkten oder Aktivitäten) zu verbessern.

Die erste Applikation, die man dazu nutzen kann, ist die Static FBML Anwendung. Der Sinn und Zweck dieser Application ist es, der eigenen Facebook-Page zusätzliche Gestaltungsfreiräume in Form von frei editierbaren HTML-Boxen zu verschaffen. Damit kann man das Layout ergänzen bzw. modifizieren, Buttons einfügen, Formulare einbauen – also alles, was man sonst mit HTML auf die Beine stellen kann. Wieder ein Grund mehr, HTML auch aktiv zu nutzen und evt. selbst zu erlernen oder ein Seminar zu besuchen.

Die zweite Applikation ist nichts anderes als ein Syndicationswerkzeug auf RSS-Basis. Will heißen: alle Quellen, die einen RSS- oder Atom-Feed haben, können in die eigene Facebook-Page automatisch eingespielt werden. Link: Social RSS

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SWIX: Wie erfolgreich sind meine Social Media Aktivitäten?

Posted on | January 29, 2010 | No Comments

Einen solchen Artikel schreibe ich normalerweise im Blog zum Thema Online Marketing, geht es doch um die Nutzung von Social Media für Marketingzwecke. Im Zuge eines Seminars an der UB Wien, wo es u.a. um Marketing-Aktivitäten und Strategien von Bibliotheken und anderen Non-Profit Organisationen ging, habe ich nochmals die Bedeutung von Werkzeugen unterstrichen, die den letzten Abschnitt des Marketing- oder Managementkreislaufs unterstützen: die Analyse der eigenen Maßnahmen, sprich Erfolgskontrolle.

Swix ist eine Anwendung, die sich auf eine spezielle Sparte des online Marketing konzentriert: auf die Auswertung und das Monitoring von Marketing-Kampagnen in Social Media. Unter Social Media fallen typischerweise alle Anwendungen aus dem Web 2.0, die eine starke Beteiligungskomponente der Community beinhalten: Facebook, Twitter, YouTube, Blogosphere, und viele mehr…

Nun, wie bei allen diesen Tools bedarf es zunächst einer Registrierung (jetzt in Beta noch kostenlos). Als zweiten Schritt definiert man jene Kampagnen, die auf diversen Online Anwendungen laufen. Als dritter Schritt folgt dann das eigentliche Monitoring, sprich stündlich aktualisierte Berichte können in schön anzuschauenden Graphen dargestellt verfolgt werden. In Summe ergibt sich daraus als viertes ein Analysewerkzeug, welches in periodischen Abständen für ein weitergehende Anpassung / Fortsetzung von Social Media Kampagnen dienen kann. Indikatoren sind hierbei vielfältig (Besucher, Besuchszeiten, Kostenkontrolle, Einnahmen etc.) und erinnern zwar in ihrem Umfang an Google Analytics, sind aber im Handling nicht vergleichbar.

Alternativen stellen eventuell ViralHeat oder Nedstat dar.

Link: Swix

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Buchrezension: Die neuen Marketing- und PR-Regeln im Web 2.0

Posted on | December 24, 2009 | 2 Comments

Über dieses Buch wollte ich schon länger schreiben und hatte erst jetzt die Zeit gefunden. Wie auch immer, es ist besser, man liest es früher als später. Denn es ist, um es vorwegzunehmen, ein sehr brauchbares Werk, sowohl für Marketing-Neulinge und Do-it-your-self Persönlichkeiten als auch für im Marketing Tätige. Eine kurze Einführung bietet aber auch das 2008 erschienene, kostenlose eBook “PR 2.0″.

Kommen wir zunächst zum Inhalt. Anstatt sich wie andere Bücher aus diesem Themenkomplex ausschließlich auf die Technik zu stürzen und uns zum x-ten Mal zu erklären, was ein Blog ist, beginnt Scott mit den Schwächen konventioneller Marketing und PR-Strategien und Denkweisen. Das ist insofern interessant, weil wir hier den Unterschied zwischen neuen und alten Methoden verstehen lernen. Was nicht heißt, dass alte Methoden völlig überholt sind, aber sie sind in spezifischen Situationen angebrachter und viel erfolgversprechender.

Somit kommt Scott nun zu den neuen Regeln für Marketing und PR, die durch die Verbreitung von Web 2.0 Anwendungen und das Nutzerverhalten im Web entstanden sind. Dazu gehört auch der “Long Tail”, der sich genauso aus der Welt des eCommerce ins Marketing und PR übertragen läßt. Eines der vorzüglichen Seiten des neuen Web ist die Möglichkeit der direkten Kontaktaufnahme mit einer Vielzahl von Kunden und Interessensgruppen. Scott geht dabei auch auf das Thema der User-Personas ein.

