MBI Blog

Python 3 [Buchrezension]

Posted on | June 18, 2013 | No Comments

Im Zuge von kleinen Programmier-Projekten (hier eine Aufmunterung) habe ich mich mit Python beschäftigt, und es hat recht Spaß gemacht. Nicht das alles Spaß machen muss, aber gewöhnlich ist das Erlernen einer Programmiersprache nicht immer ein Ding der Freude. Ein Mitgrund für das angenehme Lernen und Vorankommen war sicherlich, neben den üblichen Web-Quellen, der Titel “Python 3” von Michael Weigend.

screen-capture

Das Buch, eigentlich ein Kompendium mit rund 800 Seiten, ist etwas, was ich während meiner Programmierarbeiten dauernd am Schreibtisch liegen hatte. Zum einen, weil ich Python-Anfänger bin, zum anderen, weil es mir verläßlich weitergeholfen hat. Und um das geht’s! Obwohl ich auf meinem Rechner Python 2.6 installiert habe und entsprechend in dieser Version meinen Code geschrieben habe, war dieses Buch (“Python 3″) sehr hilfreich: es bietet einen voll-umfassenden Einstieg in die Python-Welt und baut schön langsam, aber systematisch vom Fundamentalen ins Komplexe auf. Neben den “Basics” wie Datentypen, Kontrollstrukturen, Ein- und Ausgabe, Klassen und Funktionen gibt’s Kapitel zum Objektorientierten Modellieren, zur Gestaltung von grafischen Benutzeroberflächen, String-Manipulation und Internet-Programmierung.

Die Inhalte sind nicht nur sehr übersichtlich gestaltet, sondern mit zahlreichen Beispielen gespickt. Um ein nachhaltiges Lernen zu ermöglichen, sind am Ende jeden Kapitels einige Übungen zum Ausprogrammieren von Problemen gegeben – und natürlich auch die entsprechenden Musterlösungen (auf CD).

Für mich ist das Buch derzeit in Kombination mit Internet-Quellen ein unverzichtbarer Helfer und fixer Bestandteil meines IT-Handapparates.

Bibliographische Angaben hier bzw. hier.

Comments

Buchrezension: Der Master Switch

Posted on | June 28, 2012 | No Comments

Heute möchte ich ein Buch besprechen, auf welches ich – unwissentlich – schon länger gewartet habe. Mediengeschichte ist ein äußerst anregendes Thema, und hier kann ich nicht genug Bücher zwischen die Finger bekommen. Der neueste Titel, den ich lesen durfte, handelt über die moderne Mediengeschichte. Weniger um die Technologie selbst, sondern um die Durchsetzungskraft der dahinter stehenden Medien- und Technologiefirmen.

Tim Wu versteht es in “Der Master Switch: Aufstieg und Niedergang der Informationsimperien” die Zusammenhänge und Mechanismen des kapitalistischen Systems im Bereich der Medien anschaulich zu dokumentieren. Die Wurzeln der von Wu behandelten Medien reichen bis in die Anfänge der Neuzeit zurück. Besonders werden Hörfunk, Telefonie, Film, Fernsehen, Kabelfernsehen und letzlich das Internet (siehe auch John Battelle: Die Suche) in eine in sich verwobene Geschichte gebracht, die Geschichte und Strategien von Unternehmen wie Western Union, AT & T, Bell und Paramount im Detail analysiert.

Das Buch ist dann besonders spannend, wenn man sich der Auswirkungen von strategischen Managemententscheidungen für das weitere Unternehmensschicksal gewahr wird. Am Ende des Buches sieht man Strukturen in der heutigen Medienlandschaft, die einem früher verborgen oder nicht so klar waren. Das ist der große Erkenntnisgewinn. Ein großes Plus zum Unterhaltungswert des Titels.

[bibliographische Angaben finden sich im Link zum Buch]

Comments

Buchrezension: Geheimnis SEO

Posted on | June 20, 2012 | No Comments

Habe gerade ein recht neues Werk aus dem Themengebiet “Suchmaschinenoptimierung” fertig gelesen. Der Grund hierfür war ein Update zu bekommen, ob ich etwas Wesentliches trotz Web-Monitoring meiner SEO-Quellen übersehen habe. Kurzum: dem ist nicht so.

