MBI Blog

Who’s viewed you?

Posted on | May 19, 2010 | No Comments

Eine interessante Studie beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern Feedback-Funktionen in Social Networks bzw. anderen Web 2.0 Diensten die Bedenken gegenüber Datenschutz im Rahmen von Location based services minimieren bzw. ausräumen können. Mit Feedback-Funktionen meint man Informationen, welche Auskunft geben, wer wann meine Location-Data eingesehen hat.

Das Ergebnis der Studie zeigt, dass Feedback-Funktionen tatsächlich in der Lage sind, Nutzer häufiger und sorgenfreier zur Nutzung von location based services zu animieren. Nutzer wollen diese Feedback-Information, um Datenzugriff individuell zu regulieren, z.B. nach Ort, Grund des Aufenthalts an einem Ort oder zu einem bestimmten Tageszeitpunkt. Regelungen zur Datenfreigabe sind auch in Bezug auf bestimmte Nutzergruppen erwünscht, d.h. dass diese Daten nur innerhalb einer spezifischen Personengruppe  einzusehen sind.

Die Studie hat aber auch gezeigt, dass Personen mit technischem Hintergrundwissen und Personen, die bereits Bekannte haben, die solche Services nutzen, vielmehr geneigt sind, location based services in Anspruch zu nehmen.

Artikel-Informationen:
Janice Y. Tsai, Patrick Kelley, Paul Drielsma, Lorrie Cranor, Jason Hong, Norman Sadeh: Who’s Viewed You? The Impact of Feedback in a mobile location Sharing System. Carnegie Mellon University Pittsburgh, PA

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Location, Location, Location

Posted on | May 12, 2010 | No Comments

Location aware applications (oder location based services) sind in der Web-Szene in aller Munde, oder: auf allen mobilen Geräten. Sie bieten Dienste, die abhängig von unserer geographischen Präsenz sind. Und sie finden auch in Bibliotheken Einzug. Jeff Wisniewski versucht in einem Beitrag (siehe Info unten), einige Möglichkeiten dieses Einsatzes von LBS darzustellen.

Den Hauptvorteil dieser Technologie sieht der Autor in der Überall-Verfügbarkeit von Diensten. Kein Login mehr, lokal höchst relevante Suchmaschinentreffer und eine Informationsarchitektur, die der Generation der Digital Natives mehr entspricht als die Informationsversorgung per eMail.

Ob die Funktion des Freunde-Findens (z.B. Latitude) in der Bibliothek eine Zukunft / Nutzen hat, bleibt abzuwarten. Der Autor sieht das recht optimistisch. Ich denke, dass hat an großen Bibliotheken mit vielen täglichen Stammkunden eine Chance. Ob das eine sinnvolle oder weniger sinnvolle Funktion ist das eine; für Diensteister wie die Bibliothek ist es allemal interessant: in Zukunft werden viele Informationen über die geographische Nähe und Verfügbarkeit “entdeckt” werden. Das etwas aus der Mode gekommene Bummeln wird also wieder in. Die Zukunft ist mobil, die Privatsphäre aber auch.

Link zum Artikel

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Foursquare zur Kundenbindung

Posted on | May 7, 2010 | 1 Comment

Foursquare ist ein interessantes Netzwerk. Nicht nur weil es so anders ist als Facebook und Co, sondern weil es scheibar spielerisch zu ungeahnten Höhenflügen kommen kann. Zumindest berichtet es, dass der Mitgliederzuwachs innerhalb einer Woche die 100.000er Hürde genommen hat. Zahlen, die sonst nur Twitter in seiner Hype-Phase vorweisen konnte.

Für alle, denen Foursquare ein Geheimnis ist: es ist ein Social Network, welches es seinen Usern ermöglicht, Informationen über die aktuelle geographische Position weiterzugeben. Dazu werden Smartphones benötigt. Das spielerische Element ist das Sammeln von Punkten, sprich die Anzahl der Anmeldungen (Check-in) an einem Ort. Ab einer bestimmten Anzahl bekommt man einen Titel und kann sich bei der höchsten Check-in Anzahl unter allen Usern auch Bürgermeister (Mayor) nennen.

