Keine Privatsphäre mehr
Posted on | October 1, 2012 | 2 Comments
Es ist nun allzu offensichtlich, dass Privatsphäre im Netz ein Mythos ist, der aus welchen Gründen auch immer, aufrecht erhalten wird. Dass es ein Mythos ist, zeigt ein Beitrag auf cnet. Die amerikanische Bundespolizei hat ihre Ermittlungen im Web, speziell in sozialen Netzwerken enorm ausgeweitet. Interessantes Detail am Rande: ohne richterlichen Durchsuchungsbeschluss. Will heißen: geschnüffelt wird nun im Netz überall und jederzeit.
Die Aufzeichnungen der US-Behörden gehen über das bloße Adressensammeln hinaus: mit wem bin ich in Verbindung, welche Inhalte ich kommentiere, ja sogar meine “Likes” werden registriert. Ergänzend zu meinem Tweet von 29. September 2012 bezüglich moderner Scannern, die aus gut 50 Metern einen Menschen “komplett bis auf biologische Marker” durchleuchten können, ohne bemerkt zu werden, ist es ein Indiz mehr, das Privatsphäre ein bereits völlig ausgehöhltes, wenn nicht ausgestorbenes Relikt einer bürgerlichen Kultur des letzten Jahrhunderts ist.
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2 Responses to “Keine Privatsphäre mehr”
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November 29th, 2012 @ 6:47 am
[...] Forderungen oder ausgesprochenen Drohungen werden Google, Facebook, Twitter und viele andere zur Herausgabe von Daten gezwungen, um Surfverhalten, Inhalte und Kontakte von einzelnen Nutzern [...]
January 25th, 2013 @ 6:34 am
[...] anderen Netzwerk-Betreiber. Hauptkritikpunkt ist die “Offenheit” der eigentlichen Privatsphäre. Das soziale Netzwerk Familyleaf ist bestrebt, diese Offenheit nicht zuzulassen. Es können nur [...]