MBI Blog

eBook: ePortfolio

Posted on | May 31, 2010 | No Comments

Auf Facebook hat die Community es schon entdeckt, aufmerksame Leser meines Blogs haben es am Rande mitbekommen, es steht ein neues eBook zum Download zur Verfügung. Da es heutzutage nicht mehr selbstverständlich ist, erwähne ich es gleich am Anfang: es ist kostenlos und mit dem .pdf-Format auf so gut wie allen mobilen wie nicht-mobilen Geräten lesbar.

Nun aber zum Thema – Gegenstand des eBooks ist ein lang “verfolgtes” Topic von mir, das ePortfolio. Das ist weder eine andere Bezeichnung für meine finanziellen Assets nocht bin ich unter die electronic Arts Künstler gegangen, statt dessen ist es ein Werkzeug meines persönlichen Wissensmanagements und lebensbegleitenden Fortbildung. Das muss man sicherlich erklären, um was es sich im Detail handelt, welche Tools das sind, wie man sie einsetzt etc. Das ist alles im eBook “ePortfolio und Identität” ausführlich beschrieben. Wichtig scheint mir aber, dass das Einsatzprinzip verstanden wird: das systematische Planen, Organisieren, Umsetzen und Steuern meiner Fortbildungsaktivitäten und Wissensressourcen ist deshalb so wichtig und bedarf einer Methode wie dem ePortfolio-Konzept, weil einerseits Fortbildung in unserer Gesellschaft eine immer höhere Priorität einnimmt, andererseits unsere Zeitressourcen nicht unbedingt größer werden.

eBook 'ePortfolio und Identität'

Der zweite Aspekte des eBooks “ePortfolio” klammert das Thema “Identität” mit ein. ePortfolios können als gesammelter Ausweis meines Wissens, meiner Wissensentwicklung, meiner Interessen und meiner “Lebensplanung” (in Bezug auf Wissen) dienen und so die Identität (real wie digital) formen und präsentieren. Je mehr die digitale Welt in unserem Leben bestimmend wird, desto wichtiger wird diese Art der transparenten Identität. Ein durchaus kontroverses Thema, welchem wir aber nicht auskommen (Vogel-Strauß-Politik).

Zum Download geht es hier – über Feedback und Anregungen würde ich mich freuen!

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Identity Management und ePortfolios: Buchrezension

Posted on | January 12, 2010 | No Comments

Das Thema ePortfolio begleitet mich schon lange – hier im Blog wie auch im Studium und in meinen online Seminaren des Web 2.0 Surf Camp (übrigens – das nächste Surf Camp startet in wenigen Tagen!)

Nun habe ich eine interessante Buchausgabe zum Thema gefunden: Identity Management und ePortfolios. Wie der Titel der Dissertation schon andeutet, geht es um den Nutzen von ePortfolios im Rahmen des lebensbegleitenden Lernens und der Gestaltung einer digitalen Identität. Der Autor Stephan Graf entwirft ein Websystem, welches als Schnittstelle zum Austausch von Inhalten von Webanwendungen und individuellen ePortfolios dienen kann. Der Vorteil einer solchen Struktur liegt in seinem dezentralen Charakter. Bisherige ePortfolio Konzepte scheitern daran, dass zentrale Systeme entweder nicht verfügbar oder langfristig betrachtet unerwünscht bzw. unpraktisch sind. Im weiteren Sinne ist ein lebensbegleitendes persönliches Wissensmanagement möglich.

Der Autor liefert eine recht lange Einführung in das Thema Identity Management und ePortfolios. Erst ab Kapitel 4 wird es so richtig interessant, denn da geht es um die Architektur eines interoparablen ePortfolio-Ansatzes. Dann wird jedoch klar, dass es sich hierbei um einen speziellen Ausschnitt aus der Gesamtproblematik handelt: wie kann ein interoperables ePortfolio-System gestaltet werden, dass ein Identitätsmanagement im Sinne einer vertrauenswürdigen Authentifizierung des Users auch über Drittsysteme möglich wird. Die Konzepte werden ausführlich beschrieben.

Bibliographische Informationen:
Identity Management und E-Portfolios

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Lifelong Learning mit ePortfolios

Posted on | May 20, 2008 | No Comments

Im Buch ePortfolios, Handbook of Research von Jafari / Kaufman findet sich neben “Using ePortfolios to Foster Peer Assessment, Critical Thinking, and Collaboration” von Heidi J. Stevenson (Seiten 112-124) ein weiterer, sehr interessanter Artikel: “The Promise of the Student Electronic Portfolio: A Provost’s Perspective” von William M. Plater (Seite 62-73).

In diesem Artikel geht’s im Wesentlichen um Folgendes:

“The development and pervasive adoption of student electronic portfolios have the potential to transform higher education at both the institutional and national sector levels. While much depends on the continued expansion of the ePortfolio’s technological capabilities, its transformative power derives from allowing students, faculty, and institutions to actually do what heretofore they have only imagined: enable each student to have a personally managed, meaningful, coherent, integrated lifelong record of learning that demonstrates competence, transcends educational levels, and is portable across institutions of learning – formal and informal. The ePortfolio is lifelong learning co-owned and co-managed by the individual student”.