Geheimnis SEO

Das Büchlein von Dirk Schiff, Geheimnis SEO: Tipps, Tricks und Know-how aus der Praxis eines erfahrenen SEO-Experten, ist überraschend überschaubar gehalten. Anstatt ein Kompendium von einer halben Tausend Seiten abzuliefern, bringt der Autor das Wichtigste auf den Nenner. Kurz und bündig, was meist nicht schlecht ist. Durch diese Art der Wissensvermittlung verliert sich der Anfänger in Sachen SEO nicht in kleinen Details und erhält den großen Überblick. Man gewinnt den Eindruck, das Buch könnte als eine Art Checkliste fungieren. Ich denke, das ist auch ein Plus für den Start in ein Suchmaschinenoptimierungsprojekt.

Durch die Kürze ist, wie angedeutet, der Detailgrad nicht immer wie man es sich wünschen würde, zumindest aus der Sicht eines langjährigen SEO-Praktikers. Die Infos sind aber alle recht aktuell, die Screenshots schon aus 2012.

Ich würde dieses Buch Neulingen empfehlen, die sich in dieses Themengebiet wagen. Es ist gut strukturiert, übersichtlich gestaltet und mit vielen Screenshots versehen. Links und Software-Tipps gibt es jede Menge. Wer sich hier allerdings konkrete Anleitungen à la 1 bis 10 erwartet, um garantiert unter die Top 10 bei Google zu kommen, sollte das Buch gleich zwei mal lesen: in der Suchmaschinenoptimierung gibt es keine Garantien, und Patentrezepte, die für alle gelten, schon gar nicht. Denn nur die ersten 10 haben Platz auf der ersten Seite…

[bibliographische Angaben erhalten Sie über den Link oben]

Comments

Publush als Finanzierungsplattform für Autoren

Posted on | June 11, 2012 | No Comments

Ähnlich wie Kickstarter bietet Publush die Möglichkeit, sich über die Community für interessante Kunstprojekte Investionskapital zuschießen zu lassen. Kickstarter ist mittlerweile recht erfolgreich und bietet eine Alternative zu Bank und den klassischen Risikokapital-Gebern.

Autoren können einen Auszug und eine Art Exposé auf Publush publizieren. Interessieren sich mehr als 1.000 potentielle Leser dafür, geht das Buch in Druck. Eine Chance, sich schon früh bei Lesern einen Namen zu machen.

Link: Publush

Comments

Book Genome Project

Posted on | September 1, 2011 | No Comments

Ein interessantes Projekt versucht den “Buch-Gencode zu enträtseln” und so einfacher durchsuchbar zu machen. Das Book Genome Project zerlegt Werke in ihre Einzelteile und untersucht die Beziehungen der darin vorkommenden Personen und Objekte. Es geht aber noch weiter, denn es versucht zu verstehen, warum und wie ein Buch auf dem Buchmarkt erfolgreich sein kann. Daher stehen auch Faktoren im Lichte der Untersuchung, die auf die Besonderheiten von erfolgreichen und nicht erfolgreichen Büchern hindeuten.

Laut der Forscher hinter dem Projekt hat jedes Genre eine ganz typische Mischung aus den Dimensionen Sprache, Geschichte und Charaktere. Die Genre-typische Mischung wird analysiert und ein Muster der Buch-DNA angelegt. Dies kann z.B. auf BookLamp studiert werden. Das interessante bei BookLamp ist, dass es basierend auf der Buch-DNA ähnliche Bücher findet.

Comments

BookDrift: Playlist eigener Texte

Posted on | August 29, 2011 | No Comments

Ein “neues” Buchkonzept liefert BookDrift für angehende Autoren oder solche, die gerne ihre Lieblingstexte als Buch zusammenstellen wollen. BookDrift ist zwar noch in private Beta, das Video auf deren Startseite erklärt aber die Grundidee.

Buchmaterial bleibt dabei nicht nur digital, sondern wird auch als “Ganzes” (Buchcover, Inhaltsangabe, Inhalt etc.) gedruckt und versendet. BookRiff bietet aber auch den Vertrieb von Werken an. Ähnliches im Bereich BoD bietet Lulu.

Comments

Buchrezension: e-Books mit ePUB

Posted on | March 1, 2011 | 1 Comment

Ein sehr empfehlenswertes Buch habe ich in den letzten Tagen studieren dürfen: “E-Books mit ePUB“. Wie der Titel schon andeutet, die 500 dicht beschriebenen Seiten drehen sich um das Thema “e-Books” und wie sie im gebräuchlichsten Format ePUB publiziert werden können.