Ich wollte jetzt nicht den Eindruck erwecken, Scott behandle Technologien nicht oder läßt Themen wie Blogs außer acht. Nein, aber er bettet sie stets in einen praktischen Kontext, will heißen, er schreibt, wozu sie im Marketing und PR taugen und wie man dies anstellt, dass es Sinn macht, solche Tools zu nutzen.

Weitere Bereiche, die Scott anspricht, sind Communities und deren Management, News Releases, und das fast schon selbst viral gewordene Thema “virales Marketing”.

Nun wird’s praktisch, denn Scott widmet gut die Hälfte seines Buches der Frage: “Wie mache ich es richtig, und zwar von Beginn an?” Ein Mehr-Punkte-Programm folgt, auf gut 200 Seiten vollgespickt mit Tipps, Übungen, einem roten Faden für die eigene Marketingstrategie (siehe auch: eBook “Bibliotheksmarketing“) als auch Conversion, die hohe Schule des Verkaufsprozesses.

Trotz meiner Jährchen im Web ist dieses Buch ein reicher Ideengeber gewesen und ist es immer noch. Es ist so voll mit Tipps, dass ich das Buch immer wieder aufschlage und kreuz und quer lese, um das eine oder andere aufzuschnappen. Eine ernsthafte Empfehlung für alle, die sich mit dem Thema Online Marketing und PR beschäftigen wollen / müssen.

Bibliographische Hinweise finden Sie hier: Die neuen Regeln für Marketing und PR im Web 2.0 – Wie Sie im Social web News Releases, Blogs, Podcasting und Virales Marketing nutzen, um Ihre Kunden zu erreichen

Wer einen Blick ins Buch werfen möchte, kann dies direkt beim Verlag machen – hier der Link!

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Bibliotheksmarketing und Konkurrenz

Posted on | November 4, 2009 | No Comments

Ich finde es immer wieder wichtig auf die Notwendigkeit von Marketing in Bibliotheken hinzuweisen. Es geht hier nicht um Gewinne oder um Konkurrenz zu anderen Bibliotheken. Es geht um Legitimierung der bibliothekarischen Existenz durch Leistung und Befriedigung eines Kundenbedürfnisses. Hier ein Beispiel, in welchen Konkurrenzbeziehungen die Bibliothekswelt allgemein steckt:

Wir sind der virtuelle Copyshop. Dadurch, dass wir es ermöglichen, ein gesamtes Buch von A bis Z komplett kostenfrei online lesen und durchsuchen zu können, ersparen wir unseren Nutzern den Gang in die Bibliothek”, erklärt Martin Fröhlich, der gemeinsam mit seinem Kollegen Felix Hofmann das Start-up [PaperC, Anm.] gegründet hat.” Der ganze Bericht ist im OnlineStandard nachzulesen.

Interessant finde ich die Motivation der beiden Gründer für ihre Geschäftsidee: “Im Studium haben wir uns über die langwierige Literatursuche in der Bibliothek und das Papierchaos aufgrund stapelweiser Kopien geärgert. Fachliteratur kann aber auch viel kundenfreundlicher angeboten werden.” Na, wenn das nicht nach Versäumnissen der Bibliothekswelt riecht? Kunden erfinden das Geschäftsfeld einer Bibliothek neu, und behaupten, das Ganze viel besser machen zu können.

Wie Sie wissen, zum Marketing gehört nicht nur die Kommunikation der eigenen Leistungen, sondern vor allem auch das Produkt / die Dienstleistung selbst. Und das sollte sich nach den Bedürfnissen der LeserInnen richten, und nicht umgekehrt. In diesem Sinne ist PaperC eine logische Antwort auf die Versäumnisse der “Bibliothekswelt” (klar gibt es Ausnahmen) zu sein. Und PaperC ist und wird nicht die einzige Alternative in den Kernbereichen einer Bibliothek bleiben.

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Kundenorientierung im Visier

Posted on | June 26, 2009 | No Comments

Nun habe ich kürzlich erst gesehen, dass ich drauf und dran bin, mein 1.000es Post in diesem Blog zu veröffentlichen. Irgendwie ist das nicht schlecht, aber besonders berührt bin ich nun auch nicht. Ich weiss nur wieviel Arbeit in diesen Posts steckt… und wie schnell die Zeit vergangen ist. Manche Themen sind schon lange out, und manche erst so richtig im Entstehen. Ein Thema hat sich nur dem Namen nach gewandelt, und ist in neuer Verpackung brand-aktuell: die Kundenorientierung (aka Bibliothek 2.0).

Vor rund zwei Wochen durfte ich an der Nationalbibliothek in Wien den StudentInnen im Fachgebiet Prozessplanung einige Inputs liefern. Prozessmanagement im heutigen Sinne ist eigentlich prozessorientiertes Qualitätsmanagement, und der Focus liegt hier eindeutig auf der Ausrichtung der Organisation auf die Bedürfnisse der (internen wie externen) Kunden.