Aus diesem Absatz stechen mir ganz besonders folgende Dinge in die Augen:

  • Lifelong learning: das bedeutet auch, dass auch nach einem Leben nach der Uni das ePortfolio als Lern-, Reflexions- und Showcase-Plattform genutzt werden könnte. Hier bekommt das Konzept “Lifelong learning” auch eine archivarische Note: der gesamte Lern- und Entwicklungsprozess wird aufgezeichnet, nicht nur bruchstückhaft innerhalb eines Seminars / Lehrganges, sondern über das gesamte Leben.
  • Personally managed: jeder ist für sein ePortfolio, für die Aktualität, und damit schlußendlich auch für sein Tun verantwortlich. Was im Alltag “normal” und nicht erwähnenswert scheint, bekommt im Zuge von Lifelong learning aber eine andere Note: “jeder ist für seine persönliche Entwicklung selbst verantwortlich”. Damit nimmt man bestimmte Lebensentwürfe implizit auf.
  • Portable across institutions of learning: das ist derzeit Wunschdenken. Ich kann zwar meine Ergebnisse (“Showcases”) anderen zugänglich machen, mein ePortfolio an der Institution X kann ich nicht zur Gänze an die Institution Y übertragen. Dazu müßte nicht nur ein inhaltlich, sondern auch technisch-administrativ die Möglichkeit bestehen, sein ePortfolio zu beherrschen. Das ist derzeit aber, bis auch kostenpflichtige ePortfolio Anbieter, nicht möglich. Damit wird aber auch letztlich der Gebrauch von ePortfolios eingeschränkt: ein ePortfolio als Archiv des lifelong learning ist derzeit nicht absehbar. Data Portability und die Frage nationaler ePortfolio Hosts (“jedem Bürger ein ePortfolio”) sind hier kritische Voraussetzungen.

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Web 2.0 – Posts anderer Blogs

Posted on | May 19, 2008 | No Comments

Hier wieder eine kleine Übersicht weiterer Posts zu Web 2.0 Themen und Tools der letzten Tage:

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ePortfolio und Kollaboration

Posted on | May 6, 2008 | No Comments

Ein Thema, welches mich in letzter Zeit stark beschäftigt, sind ePortfolios. Im Zusammenhang mit Wissensmanagement sind ePortfolios aus zweierlei Richtungen her interessant:

  1. als persönliches Wissensmanagement-Werkzeug (Lernreflexion, Darstellung von Skills und Artefakten)
  2. als Lern- und Kommunikationsumgebung für Gruppen

Während das Erstere auf Hochschulen und in anderen pädagogischen Bereichen schon recht breit e ingesetzt und diskutiert wird, ist das Letztere eher noch in der Entwicklungsphase. Kollaboratives Lernen scheint in unserer Gesellschaft noch nicht so gefragt zu sein.

Ein interessanten Aufsatz zu diesem Thema habe ich im Buch ePortfolios, Handbook of Research von Jafari / Kaufman gefunden: “Using ePortfolios to Foster Peer Assessment, Critical Thinking, and Collaboration” von Heidi J. Stevenson (Seiten 112-124).

In dem Beitrag geht es um Folgendes (hier der Abstract):
An EPortfolio is frequently een as a space for ecelctronially compiling and storing student work. After completing asignments, students generally submit their ePortfolio to an instructor, prospective employer, or other assessor. This chapter questions if the typical use of ePortfolios could be modified to create to encourage students (elementary school through graduate school) to engage in critical thinking, and provide feedback to their peers.

Was Stevenson hier vorschwebt, ist also nicht ein reines Assessment und Showcase ePortfolio, sondern ein Tool, welches die Peers auffordert, die Arbeiten der Anderen zu begutachten, kritisch zu hinterfragen und wertvolles Feedback zu leisten. Dies böte die Chance, kritisches Lesen zu entwickeln und über die Refexion zu weiteren Lerneffekten zu kommen. Für die Begutachteten bedeutet das auch, dass sie ihre Arbeiten / Gedankengänge von verschiedensten Seiten ausgeleuchtet bekommen – etwas sehr seltenes.
Dies setzt aber engagierte und wissende Peers voraus, was durchaus nicht immer der Fall ist (denken wir z.B. an das Unternehmen, in dem wir arbeiten). Daher wird auch die Rolle des Trainers betont: er gibt klare (Lern-)Ziele vor, aber auch Bewertungsmaßstäbe und Feedback zur Peer Review selbst.

In diesem Rahmen scheint mir interessant, welche Möglichkeiten ePortfolios in einer Wissensumgebung wie die einer Unternehmung bieten. Sind diese mit akademischen ePortfolio-Szenarien vergleichbar? Ein Thema, das in Zukunft noch Schlagzeilen machen wird…

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