MBI Blog

User stories: Effizientes Programmieren

Posted on | July 20, 2010 | No Comments

Dieser Band hat mich schon vor seinem Erscheinen interessiert – für die Gestaltung von Nutzerfreundlichen, aber auch gebrauchsfähigen Webseiten und Applikationen benötigt man Methoden, die über ein schlichtes Entwerfen hinaus gehen.

User Stories beschreibt so einen Ansatz. Zunächst gilt es abzugrenzen: es handelt sich nicht um Usability (siehe hier) – das hat was mit Nutzertests zu tun; und es ist auch nicht eine Abwandlung der Persona-Technik (siehe hier) – das ist die Gestaltung von fiktiven Nutzervertretern, deren Eigenschaften und Ticks man beim Design von Webseiten und Apps berücksichtigt. Nein, user stories hat einen anderen Zugang.

Eine User Story beschreibt eine Funktionalität, die für den Nutzer oder den Käufer von Bedeutung ist. Dies ist zum einen eine schriftliche Beschreibung (der wichtigsten Bestandteile) für die spätere Doku, zum anderen Gespräche über die Details, und letztlich die Tests, die alle Details vermitteln sollen. Die Aufzeichnung einer User Story findet sich auf einer Karteikarte (“story card”). Somit besteht ein Web-Projekt aus vielen User stories, die beschrieben, besprochen und bestätigt werden. Diese dienen auch der leichteren Priorisierung der Funktionen als auch der zielsicheren Planung des Projektumfangs.

Vielleicht der größte Unterschied zu klassischen Projektvorgehenesweise Pflichtenheft-Umsetzung-Abnahme ist die dauerhafte und immerwährende Einbindung der Kunden in die Abläufe. Das verlangt einen hohen Grad der Motivation beim Kunden (Personal und Ressourcen einzusetzen), garantiert aber die kundenkonforme Programmierung des Endproduktes.

Das vorliegende Buch gibt einen Schritt-für-Schritt Einblick in die Methode der Programmierung mit Hilfe von User Stories. Zusammenfassungen, Tipps und Beispiele aus der Praxis runden jedes Kapitel ab. Ein ganzer Abschnitt ist einem durchgängigem Beispiel gewidmet, welches das Theoretische der vorhergegangenen Seiten nochmals erklärt und abrundet.

Bibliographische Angaben:
User Stories: Für die agile Software-Entwicklung mit Scrum, XP u.a

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Bonitätsprüfung von Kunden

Posted on | February 17, 2010 | No Comments

Für Online-Shop Besitzer bedeutet der Versandhandel ein gewisses Risiko, nicht nur Betrügern zum Opfer zu fallen, sondern auch Kunden zu erwischen, die über ihre Verhältnisse leben und Ware nicht bezahlen können. Das Problem ist ja keines, dass es früher nicht schon gegeben hätte. Dennoch ist die Bonitätsprüfung weiterhin lückenhaft und nicht ausgereizt.

Drittanbieter bieten Online-Store Besitzern einen Bonitätsprüfungsservice an. Dieser Service greift auf Datenbestände zahlreicher Stores, Banken und Versicherungen zurück und gibt einen Bonitätseinstufung ab. Gemäß dieser Bontitätsstufe entscheidet das eCommerce-System des Händlers über die Bezahlmethode.

Ausgeklügelte Systeme überprüfen auch “typische” Verhaltensweisen von Kunden mit schlechter Bonität: knapp unter der Maximalbestellsumme für eine Zahlart ordern, oder scheinbar völlig willkürlich zusammengesetzte Warenkörbe. Eine solche Software schlägt hier “stillen” Alarm. Solche Anwendungen sind aber noch rar und benötigen wohl noch eine Zeit zur Marktreife – “Verhaltenserkennung und Profilerstellung von Online-Store Besuchern”.

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Kundenorientierung im Visier

Posted on | June 26, 2009 | No Comments

Nun habe ich kürzlich erst gesehen, dass ich drauf und dran bin, mein 1.000es Post in diesem Blog zu veröffentlichen. Irgendwie ist das nicht schlecht, aber besonders berührt bin ich nun auch nicht. Ich weiss nur wieviel Arbeit in diesen Posts steckt… und wie schnell die Zeit vergangen ist. Manche Themen sind schon lange out, und manche erst so richtig im Entstehen. Ein Thema hat sich nur dem Namen nach gewandelt, und ist in neuer Verpackung brand-aktuell: die Kundenorientierung (aka Bibliothek 2.0).

Vor rund zwei Wochen durfte ich an der Nationalbibliothek in Wien den StudentInnen im Fachgebiet Prozessplanung einige Inputs liefern. Prozessmanagement im heutigen Sinne ist eigentlich prozessorientiertes Qualitätsmanagement, und der Focus liegt hier eindeutig auf der Ausrichtung der Organisation auf die Bedürfnisse der (internen wie externen) Kunden.

Immer wieder erstaunt es mich, wie das Konzept “Bibliothek 2.0″ in die technische Ecke geschubst wird. Das ist bei weitem nicht eine Spielart von Web 2.0 Anwendungen, sondern vielmehr die Trendwende in der “inneren Haltung” der Bibliotheken gegenüber Ihren LeserInnen. Ein Aspekt dieser Veränderung ist das Auftauchen des Terminus “Kunde” in Bibliothekskreisen.

Ich weiss, manche hören das gar nicht gern, und LeserIn klingt freilich schöner. Aber “Kunde” hat auch eine gewisse “Verpflichtung” in sich, und eine gewisse Dienstleistungsqualität. BibliothekarInnen sollen damit nicht zu Dienern verkommen, aber einem Kunden liest man doch seine Wünsche von den Augen, oder?

Kundenorientierung hat weitreichende Folgen für eine Organisation. Sie macht ihre Augen und Ohren auf, denn es gilt herauszuhören und zu sehen, wonach Kunden verlangen. Und wohin sie dann schließlich gehen, um ihr Verlangen zu stillen. Jeder, der selbständig tätig ist oder die Geschäftsführung inne hat, weiß, wie unendlich wichtig dieses Wissen und diese Einstellung ist. Kunden wollen und sollen wiederkommen. Und nicht, weil wir Monopolisten sind, sondern weil sie mit uns zufrieden sind.

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