Interessant ist es jedenfalls, wie Unternehmen und Organisationen Foursquare zu entdecken beginnen und damit ihre Kunden und Mitarbeiter leiten. Ein Beispiel ist die Uni Harvard. Ein Großteil ihrer Einrichtungen sind als Plätze in Foursquare registriert, und ein Programm zur Einführung von Uni-Neulingen nutzt Foursquare zum Kennenlernen des Campus. Man sieht gleich, wer sich wo “angemeldet” hat, sprich welche Einrichtungen besucht wurden.

Natürlich können Firmen Foursquare auf “klassische” Weise nutzen: um näheren und kontinuierlichen Dialog mit Kunden zu halten. Vergünstigungen für Foursquare-Besucher im eigenen Shop sind dabei eher die Norm als die Ausnahme. Ganz besonders begehrt ist daher der Titel des “Mayors”, der zu besonderen Preisen und Vergünstigungen führt. Es ist in der Tat ein klassisches Kundenbindungsprogramm, welches aber auf eine spielerische Art das “Punkte-sammeln” ermöglicht.

Voraussetzung für Foursquare ist allerdings, dass man über ein entsprechendes Endgerät (derzeit iPhone, Android, Blackberry, Palm) und einen Internet-Zugang beim Check-in verfügt. Das sollte technisch ja kein Problem sein, und wenn man diese Geräte nicht hat, dann kann man auch bei Foursquare auf deren mobilen Webseite einsteigen. Wer keinen mobilen Internet-Zugang hat, bleibt draussen (ausser in den USA, wo ich mit SMS einchecken kann). Allerdings: für Leute, die sich in in Grenzgebieten aufhalten oder viel auf grenzüberschreitenden Reisen sind, können die Roaming-Kosten einiges ausmachen, und damit eine derartige Anwendung zu teuer werden lassen.

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Yelp nun mit Online Check-in

Posted on | February 9, 2010 | No Comments

Yelp kommt mit einem neuen Feature auf den heiß umkämpften Markt der location aware applications. Yelp ist schnell beschrieben: um ein eigenes Profil entsteht ein Netz von Freunden und Bekannten. Dieses soziale Netzwerk dreht sich vor allem um Plätze, Orte, Einrichtungen. D.h., neben Hobbies und Angaben zur eigenen Personen stehen vor allem jene Plätze im Profil, die man gerne besucht und “eincheckt”. Dieses Check-in ist das große Feature von Yelp: ist man an einem Ort (z.B. ein Café, ein Fitnessstudio, ein öffentlicher Platz), kann man dies über sein mobiles Gerät und Yelp kundtun.

Je öfter man an einem Platz eincheckt, desto eher wird man als Stammgast betrachtet. Man dient als glaubwürdige Quelle um qualifizierte Aussagen über diesen Ort zu machen. Ergänzend können Personen Reviews von Plätzen auf der Webseite von Yelp eintragen. Damit wird Yelp zu einem Konkurrenten ähnlicher Dienste wie Gowalla und Foursquare.

Link: Yelp

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Gowalla: finde interessante Orte

Posted on | January 22, 2010 | 1 Comment

Mit Foursquare habe ich vor zwei Tagen eine neuartige Mischung aus sozialem Netzwerk und Location Based Service beschrieben. Etwas sehr änliches ist Gowalla, das ich heute vorstellen will.

Gowalla‘s Motto ist ähnlich wie bei Foursquare: neue, trendige und interessante Plätze aufstöbern und diese Info an den Freundeskreis weitergeben. Mit einem iPhone oder Android Mobiltelefon ausgerüstet, ist der registrierte User auch schon unterwegs und öffnet die Gowalla Applikation wo auch immer er etwas Interessantes zu sehen glaubt.

Mit Hilfe der in diesen Geräten verfügbaren GPS-Empfänger wird die Position zusammen mit den User-Kommentaren in das Gowalla-Freunde-Netzwerk gespeist. Als Bonus gibt es für fleißige Gowalla-User Rabatte von Lokalen, die aufgesucht werden.

Hier ein kurzes YouTube-Video dazu:

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