Das Buch von Victor Wang, selbst ein erfahrener Mann aus dem Verlagsgeschäft, ist sehr schön aufgebaut und sowohl für den absoluten Laien in Sachen e-Publishing als auch für den Profi interessant. Für mich bot das Buch sehr viele neue Einblicke in den manchmal komplex anmutenden Ablauf von einem (typischerweise Word-) Manuskript zu einem e-Book Reader fähigen Dokument im ePUB-Format.

Die Inhalte konzentrieren sich auf vier Bereiche:

  • e-Publishing: Grundlagen wie e-Book Formate, Reader, digitales Rechtemanagement, die Erstellung eines e-Books mit dem Mobipocket Creator
  • XML-Grundlagen: Technologien für die e-Book Gestaltung (XML, DC, MIME, CSS …), das WordML Format, und XSLT
  • ePUB: alles Wissenswerte zu diesem Standard, Bestandteile (OPF, OPS, OCF)
  • ePUB in der Praxis: also wie erstellt man ein eBook?

Was mir sehr gut gefallen hat, war die schrittweise Einführung in ein Thema, das Erklären von Technologien und Sprachen, die später in der Praxis nicht immer, aber sehr oft im Publikationsprozess notwendig sind. Auch fand ich die Überblicksdarstellung von Formaten, Readern und deren technische Hintergründe sehr brauchbar, denn erst so konnte ich die manchmal undurchschaubare Praxis des e-Publishing verstehen lernen.

Insgesamt eine sehr große Empfehlung von mir – vor allem für jene, die auch eigene Werke in Selbstregie einmal ohne Verlag als e-Book online anbieten wollen. Für Verantwortliche in Bibliotheken sowieso ein Muss…

Bibliographische Angaben:

e-Books mit ePUB. Von Word zum e-Book mit XML
Victor Wang
Mitp Verlag, 2011

Comments

User stories: Effizientes Programmieren

Posted on | July 20, 2010 | No Comments

Dieser Band hat mich schon vor seinem Erscheinen interessiert – für die Gestaltung von Nutzerfreundlichen, aber auch gebrauchsfähigen Webseiten und Applikationen benötigt man Methoden, die über ein schlichtes Entwerfen hinaus gehen.

User Stories beschreibt so einen Ansatz. Zunächst gilt es abzugrenzen: es handelt sich nicht um Usability (siehe hier) – das hat was mit Nutzertests zu tun; und es ist auch nicht eine Abwandlung der Persona-Technik (siehe hier) – das ist die Gestaltung von fiktiven Nutzervertretern, deren Eigenschaften und Ticks man beim Design von Webseiten und Apps berücksichtigt. Nein, user stories hat einen anderen Zugang.

Eine User Story beschreibt eine Funktionalität, die für den Nutzer oder den Käufer von Bedeutung ist. Dies ist zum einen eine schriftliche Beschreibung (der wichtigsten Bestandteile) für die spätere Doku, zum anderen Gespräche über die Details, und letztlich die Tests, die alle Details vermitteln sollen. Die Aufzeichnung einer User Story findet sich auf einer Karteikarte (“story card”). Somit besteht ein Web-Projekt aus vielen User stories, die beschrieben, besprochen und bestätigt werden. Diese dienen auch der leichteren Priorisierung der Funktionen als auch der zielsicheren Planung des Projektumfangs.

Vielleicht der größte Unterschied zu klassischen Projektvorgehenesweise Pflichtenheft-Umsetzung-Abnahme ist die dauerhafte und immerwährende Einbindung der Kunden in die Abläufe. Das verlangt einen hohen Grad der Motivation beim Kunden (Personal und Ressourcen einzusetzen), garantiert aber die kundenkonforme Programmierung des Endproduktes.

Das vorliegende Buch gibt einen Schritt-für-Schritt Einblick in die Methode der Programmierung mit Hilfe von User Stories. Zusammenfassungen, Tipps und Beispiele aus der Praxis runden jedes Kapitel ab. Ein ganzer Abschnitt ist einem durchgängigem Beispiel gewidmet, welches das Theoretische der vorhergegangenen Seiten nochmals erklärt und abrundet.

