MBI Blog

Copyright-Verletzern das Internet mies machen

Posted on | February 6, 2013 | No Comments

Dieser Titel kommt nicht von ungefähr. Es ist so oder so ähnlich die Strategie, die die amerikanische Gesetzgebung mit ihrem “Six Strikes”-Programm verfolgt. Auf einen Nenner gebracht: werden “Verstöße” gegen die Eigentums-, Urheber- und Verwertungsrechte von digitalen Inhalten festgestellt, wird der identifizierte Nutzer nicht vor ein Gericht gezerrt, sehr wohl aber verwarnt und bei mehrmaligen Wiederholungen wird der persönliche Internet-Zugang mit einer zunehmenden Download-Geschwindigkeitsreduzierung belegt. Was für eine neue Welt! (Quelle)

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OECD Internet Outlook

Posted on | October 11, 2012 | No Comments

Die neue Ausgabe des OECD Internet Outlook 2012 ist erschienen und hier erhältlich. Das fast 300 dicke Dokument liefert Daten zur Entwicklung des Internets – Makro-Trends, Breitband, Ökonomie, Sicherheit, Datenschutz, etc. Definitiv ein Werk für weitere Marktrecherchen.

Eine freie Ausgabe kann auch online durchgeblättert werden.

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Buchrezension: Der Master Switch

Posted on | June 28, 2012 | No Comments

Heute möchte ich ein Buch besprechen, auf welches ich – unwissentlich – schon länger gewartet habe. Mediengeschichte ist ein äußerst anregendes Thema, und hier kann ich nicht genug Bücher zwischen die Finger bekommen. Der neueste Titel, den ich lesen durfte, handelt über die moderne Mediengeschichte. Weniger um die Technologie selbst, sondern um die Durchsetzungskraft der dahinter stehenden Medien- und Technologiefirmen.

Tim Wu versteht es in “Der Master Switch: Aufstieg und Niedergang der Informationsimperien” die Zusammenhänge und Mechanismen des kapitalistischen Systems im Bereich der Medien anschaulich zu dokumentieren. Die Wurzeln der von Wu behandelten Medien reichen bis in die Anfänge der Neuzeit zurück. Besonders werden Hörfunk, Telefonie, Film, Fernsehen, Kabelfernsehen und letzlich das Internet (siehe auch John Battelle: Die Suche) in eine in sich verwobene Geschichte gebracht, die Geschichte und Strategien von Unternehmen wie Western Union, AT & T, Bell und Paramount im Detail analysiert.

Das Buch ist dann besonders spannend, wenn man sich der Auswirkungen von strategischen Managemententscheidungen für das weitere Unternehmensschicksal gewahr wird. Am Ende des Buches sieht man Strukturen in der heutigen Medienlandschaft, die einem früher verborgen oder nicht so klar waren. Das ist der große Erkenntnisgewinn. Ein großes Plus zum Unterhaltungswert des Titels.

[bibliographische Angaben finden sich im Link zum Buch]

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Tape.Tv: Internet Music Television

Posted on | March 26, 2012 | 1 Comment

Wer neben seinen Tätigkeiten im Büro gerne Radio hört, oder gar einen Zweit-Monitor für “Neben-bei”-Videos laufen hat, der kommt um Tape.tv nicht umhin. Die recht intuitive Oberfläche hilft bei der Musik-Suche gut weiter, so dass man einmal seinen Geschmack einstellt und schon seinen eigenen Dauer-Musikkanal zur Verfügung hat.

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Internet vor TV bei Nachrichtenkonsum

Posted on | January 21, 2011 | No Comments

Schon lange vermutet, oft gemunkelt, vielfach beobachtet, und nun wieder einmal bestätigt. Eine amerikanische Studie belegt, dass das Internet für 65% der Gruppe “jünger als 30″ die Hauptinfo-Quelle bei Nachrichten ist. 2007 waren es rund die Hälfte (37%).

Internet ist aber nicht gleich Internet, denn die Informationskanäle sind ja um ein Vielfaches mehr. Die Frage stellt sich also, welche Webseiten zur Informationsversorgung genutzt werden. Die Studie bezieht sich auf US-amerikanisches Publikum, dementsprechend ist auch die Auswertung. Grundsätzlich läßt sich aber sagen, dass traditionelle Medien wie Zeitungen, Radio und Fernsehen auch ihren Content im Web anbieten, aber bei weitem nicht die meist genutzten Quellen sind. Anbieter wie Facebook oder Twitter liefern höchstaktuelle, sich ständig weiterentwickelnde Nachrichten aus Quellen, die nahe am Geschehen sind (mit allen Vor- und Nachteilen, selbstverständlich).