Immer wieder erstaunt es mich, wie das Konzept “Bibliothek 2.0″ in die technische Ecke geschubst wird. Das ist bei weitem nicht eine Spielart von Web 2.0 Anwendungen, sondern vielmehr die Trendwende in der “inneren Haltung” der Bibliotheken gegenüber Ihren LeserInnen. Ein Aspekt dieser Veränderung ist das Auftauchen des Terminus “Kunde” in Bibliothekskreisen.

Ich weiss, manche hören das gar nicht gern, und LeserIn klingt freilich schöner. Aber “Kunde” hat auch eine gewisse “Verpflichtung” in sich, und eine gewisse Dienstleistungsqualität. BibliothekarInnen sollen damit nicht zu Dienern verkommen, aber einem Kunden liest man doch seine Wünsche von den Augen, oder?

Kundenorientierung hat weitreichende Folgen für eine Organisation. Sie macht ihre Augen und Ohren auf, denn es gilt herauszuhören und zu sehen, wonach Kunden verlangen. Und wohin sie dann schließlich gehen, um ihr Verlangen zu stillen. Jeder, der selbständig tätig ist oder die Geschäftsführung inne hat, weiß, wie unendlich wichtig dieses Wissen und diese Einstellung ist. Kunden wollen und sollen wiederkommen. Und nicht, weil wir Monopolisten sind, sondern weil sie mit uns zufrieden sind.

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Sched: Online Event Kalender der feinen Art

Posted on | June 12, 2009 | No Comments

Für alle Event- und Marketingmanager bietet Sched durchaus eine lohnenswerter Testaufwand – es ist ein mit allen Wassern gewaschenes Werkzeug, um Events zu organisieren, zu koordinieren und zu publizieren. Dabei bleibt Sched in seinem Interface stets einfach und übersichtlich.

Sched wartet mit einer ganzen Reihe an Funktionalitäten auf:

  • Darstellung aller Events auf einer Seite
  • Integration in die eigene Webseite inklusive Adaption des Layouts
  • Administration des Kalenders wie in einem Excel Spreadsheet
  • farbliche Zuordnung von Events
  • Suche und Filterfunktion
  • Persönliche Kalender können angelegt werden, auch von mehreren Usern
  • es lassen sich auch Songlisten für Konzerte anlegen
  • Social Networking wie Kommentare, Zusage des Kommens, etc ist inkludiert

Mehr zum Tool Sched gibt’s auf deren Seite. Ein persönlicher online Kalender wäre Deadline.

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Library of Congress mit eigenem YouTube Channel

Posted on | April 10, 2009 | 1 Comment

Nun hat sich auch die Library of Congress in YouTube einen Namen gemacht und bietet seit geraumer Zeit einen eigenen Kanal an. Der LOC YouTube Kanal bietet alte Schätze, zahlreiche Informationssendungen, Wissenswertes über Bücher, und einige wissenschaftliche Vorträge.

Eine sehr schön umgesetzte Strategie, Medien ‘kostenlos’ für die Verbreitung eigener Inhalte zu nutzen und viele (künftige) KundInnen zu erreichen.

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Facebook als Werbeplattform für Bibliotheken?

Posted on | April 1, 2009 | 1 Comment

Im Zuge einer Online-Kampagne für einen Kunden habe ich ein interessantes Feature bei Facebook entdeckt, welches durchaus die Werbemöglichkeiten von Bibliotheken erweitern könnte. Im Gegensatz zu AdWords, welches vor allem Keyword-basiert arbeitet, kann ich bei Facebook Kriterien wie Wohnort oder Sprache des Nutzers als Kriterien für die Schaltung von Werbung im Facebook-Netzwerk verwenden. Weitere Kriterien sind Altersgruppen, Geschlecht und Bildungsniveau.

Das Interessante kommt aber jetzt: ich kann auch einen “Wirkungsradius” für meine Anzeigeschaltung einziehen. D.h., ich kann definieren, im welchem geographischen Umkreis von einem spezifischen Punkt (z.B. Gemeinde) aus meine Anzeige erscheinen soll. Sie wird also nur Nutzern sichtbar gemacht, die innerhalb dieses Raumes leben. Damit kann sich eine Bibliothek genau an ein sehr spezifisches Publikum wenden, welches auch in einer gewissen geographischen Nähe wohnt.

