Semantic Web, eine potentielle Spielwiese für BibliothekarInnen
Posted on | May 28, 2009 | 1 Comment
Im Rahmen eines Seminars (Informations- und Wissensmanagement, MSc Library and Information Studies) in Wien wurde unter anderem das Thema der Wissensordnung angesprochen. Neben den üblichen, manuellen Verfahren zur inhaltlichen Erschließung im Web (z.B. Tagging, Directories, Social Bookmarking, etc.) versucht die Community auch automatisierte Systeme zur Verfügung zu haben.

Diese werden ja landläufig mit einem “Semantic Web” in Zusammenhang gebracht. Ziel ist das einfachere, intuitivere und treffsicherere Auffinden von Information sein. Dass das kein leichtes Unterfangen ist, zeigt die schon lang angekündigte, immer noch auf sich wartende Revolution im Bereich semantischer Suche. Darüber gibt’s auch einiges im Buch “Good Tags – Bad Tags” zu lesen.
Ein gutes Beispiel ist Powerset, dass sich im Graubereich der semantischen Suche bewegt. Das Neuartige hier ist, dass wir mit natürlicher Sprache die Suchmaschine ansprechen können. Dass der Dienst trotzdem limitiert ist, zeigt sich schon an den Quellen, die es durchsucht.
Andere Dienste zeigen bestenfalls Ansätze, so wie Clusty oder Lexxe. VocabGrabber erhellt die Community mit semantischer Hingabe und liefert einen visuellen Thesaurus, der auch eine ‘automatische’ Zuordnung zu Wissensgebieten vollzieht. Evri bietet auch das Ausweisen von Relationen an, während Swoogle für das Auffinden vorhandener Ontologien eine Möglichkeit bietet.
Auf dem Gebiet der semantischen Suche gibt es noch enorm viel zu tun, und da sollten sich BibliothekarInnen gut einbringen können. Motto: nicht alles den TechnikerInnen überlassen! Ein interessanter, wenn schon zwei Jahre alter Titel ist “Semantic Web. Wege zur vernetzten Wissensgesellschaft“.




