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Bibliotheken in Diensten von Google?

Posted on | November 12, 2013 | No Comments

Google und andere Größen im Web-Geschäft haben derzeit nicht den besten Ruf – zumindest was den Umgang mit Nutzerdaten angeht. Die Tiefe der Profile einzelner User ergibt sich vor allem aus dem weiten Netz, den es Google & Co gelingt, über das gesamte Web zu spannen. Dieses Netz besteht aus einer Vielzahl von Kooperationspartnern, die Nutzerdaten an Google weiterleiten – ob bewußt oder unbewußt. Eine Schätzung vor Jahren lautete, dass Google-Code auf rund der Hälfte aller im Web vorhandenen Seiten eingebettet ist. Ich kann mich leider nicht mehr an die Quelle erinnern, aber diese Dimension blieb mir immer im Gedächtnis.

Da Bibliotheken mit einem relativ guten Ruf beim “Datenschutz” punkten, wäre es interessant zu sehen, wie es mit der Durchdringung von Google-Code auf Bibliothekswebseiten aussieht. Hier das Ergebnis:

1]  wissenschaftliche Bibliotheken in Österreich: 

  • Datengrundlage: die Startseiten der 30 größten wiss. Bibliotheken des Landes
  • auf 41% findet sich Google Code
  • Google Analytics ist weit verbreitet: auf 27% der Webseiten!
  • Google Maps: 2 Bibliotheken
  • Google Fonts: 2 Bibliotheken
  • Google Plus: 1 Bibliothek

2] wissenschaftliche Bibliotheken in Deutschland:

  • Datengrundlage: die Startseiten der dt. wiss. Bibliotheken aus dem Bix-Index (61)
  • auf 34% findet sich Google Code
  • Google Analytics: nur 1 Bibliothek verwendet diese Anwendung
  • Android Apps: 2 Bibliotheken
  • Google Search: 7 Bibliotheken
  • Google Fonts: keine Bibliothek
  • Google Plus Einbindung: 3 Bibliotheken
  • Google Maps: 3 Bibliotheken

Was lässt sich daraus ableiten? Vielleicht zwei Aussagen:

1. auch auf Bibliothekswebseiten ist reichlich, wenn auch nicht überdurchschnittlich, viel Google-Code zu finden.

2. In Österreich scheint das Verständnis für die Folgen Google Analytics weit weniger ausgeprägt zu sein als in Deutschland. Oder anders interpretiert: das Interesse, über Google an Informationen über User zu gelangen, ist weit ausgeprägter als im nördlichen Nachbarland.

Insgesamt könnten Bibliotheken sicher noch das eine oder andere Tun, um ihren Nutzern ein Google-freies Benützen der Bib-Webseiten anzubieten.

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