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Kickstarter: Geld von der Community, nicht von der Bank

Posted on | April 26, 2012 | 6 Comments

Es wird Zeit, dass ich hier auch einmal die tolle Plattform “Kickstarter” erwähne. “Kickstarter” verfolge ich schon seit fast drei Jahren. In dieser Zeit hat sich Kickstarter als alternative Finanzierungsplattform für alle Arten von Projekten etabliert. In Zahlen: 200 Millionen US$ wurden von Einzelpersonen, Firmen oder der öffentlichen Hand in Projekte investiert, die sich auf Kickstarter präsentierten. In Summe rund 1,8 Millionen Personen, die sich Investoren nennen dürfen. Das Ergebnis kann sich auch sehen lassen: bis dato sind über 20.000 Projekte auf diese Weise erfolgreich realisiert worden.

Das Prinzip von Kickstarter ist bestechend einfach: Hat man eine Projektidee, so stellt man diese auf Kickstarter vor. Eine Projektidee kann eine Unternehmensgründung, ein Filmprojekt, ein Kulturevent, ein Forschungsvorhaben, eine Produktentwicklung, eine Softwareentwicklung, etc. sein. Jeder, der eine Idee für förderungswürdig hält, kann sich mit einem Beitrag egal welcher Höhe an der Finanzierung beteiligen. In einem ersten Schritt wird also die Finanzierungszusage mittels Kreditkartenangabe bei Kickstarter bekannt gemacht. Wird nach Ablauf der Finanzierungsphase das Projektbudget tatsächlich von der Community aufgebracht, beginnt das Projekt. Ist das Projekt erfolgreich beendet, wird die Kreditkarte der Förderer belastet, das Geld an die Projektinitiatoren überwiesen. Wichtig ist, dass in der Projektbeschreibung festgelegt ist, was “erfolgreicher Abschluss” bedeutet. Das können z.B. Fertigstellung eines Filmprojekts, Abhaltung des Kulturevents, Erreichung der Forschungsvorhaben, Vorliegen eines Produktprototyps, Software in Alpha/Beta, etc. sein. In der Projektpräsentation wird auch definiert, was der Förderer nach erfolgreichem Abschluss des Projektes auch zurückbekommt: eine Kopie des Films, eine Eintrittskarte zum Kulturevent, einen Forschungsbericht, eine Beteiligung am Lizenzertrag, Download von Software etc. Somit unterscheidet sich Kickstarter von anderen Finanzierungsplattformen wie GivenGrain, die eigentlich “nur” für eine gute Sache sammeln, aber nichts zurückgeben.

Begonnen hatte Kickstarter mit der Finanzierung von Kulturprojekten, aber auch sehr viele Geschäftsideen waren dabei. Heute finden sich auch sehr viele Projekte im Bereich der Entwicklung von elektronischen Produkten.

Comments

6 Responses to “Kickstarter: Geld von der Community, nicht von der Bank”

  1. Publush als Finanzierungsplattform für Autoren : MBI Blog
    June 11th, 2012 @ 6:07 am

    [...] sich über die Community für interessante Kunstprojekte Investionskapital zuschießen zu lassen. Kickstarter ist mittlerweile recht erfolgreich und bietet eine Alternative zu Bank und den klassischen [...]

  2. GoFundMe : MBI Blog
    July 12th, 2012 @ 6:35 am

    [...] hier noch ein Kickstarter-Pendant – ähnlicher Zweck, ähnlich gemacht, weniger populär: GoFundMe. Wer also sein [...]

  3. Selfstarter: Software für Crowdsourcing : MBI Blog
    November 6th, 2012 @ 6:39 am

    [...] Kickstarter ist in aller Munde. Wer eine Finanzierung durch die Community benötigt, kommt kaum an Kickstarter vorbei. Oder man installiert sich die Software selbst: Selfstarter. Hier kostenlos zum Download. Partner – weit draußen [...]

  4. Form 1 3D-Printer geht in Produktion : MBI Blog
    February 13th, 2013 @ 7:57 am

    [...] über Kickstarter Community-finanzierte Projekt “Form 1″ nimmt Gestalt an: die Produktion der Form 1 [...]

  5. Link-Mix vor Marktstart, 15.2.: Mayr-Melnhof, Brain Force, Schäuble, Continental, ThyssenKrupp, Mirko Kovats | Christian Drastil
    February 15th, 2013 @ 8:51 am

    [...] Das über  [...]

  6. 3D-Stift-Drucker : MBI Blog
    February 26th, 2013 @ 7:49 am

    [...] wird das Objekt bereits gedruckt. Noch ist aber mit dem Produkt noch nicht so weit, aber auch Kickstarter wurde das Projekt bereits finanziert. Bin gespannt auf den Markterfolg. Ein Video ist hier zu [...]

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