Bibliographische Angaben:
User Stories: Für die agile Software-Entwicklung mit Scrum, XP u.a

Comments

Photoshop Elements 8 Workshops

Posted on | July 6, 2010 | No Comments

Die preisgünstige Variante der auch bei Privaten beliebten Fotobearbeitungsoftware “Adobe Photoshop”, Photoshop Elements, ist Gegenstand dieses übersichtlichen Lehrbuches. Und damit ist auch schon der Inhalt im Groben umrissen: die Beschreibung der Programmfunktionen und des Interface, die Darstellung der zahlreichen Funktionen anhand konkreter Beispiele und die im Übermaß vorhandenen Illustrationen und Screenshots.

Abschnitt für Abschnitt werden Tipps und Tricks im Umgang mit Photoshop Elements gezeigt und erklärt und so leicht nachvollziehbar gemacht. Man sollte sich aber nicht täuschen lassen, das Durcharbeiten des Buches kostet einige Zeit, will man die Beispiele auch selbst ausprobieren: auch wenn Photoshop Elements eine Light-Version von Photoshop ist, die Mannigfaltigkeit an Funktionen ist dennoch gewaltig. Wem dies immer noch zu wenig ist, der kann ja später auf Photoshop umsteigen, ohne das Wissen aus diesem Buch ad acta legen zu müssen. Denn beide Programme sind auf einander abgestimmt.

Das Buch ist im MITP Verlag erschienen und ist durchgehend farbig gestaltet. Es ist außerordentlich gut gegliedert und übersichtlich gestaltet. Ein Schwerpunkt ist die Bildkorrektur, die Retusche und der Abschnitt über die Farbenlehre. Eine Übungs-CD ist inkludiert.

Bibliographische Angaben: Adobe Photoshop Elements 8 Workshops. Organisation, Bildbearbeitung, Präsentation

Comments

Informationsdesign: Buchrezension

Posted on | June 3, 2010 | No Comments

Dieser schöner Band, den ich im Regal der Fachhochschulbibliothek Dornbirn gefunden habe, beschäftigt sich – wie der Name schon sagt, mit Informationsdesign. Informationsdesign ist eine recht junge Disziplin, und daher an allen Ecken und Enden offen und nicht definiert. Genau das versucht der Herausgeber und die vielen Autoren der einzelnen Abschnitte – zu informieren, was Informationsdesign eigentlich ist, woraus es besteht, und wo andere Wissenschaften und Künste andocken.

Informationsdesign

Klar, dass ein solches Buch sich sowohl mit den Basics als auch mit den Randgebieten des Fachs beschäftigen muss. Die Geschichte des Informationsdesign als auch das Berufsbild des Informationsdesigners geben erste Einblicke darüber, dass es sich hierbei nur zum Teil um ein visuelles Gewerbe dreht. Vielmehr geht es um die verständliche Aufbereitung und Darstellung von Information.

Drei Themen sprechen mich in diesem Band besonders an: Informationsarchitektur, Usability-Engineering, und Informationsdidaktik. Alles Bereiche, die irgendwo in meinem Tätigkeitsbereich liegen. Alle drei Kapitel geben einen Überblick über das jeweilige Arbeitsfeld – um Inhalte aufzuzeigen, aber auch um wiederum abzugrenzen. Für Fachleute auf diesen Gebieten ist das sicherlich fad, für Designer, die damit noch wenig Berührung hatten, aber ein schöner Einstieg. Informationsvisualisierung, Usability-Testmethoden, eLearning Software werden aber auch aus der Praxis heraus beschrieben und ihr Einsatz aufgezeigt.

Bibliographische Angaben:
Kompendium Informationsdesign

Comments

“Buch” im Zeitalter mobiler Geräte

Posted on | May 18, 2010 | 2 Comments

Wenn ich wieder einmal mit Studenten und Bibliothekaren in einem meiner Seminare zur Zukunft der Bibliothek diskutiere, fällt oft das Argument, eBooks seien kein vollwertiger Buchersatz. Warum? Das Haptische würde fehlen, das Blättern, das Lesezeichen, der Umschlag etc. Im Grunde also Eigenschaften, die sich auf das Trägermedium beziehen. Durch das Trägermedium ist aber auch die Funktion vorgegeben, also das Lesen von vorne nach hinten (oder anders rum, in anderen Sprachen), das lineare Lesen, das Folgen einer strikten Leseanweisung.

