Foursquare zur Kundenbindung
Posted on | May 7, 2010 | 1 Comment
Foursquare ist ein interessantes Netzwerk. Nicht nur weil es so anders ist als Facebook und Co, sondern weil es scheibar spielerisch zu ungeahnten Höhenflügen kommen kann. Zumindest berichtet es, dass der Mitgliederzuwachs innerhalb einer Woche die 100.000er Hürde genommen hat. Zahlen, die sonst nur Twitter in seiner Hype-Phase vorweisen konnte.

Für alle, denen Foursquare ein Geheimnis ist: es ist ein Social Network, welches es seinen Usern ermöglicht, Informationen über die aktuelle geographische Position weiterzugeben. Dazu werden Smartphones benötigt. Das spielerische Element ist das Sammeln von Punkten, sprich die Anzahl der Anmeldungen (Check-in) an einem Ort. Ab einer bestimmten Anzahl bekommt man einen Titel und kann sich bei der höchsten Check-in Anzahl unter allen Usern auch Bürgermeister (Mayor) nennen.
Interessant ist es jedenfalls, wie Unternehmen und Organisationen Foursquare zu entdecken beginnen und damit ihre Kunden und Mitarbeiter leiten. Ein Beispiel ist die Uni Harvard. Ein Großteil ihrer Einrichtungen sind als Plätze in Foursquare registriert, und ein Programm zur Einführung von Uni-Neulingen nutzt Foursquare zum Kennenlernen des Campus. Man sieht gleich, wer sich wo “angemeldet” hat, sprich welche Einrichtungen besucht wurden.
Natürlich können Firmen Foursquare auf “klassische” Weise nutzen: um näheren und kontinuierlichen Dialog mit Kunden zu halten. Vergünstigungen für Foursquare-Besucher im eigenen Shop sind dabei eher die Norm als die Ausnahme. Ganz besonders begehrt ist daher der Titel des “Mayors”, der zu besonderen Preisen und Vergünstigungen führt. Es ist in der Tat ein klassisches Kundenbindungsprogramm, welches aber auf eine spielerische Art das “Punkte-sammeln” ermöglicht.
Voraussetzung für Foursquare ist allerdings, dass man über ein entsprechendes Endgerät (derzeit iPhone, Android, Blackberry, Palm) und einen Internet-Zugang beim Check-in verfügt. Das sollte technisch ja kein Problem sein, und wenn man diese Geräte nicht hat, dann kann man auch bei Foursquare auf deren mobilen Webseite einsteigen. Wer keinen mobilen Internet-Zugang hat, bleibt draussen (ausser in den USA, wo ich mit SMS einchecken kann). Allerdings: für Leute, die sich in in Grenzgebieten aufhalten oder viel auf grenzüberschreitenden Reisen sind, können die Roaming-Kosten einiges ausmachen, und damit eine derartige Anwendung zu teuer werden lassen.
Tags: foursquare > location based service > social network
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November 22nd, 2010 @ 6:08 am
[...] nehme TV- und Web-Unterhaltung, ein Soziales Netzwerk und Belohnungsmuster à la Foursquare und schon hat man eine Masche, wie man einsam sich Unterhaltende zusammenbringt. Dieses [...]