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Adé Österreichischer Bibliothekartag?

Posted on | November 2, 2011 | No Comments

Der 31. Österr. Bibliothekartag im Oktober 2011 in Innsbruck könnte der letzte gewesen sein. So oder so ähnlich lautet der Tenor, der seit Wochen die Szene beherrscht. Grund: ein Teil der Einnahmen, die zur Finanzierung dieser Veranstaltung benötigt werden und vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung bis dato bereit gestellt wurden, stehen im Rahmen der Budgetkonsolidierung 2012 nicht mehr zur Verfügung. Aus diesem Grunde liegt auf der VÖB-Seite eine online Petition zur Unterschrift auf, die jeder unterzeichnen kann, der den Appell, die Gelder wieder freizugeben, unterstützen möchte.

Interessant scheint mir jedenfalls, dass eine so traditionsreiche Veranstaltung immer noch vom Willen eines Ministeriums abhängt. Mir liegen keine Angaben vor, wie sich das Budget eines Bibliothekartags zusammensetzt (vielleicht könnte das hier von den entsprechenden Fachleuten ergänzt werden), aber es scheint mir fragwürdig, wieso es ein Veranstalter nicht schafft, die notwendigen Budgetsummen dafür aufzubringen. Die Hauptaufwendungen eines solchen Kongresses liegen in der Anmietung von Räumen und Bezahlung der Reisekosten der Vortragenden. Vielleicht wäre es an der Zeit, dass die organisierenden Verbände sich von der Abhängigkeit der Tages- und Budgetpolitik des Bundes lösen. Es ist also nicht in meinem Sinne, an dieser Stelle den Bibliothekartag oder die VÖB oder wen auch immer zu kritisieren, sondern eher eine Aufforderung über die Form dieses Zusammentreffens zu diskutieren. Wichtiger als die Petition ist die Debatte, wie der Bestand dieser Konferenz für die Zukunft gesichert werden kann.

Mit der Analyse der Möglichkeiten zur alternativen Finanzierung ist es nicht getan. Meiner Erfahrung nach ist das jener Bereich, der oft ausgereizt ist. Auf der anderen Seite könnte man sich die Kosten einer solchen Veranstaltung anschauen. Als gelegentlicher Vortragender auf diesem oder ähnlichen Events weiss ich, dass auch hier, was die Seite der Vortragendenkosten betrifft, nicht viel Platz zum Einsparen besteht. Punkte, die diskutierwürdig wären, und zur Beantwortung der obigen Frage beitragen könnten, wären daher:

  • Prüfung der Notwendigkeit einer solchen Konferenz
  • Prüfung des Umfangs
  • Prüfung des Formats

Es sollte kein Tabu sein, über das Bestehende laut nachzudenken und neue Lösungen zu entwickeln. Neue Lösungen bergen neue Chancen. Wir sollten diese “plötzlich eingetretene” Situation als Möglichkeit verstehen. Es gibt genug Alternativen und wir könnten die Initiative an uns reißen, wenn wir selbst gestalten, anstatt auf den Geldsegen “von oben” zu warten. Egal wo diese Diskussion statt findet, wir sollten sie führen.

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Funding Dienst “GivenGain”

Posted on | November 4, 2008 | No Comments

In einem meiner letzten Artikel über die möglichen Folgen der Finanzkrise für Bibliotheken habe ich auch das Thema “Funding” angesprochen. Ein Service, der Projekte, NPOs und deren Ziele vorstellt, aber auch über entsprechende Spendekanäle verfügt, ist GivenGain.

Dieser amerikanische Dienst bietet NPOs die Möglichkeit, ihre Organisation vorzustellen und sich an potentielle Sponsoren und Mäzene zu wenden. Diese haben wiederum die Möglichkeit, ohne großen Aufwand direkt über die Plattform das Geld anzuweisen.

Wie ich finde, zumindest einen Test wert!

[Technorati Tags: Bibliothek 2.0 - ]

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