Yummly: Semantische Suche für die Küche
Posted on | July 8, 2010 | No Comments
Yummly ist eine der vielen Versuche, semantische Suche in die Praxis umzusetzen. Wobei immer unterschieden werden muss, was “semantic” stets heißt (siehe z.B. Bing). Bei Yummly geht es um Kochrezepte, ein beliebtes Thema im Web, egal ob Suchmaschine, Rezeptsammlung oder Menü-Portal. Die meisten Web-Lösungen, die sich ums Kochen drehen, bieten einen Katalog an Rezepten an, der nach verschiedenen Kriterien sortiert / gefiltert werden kann (z.B. Hauptspeise, Thailändisch, Reisgericht, Kochzeit unter 30 min, etc.).

Yummly möchte viele Rezepte anbieten, deshalb nimmt es sich die Daten vieler anderer Kochrezept-Datenbanken und aggregiert diese. Soweit nichts Neues, das könnten man auch selbst mit individuell-definierbaren Suchmaschinen (z.B. Rollyo). Yummly geht aber weiter und versucht auf Basis von Angaben, die der Nutzer in seinem Profil angibt (Präferenzen, Allergien, etc.) entsprechende Menüvorschläge selbst zu generieren. Das klingt nach nicht einer sehr innovativen Geschichte, aber durch die Heterogenität der Datenquellen benötigt Yummly so etwas wie eine semantische Intelligenz, um gute Ergebnisse zu liefern.
Jetzt kommt Yummly erst richtig in Fahrt, denn es versucht zu verstehen, welche Inhaltsstoffe und in welchen Mengen in einem Rezept stecken. Es kann Kalorienangaben und Ernährungshinweise selbst errechnen. Es kann sogar bei veränderter Portionsgröße die entsprechenden Eingaben und sich daraus ergebenden Ernährungswerte neu berechnen.
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