In Techcrunch habe ich einen Artikel gefunden, der meine Meinung teilt: das Lesen so wie wir es kennen wird sich verändern, und dabei die Frage des Trägermediums zu einer Nebensache werden. Andere Träger, andere Funktionen, oder so ungefähr. Der Autor des erwähnten Artikels meint zum Lesen auf mobilen Geräten: “There are literary techniques, there will be iPad techniques”. Und damit meint er: das “Buch” nicht als Buch sehen, sondern als App(lication). Damit ergeben sich vielfältige Funktionen, die ein Buch nie aufweisen kann. Oder wie der Autor betont: damit werden Bücher für eine neue Generation von Lesern bereitstehen, die unmöglich sein werden, gedruckt zu werden. Eine neue literarische Sorte entsteht.

Comments

Verlage werden umgangen…

Posted on | March 2, 2010 | 1 Comment

Ein interessantes Beispiel, wie Verlagen demnächst ein anderes Problem blüht: Autoren schließen Verträge direkt mit dem Vertrieb ab – so geschehen zwischen Amazon und Beststeller-Autor Stephen Covey. Die NY Times berichtete, dass Covey in dem Deal ein westentlich höheres Autorenhonorar erhält als bei normalen Verträgen. Amazon zahlt 50% der Erlöse an Covey. Für beide eine win-win-Situation – sonst hätte Amazon dem Verlag 50% überwiesen. Da werden sich Verlage was einfallen müssen…

Comments

Identity Management und ePortfolios: Buchrezension

Posted on | January 12, 2010 | No Comments

Das Thema ePortfolio begleitet mich schon lange – hier im Blog wie auch im Studium und in meinen online Seminaren des Web 2.0 Surf Camp (übrigens – das nächste Surf Camp startet in wenigen Tagen!)

Nun habe ich eine interessante Buchausgabe zum Thema gefunden: Identity Management und ePortfolios. Wie der Titel der Dissertation schon andeutet, geht es um den Nutzen von ePortfolios im Rahmen des lebensbegleitenden Lernens und der Gestaltung einer digitalen Identität. Der Autor Stephan Graf entwirft ein Websystem, welches als Schnittstelle zum Austausch von Inhalten von Webanwendungen und individuellen ePortfolios dienen kann. Der Vorteil einer solchen Struktur liegt in seinem dezentralen Charakter. Bisherige ePortfolio Konzepte scheitern daran, dass zentrale Systeme entweder nicht verfügbar oder langfristig betrachtet unerwünscht bzw. unpraktisch sind. Im weiteren Sinne ist ein lebensbegleitendes persönliches Wissensmanagement möglich.

Der Autor liefert eine recht lange Einführung in das Thema Identity Management und ePortfolios. Erst ab Kapitel 4 wird es so richtig interessant, denn da geht es um die Architektur eines interoparablen ePortfolio-Ansatzes. Dann wird jedoch klar, dass es sich hierbei um einen speziellen Ausschnitt aus der Gesamtproblematik handelt: wie kann ein interoperables ePortfolio-System gestaltet werden, dass ein Identitätsmanagement im Sinne einer vertrauenswürdigen Authentifizierung des Users auch über Drittsysteme möglich wird. Die Konzepte werden ausführlich beschrieben.

Bibliographische Informationen:
Identity Management und E-Portfolios

Comments

Buchrezension: Die neuen Marketing- und PR-Regeln im Web 2.0

Posted on | December 24, 2009 | 2 Comments

Über dieses Buch wollte ich schon länger schreiben und hatte erst jetzt die Zeit gefunden. Wie auch immer, es ist besser, man liest es früher als später. Denn es ist, um es vorwegzunehmen, ein sehr brauchbares Werk, sowohl für Marketing-Neulinge und Do-it-your-self Persönlichkeiten als auch für im Marketing Tätige. Eine kurze Einführung bietet aber auch das 2008 erschienene, kostenlose eBook “PR 2.0″.

Kommen wir zunächst zum Inhalt. Anstatt sich wie andere Bücher aus diesem Themenkomplex ausschließlich auf die Technik zu stürzen und uns zum x-ten Mal zu erklären, was ein Blog ist, beginnt Scott mit den Schwächen konventioneller Marketing und PR-Strategien und Denkweisen. Das ist insofern interessant, weil wir hier den Unterschied zwischen neuen und alten Methoden verstehen lernen. Was nicht heißt, dass alte Methoden völlig überholt sind, aber sie sind in spezifischen Situationen angebrachter und viel erfolgversprechender.

