Blick in die Regale: C3-Bibliothek
Posted on | November 17, 2011 | No Comments
Ich hatte das Vergnügen, im Rahmen eines Workshops zur Website-Konzeption, einen ausgiebigen Blick in die recht neue Bibliothek “C3″ in Wien zu werfen. “C3″ steht für Center Sensegasse 3 und ist ein örtlicher Zusammenschluss der voneinander unabhängigen Bibliotheken ÖFSE (Entwicklungszusammenarbeit und -politik), BAOBAB (pädagogische Fachbibliothek und Medienstelle) und Frauensolidarität (Frauen und Dritte Welt). In Zukunft könnte auch die Bibliothek des Lateinamerika Instituts Teil der C3-Bibliothek werden.
Die Bibliothek ist sehr modern eingerichtet, macht einen äußerst attraktiven Eindruck und wäre für mich auch ein idealer Ort um zu arbeiten. Literatur ist im Freihandbereich aufgelegt, viele Arbeitsplätze mit Internet-Anschluss sind vorhanden, und natürlich auch das eine oder andere bequeme Sofa steht bereit. Ich kannte die Bibliothek bis dato gar nicht, kann sie aber nach meinem Tag hier als Arbeitsort sehr empfehlen – ruhig, modern und durch ein sehr sympathisches Team bestens betreut.
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Bibliothek: Mein mobiles Großraumbüro
Posted on | July 28, 2010 | 5 Comments
Ich habe schon öfters über Zukunftskonzepte von Bibliotheken geschrieben, gesprochen und gelehrt. Heute möchte ich meine Meinung zu diesem Thema aus meiner Praxis-Sicht darstellen: ja, ich arbeite recht oft in Bibliotheken (bevorzugt in der FH Dornbirn Bibliothek) – nicht nur im Rahmen meiner Fortbildung, sondern für alle meine Office-Agenden.

Die Vorteile liegen für mich auf der Hand:
- ich habe zwanzig verschiedene Tische zur Auswahl, es kommt keine Ermüdung durch Gewöhnung auf
- ich habe sogar ein großes Sofa in der Bibliothek, das ich zuhause nicht habe
- ich trenne “Arbeit” und “Privat” durch die örtliche Veränderung leichter; die Decke in der Bibliothek ist einfach “höher”
- in der Bibliothek wird man nicht verleitet, ständig andere Dinge zu tun (aufräumen, essen, irgendetwas im Haushalt reparieren), sondern bei der Sache zu bleiben (naja, bei der großen Bücherauswahl ist das auch nicht immer leicht)
- ich habe Internet und Strom (für mobile User nicht immer so selbstverständlich, gerade der Stromstecker ist oft, erstaunlicherweise, ein Problem)
- keine fünf Meter weiter habe ich den direkten Zugang zu tausenden relevanten Büchern und natürlich zu den elektronischen Medien, die nur vor Ort zugänglich sind
- außerdem habe ich MitarbeiterInnen, die ich nicht bezahlen muss: das Bibliothekspersonal als Pausengesprächspartner und Informationsdienstleister
- schließlich könnte ich hier auch auf die gesamte Hardware, die ich selbst nicht anschleppen will, zugreifen: Scanner, Drucker, Kopierer, Kaffeeautomat, andere PCs, Beamer
- erstaunlich: in der Bibliothek ist es noch leiser als bei mir zuhause (Kinder der Nachbarn, Baustellen rund um das Haus, etc.)
- und ganz wichtig: es sind auch andere Nutzer da, mit denen man zumindest Augenkontakt austauschen kann
Die 5 min Radweg zur Bibliothek nehme ich dann gerne als zeitliche Investition in Kauf. Die Bibliothek als Office für Berufstätige, das gefällt. Nur noch längere Öffnungszeiten (früh morgens, Wochenende) wären für mich der Hit!
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