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Der Markt der Avatare – reale Unternehmen in Second Life

Posted on | March 19, 2009 | No Comments

Second Life ist, trotz negativer Presse nach einem Jahr Hype, ein hochaktuelles Thema: nicht nur was die Beschäftigung der Wissenschaft mit diesem Thema betrifft, sondern vor allem weil es immer noch eine sehr große Masse an funktionierenden Einrichtungen, Gemeinschaften und Zukunftsvorstellungen gibt. Dies können reisserische Zeitungsberichte nicht “wegleugnen”, höchstens ausblenden.

Das Buch “Der Markt der Avatare – reale Unternehmen in Second Life” von Matthias Rückert und Gregor Vincentz beschäftigt sich mit einem Teilaspekt dieser virtuellen Welt: es geht um die Ökonomie von Second Life. D.h., um die wirtschaftlichen Grundlagen von in der wirklichen Welt ansässigen Unternehmen, die in Second Life eine Dependance eröffnen möchten.

In einem ersten Teil geht es um die wirtschaftlichen Grundlagen, die Second Life bietet. Wie kaum eine andere virtuelle Welt ist Second Life in Sachen ökonomischer Freiheiten ein Vorzeigebeispiel. Währung, Märkte und Preise sind fast gänzlich den real-typischen Marktmechanismen “nachempfunden” – sie regeln sich fast ohne Zutun des Betreibers selbst. Trotzdem weisen die Autoren auf die wirtschaftlichen und rechtlichen Gefahren (im Sinne finanzieller Risiken) hin.

Dieser Widerstreit aus Möglichkeiten der Plattform, potentieller Risken und einer trotz millionenfacher Registrierungen recht kleinen Anzahl potentieller Nutzer (die tatsächlich aktive Bevölkerung von Second Life liegt irgendwo zwischen 350.000 und 1,5 Millionen, je nach dem wie die Intensität der Nutzung als Argument verwendet wird) wird besonders in den 16 Fallbeispielen sichtbar, die gleichzeitig das Interessante an diesem Buch darstellen. Sie zeichnen die Versuche und die Erfahrungen von Unternehmen nach, die trotz (manchmal massiver) Investitionen unterschiedliche Resultate erwirtschaftet haben.

Ich möchte dieses Buch allen empfehlen, die sich entweder mit dem Einstieg ihres Unternehmens in Second Life beschäftigen, sowie allen, die im Bereich Marketing unterwegs sind. Es bietet einen schnellen und guten Überblick über die Möglichkeiten eines neuen, interessanten und zukunftsträchtigen Vertriebs- und Kommunikationskanals.

Bibliographische Angaben:
Matthias Rückert, Gregor Vincentz
Der Markt der Avatare – reale Unternehmen in Second Life
Books on demand Gmbh, Nordstedt, 2008

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Interessante Artikel zum Thema Online Marketing & eCommerce

Posted on | February 20, 2009 | No Comments

Hier eine Liste von interessanten Artikeln zum Thema “Online Marketing”, die sich in den letzten Wochen bei mir aufgetürmt haben:

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Trendspotting mit Trend Hunter

Posted on | September 11, 2008 | No Comments

Trends sind ein wichtiges Thema, wenn es um Bibliotheksmarketing geht. In Idea Lounge Pro schreibe ich ziemlich viel darüber, was so kommt und kommen wird, aber heute möchte ich Ihnen hier auf MBI Blog etwas aus diesem Bereich vorstellen. Trend Hunter ist ein Portal, dass von Usern mitgestaltet wird, und zwar über deren “Stimme”. Was also viel Anklang findet, dass wird auch prominent plaziert (also eigentlich ein Digg-Konzept).

Trend Hunter ist bunt, schrill und für manche Augen ein wenig unübersichtlich. Aber es gibt einen interessanten Einblick, was die Leute so interessiert. Man kann den gesamten Content in verschiedene Bereiche teilen (Tech, Fashion, Sex, Pop Culture, Business, Science, Life, …) und ein wenig in die (US-amerikanische) Kultur eintauchen. Viel Spaß!

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100 Dollar Budget – was tun?

Posted on | August 8, 2007 | No Comments

Diese Frage stellte das Blog SEOish in einem interessanten Artikel – und bat 7 Größen der Szene um Tips. Grundlegender Tenor:

  • Lernen, lernen und nochmals lernen, worauf es eigentlich bei Suchmaschinenoptimierung ankommt
  • Geld in Wissen und Information investieren
  • Geld in eine fundierte technische Basis (Host, Domain) stecken
  • guten und viel Content produzieren und im Social Web promoten

Da es um Suchmaschinenoptimierung ging, fand natürlich die eine sinnvolle Antwort – Pay per Click – keine Erwähnung. Meine Ideen zu den oberen wären:

  • Nischen besetzen und über das schreiben, was einem Spaß macht
  • ein großes Netzwerk an Partner(seiten) aufbauen und Gastbeiträge selbst schreiben bzw. zulassen

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