Somit kommt Scott nun zu den neuen Regeln für Marketing und PR, die durch die Verbreitung von Web 2.0 Anwendungen und das Nutzerverhalten im Web entstanden sind. Dazu gehört auch der “Long Tail”, der sich genauso aus der Welt des eCommerce ins Marketing und PR übertragen läßt. Eines der vorzüglichen Seiten des neuen Web ist die Möglichkeit der direkten Kontaktaufnahme mit einer Vielzahl von Kunden und Interessensgruppen. Scott geht dabei auch auf das Thema der User-Personas ein.

Ich wollte jetzt nicht den Eindruck erwecken, Scott behandle Technologien nicht oder läßt Themen wie Blogs außer acht. Nein, aber er bettet sie stets in einen praktischen Kontext, will heißen, er schreibt, wozu sie im Marketing und PR taugen und wie man dies anstellt, dass es Sinn macht, solche Tools zu nutzen.

Weitere Bereiche, die Scott anspricht, sind Communities und deren Management, News Releases, und das fast schon selbst viral gewordene Thema “virales Marketing”.

Nun wird’s praktisch, denn Scott widmet gut die Hälfte seines Buches der Frage: “Wie mache ich es richtig, und zwar von Beginn an?” Ein Mehr-Punkte-Programm folgt, auf gut 200 Seiten vollgespickt mit Tipps, Übungen, einem roten Faden für die eigene Marketingstrategie (siehe auch: eBook “Bibliotheksmarketing“) als auch Conversion, die hohe Schule des Verkaufsprozesses.

Trotz meiner Jährchen im Web ist dieses Buch ein reicher Ideengeber gewesen und ist es immer noch. Es ist so voll mit Tipps, dass ich das Buch immer wieder aufschlage und kreuz und quer lese, um das eine oder andere aufzuschnappen. Eine ernsthafte Empfehlung für alle, die sich mit dem Thema Online Marketing und PR beschäftigen wollen / müssen.

Bibliographische Hinweise finden Sie hier: Die neuen Regeln für Marketing und PR im Web 2.0 – Wie Sie im Social web News Releases, Blogs, Podcasting und Virales Marketing nutzen, um Ihre Kunden zu erreichen

Wer einen Blick ins Buch werfen möchte, kann dies direkt beim Verlag machen – hier der Link!

Comments

Design it yourself – eine Buchrezension

Posted on | December 16, 2009 | No Comments

Schon seit langem eines meiner liebsten Bücher zum Thema “Design”, verspricht D.I.Y eine lange Reihe an Ideen, Vorschlägen und Tipps, wie man seiner eigenen Kreativität auf die Sprünge helfen könnte. Mir gefällt das Buch erstens, weil es kein abgehobenes Künstler-Werk ist, sondern ein Praxisbuch für mich und dich. Es liefert viel Know-How, wie man zum eigenen Logo kommt, wie man etwas aufmöbelt, oder was es eigentlich alles an tollen Design-Möglichkeiten gibt.

Für 14 Euro ein wahres Schnäppchen. Das Buch ist ordentlich gebunden und hat auch ein feines Format. Ich habe mein Exemplar Anfang 2007 aus London mitgebracht, und ich nutze es immer wieder auch heute noch.

Das Buch ist nach den Objekten, die es zu gestalten gibt, gegliedert – vom Blog zum Flyer hinüber zur Haushaltsware bis zur Wandtapete ist alles dabei.

Mehr Info dazu auch: D.I.Y.: Design It Yourself: A Design Handbook

Comments

Bücher backen: BookOven

Posted on | September 15, 2009 | 2 Comments

Eine weitere Plattform (siehe auch BooksOnDemand) zur Erstellung und Publikation von Büchern und Texten ist die Plattform BookOven. Diese noch für die Öffentlichkeit geschlossene Webseite bietet in Zukunft die Möglichkeit, eigene Text zu veröffentlichen, um diese von anderen verbessern zu lassen – stilistisch und grammatikalisch. BookOven ist damit auch ein Review-Service für angehende Autoren.

In Zukunft werden diese Texte also auch eine erste Kostprobe für Verlage darstellen und eine schöne Möglichkeit der Talentsuche abgeben.