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Die deutsche Internetwirtschaft 2009-2012

Posted on | February 17, 2010 | No Comments

Heute geht’s um eine Studie von eco (Verband der deutschen Internetwirtschaft) und Arthur D Little (internationale Unternehmensberatung) über die deutsche Internetwirtschaft 2009-2012. Im Sinne des Wertschöpfungsmodells werden alle Teilbereiche der Internetwirtschaft erfasst und auf Treiber, Marktindikatoren und Trends untersucht:

  • Infrastrukturelemente ()
  • Netzinfrastruktur und -betrieb
  • Dienste & Anwendungen (z.B. diverse Host-Provider oder Apps Anbieter)
  • Aggregation und Transaktion (z.B. Amazon.de, scout24 etc)
  • Internet-Inhalte aller Form
  • Endgeräte (Hardware)

Auf den ersten Seiten finden sich allgemeine und brauchbare Angaben zur Entwicklung des Internetsektors, so z.B. die Anzahl der Internetnutzer, der Medienkonsum und die Verschiebung zwischen den Medien selbst. Insgesamt sind rund 250.000 Personen in der deutschen Internetwirtschaft tätig, mit dem größten Anteil im Bereich des eCommerce. Rund 6.000 Unternehmen sind diesem Wirtschaftszweig zuzuordnen, mit einem Gesamtumsatz von 45,7 Mrd Euro im Jahr 2008. Interessant ist auch, dass die weltweite Wirtschaftskrise im Jahr 2009 der deutschen Internetwirtschaft nicht schaden konnte.

Ein Großteil der Studie ist Trends und Treibern der Marktentwicklung gewidmet. Da finden sich so klassische Themen wie

  • IPv6 als neues Internetprotokoll der Zukunft
  • Touch screens
  • Microblogging und Lifestreaming
  • Soziale Netzwerke
  • Mobile Internetnutzung

aber auch seltener Gehörtes:

  • Open Innovation
  • web-oriented Architecture (aka cloud computing)
  • “Internet TV”

Die Studie zeigt, wo die Zukunft der Wirtschaft liegt – im Web. Wen die Studie im Detail interessiert, bitte auf eco.de bei Peter Koller anfordern.

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John Palfrey & Urs Gasser: Generation Internet

Posted on | January 28, 2009 | 1 Comment

Im Originaltitel „Born Digital. Understanding the First Generation of Digital Natives“ ist das Buch nun auch in deutscher Sprache erhältlich und beschäftigt sich – wie der Titel es ankündigt – mit der so genannten digitalen Generation. Dazu zählen jene Menschen, die von klein auf mit und durch die IT-Technik geprägt worden sind.

Das Buch befasst sich auf über 400 Seiten mit vielen Aspekten des digitalen Lebens und wie dieses – im Gegensatz zu den Nicht-Digitals – im Leben dieser neuen Generation Eingang findet. Das Buch ist weder eine naive Befürwortung noch eine orthodoxe Ablehnung dieses neuen Lebensstils, statt dessen eine recht nüchterne Angelegenheit, die Fakten und Entwicklungen sammelt und aufzeigt. Erst gegen Schluss des Buches wagen sich auch die Autoren in media res, was aber, meiner Meinung nach, nur bedingt gelingt: die eMail-Korrespondenz zum Buch als Hommage an die neuen Medien hätte radikaler oder gar nicht passieren sollen.

Wie dem auch sei, die Kapitel versprechen Spannung: Identitäten, Sicherheit, Qualität, Overload, Lernen und viele mehr haben genug Reizwort-Qualität, als dass man gleich nachschlagen möge, was uns (?) denn da blüht. Manches mag dann sogar ein wenig bekannt vorkommen, um kurz bei der Lektüre darüber zu sinnieren, ob man denn vielleicht zu dieser Generation dazu gehöre oder nicht.

Einige der Kapitel sind in der Tat sehr geglückt. Die Vorstellung, wie Identitäten jetzt schon und in der Zukunft noch in einem viel stärkeren Ausmaß digital beeinflusst und mitbestimmt werden, auch ohne großes eigenes Zutun, ist faszinierend und erschreckend zugleich. Gleichzeitig aber auch eine Aufforderung, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern hier aktiv mitzugestalten und sich bewusst werden, welche online Handlungen welche Auswirkungen zur Folge haben. Diese Aufforderung ist der durchgehende Tenor des Buches: mit Vernunft an die Sache herangehen, nicht verteufeln, aber auch nicht blind alles online stellen und nutzen. Denn nichts ist dauerhafter als der ungewollte Cache im Web.

Sehr schön räumt das Buch daher auch mit allerlei positiv und negativ besetzten Vorurteilen auf. Und das ist schon etwas. Das Buch, welches die digital natives eher belustigend finden werden, ist für alle anderen ein Blick in die Zukunft, die für viele unter uns schon Gegenwart geworden ist. Empfehlenswert, und eine immer größer werdende Gruppe der Gesellschaft umfassender zu verstehen als es bis jetzt geschieht.

Bibliographische Angaben:
John Palfrey & Urs Gasser:
Generation Internet. Die Digital Natives: Wie sie leben – Was sie denken – Wie sie arbeiten

Die Digtial Naitves: Wie sie leben. Was sie denken. Wie sie arbeiten.
Hanser Verlag, München, 2009

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