Comments

Lonely Planet geht auch neue Wege

Posted on | August 6, 2009 | 2 Comments

Als Reisefan kennen Sie sicherlich die Reiseführer von Lonely Planet. Bei mir stapeln sich die Bücher im Regal, und ich muss gestehen, ich habe mehr Reiseführer als ich in den jeweiligen Ländern war. Die Bücher sind übersichtlich und informativ, und da blättere ich gerne schon mal einfach so am Abend in solchen Guides.

Lonely Planet hat aber auch ein sehr beeindruckendes Portal, welches sich – nicht verwunderlich – mit Reisen beschäftigt: neueste Hinweise für Destinationen, ein Community-Bereich für alle Reisenden, Blogs, RSS-Feeds, Trip-Planer, Hostelsuche, Reiseutensilien, Bildergallerien und Nationen-Hardfacts.

Auch ein Online Shop gehört dazu, und dieser ist nicht nur ein großes Buchregal zum Aussuchen, sondern er hat teilweise Produkte, die in keinem anderen Shop, der Lonely Planet Guides vertreibt, zu finden sind:

  • einzelne Kapitel eines Bandes als kostenpflichtigen pdf-Download
  • Länderpakete wie Landesführer, Sprachführer und ein Taschenbuch zu einer Metropole im jeweiligen Land
  • Lonely Planet Reisemagazin
  • und City Guides für das Mobiltelefon (Sony Ericsson und iPhone)

Lonely Planet Bücher und andere Produkte gibt es in mehreren Sprachen, wobei Englisch eindeutig dominiert. Deutsche Versionen sind bei fast allen Guides verfügbar.

Comments

Dominik Ruisinger: Online Relations

Posted on | January 16, 2008 | No Comments

‘Online Relations’ ist ein einführendes Buch zum Thema Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Web. Es ist ein Praxis-orientiertes Werk, welches sind weniger an den/die Online PR-Fachmann/Fachfrau wendet, sondern an alle, die in welcher Form auch immer das Image eines Unternehmens aufbauen bzw. beobachten.

Das Buch besteht aus einführenden Beiträgen zu den einzelnen Abschnitten sowie interessanten Artikeln von Gastautoren. Die Themen kreisen um

  • Grundlagen von Online Relations
  • der eigene Internet-Auftritt
  • Medienarbeit im Netz
  • Kommunikation per e-Mail
  • social Networking

Der ‘natürliche’ Nachteil eines solchen Buches ist oft die rasche Verderblichkeit des Inhalts. Will meinen: viele Informationen zu Diensten und Techniken können relativ schnell obsolet werden. In Fall von ‘Online Relations’ ist dies aber geschickt vermieden worden: es werden weniger einzelne Werkzeuge beschrieben (obwohl einige exemplarisch genannt sind), sondern vielmehr dahinter liegende Prinzipien und Methoden eingehend erläutert.

In Summe ein schönes, gut zu lesendes und übersichtliches Buch zum Thema ‘Online Relations’. Empfehlenswert für den Einsteiger.

Dominik Ruisinger: Online Relations. Leitfaden für moderne PR im Netz.
Schäffer-Poeschel Verlag Stuttgart, 2007
ISBN 978-3-7910-2627-5

Comments

  • draußen, nicht im Netz

  • RSS Feed & Abo

  • Privacy

  • eBook ‘e-Portfolio’

    eBook ePortfolio & Identität
  • Seiten

  • Disclaimer

    Copy rights
    You are free: to copy, distribute, display, and perform the work to make derivative works under the following conditions: Attribution. You must give the original author credit; Noncommercial. You may not use this work for commercial purposes; Share Alike. You may not alter, transform, or build upon this work For any reuse or distribution, you must make clear to others the license terms of this work. Any of these condition can be waived if you get permission from the author.


    Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich. Aufgrund der sich ständig verändernden Inhalte bei Kommentaren ist es dem Betreiber nicht möglich, alle Beiträge lückenlos zu sichten, inhaltlich zu prüfen und die unmittelbare aktive Kontrolle darüber auszuüben. Es wird keine Verantwortung für den Inhalt, die Korrektheit und die Form der eingestellten Kommentare übernommen. Gesetzeswidrige Informationen werden unverzüglich entfernt, sobald die Betreiber oder die Administratoren Kenntnis von ihnen erlangt haben. Es werden auf der gesamten Domain keine Aufzeichnungen über das Besucherverhalten durchgeführt.
  • Switch to our mobile site