Die Star-Alliance der Hybridbibliotheken – Teil 3
Posted on | April 7, 2010 | 1 Comment
[Zweiter Teil der Serie ist hier nachzulesen...]
3. Technische Entwicklungen und Potentiale der Zukunft im Umfeld der Hybridbibliothek
Im technologischen Umfeld der Hybridbibliothek tut sich sehr vieles, und sie hat sehr viel Mühe, hier Schritt zu halten. Oft sind es die Nutzer, die fast schlagartig neue Hardware, Applikationen und somit Verhaltensweisen übernehmen und an den Tag legen, die sie sich zeitgleich von Hybridbibliotheken erwarten. Man fühlt sich an ein Wettrüsten erinnert. Um ein solches Wettrüsten zu gewinnen, muss die Bibliothek die Technologie und ihre Verwendung mitbestimmen. Leichter gesagt als getan. Sie hat weder die Etats noch das Know-How oder Personalstärke, um eigene Forschung zu betreiben, Produkte zu entwickeln und so hier so etwas wie ein Player zu sein. Aber auch wenn sie einer wäre, würde ihr Einfluss marginal bleiben.
Schauen wir uns die Technologie- und Lifestyle-Treiber der letzten Jahre an, so sind das alles Produkte oder Dienstleistungen, die es in unsere alltäglichen Prozesse geschafft haben. Sie sind Teil unserer häufigsten und wichtigsten Abläufe, ob gerechtfertigt oder nicht. Irgendwie haben sie sich eingenistet und sind nicht mehr wegzudenken: eMail, Mobiltelefon, GPS. Was ist diesen wenigen Beispielen gemeinsam? Sie sind alle günstig oder kostenlos, leicht zu nutzen, bieten immensen Mehrnutzen gegenüber ihren technischen Vorgängern. Volltextsuche, Applications in the cloud, eBooks. Für User eine Selbstverständlichkeit. Und für Bibliotheken?
In der näheren Zukunft werden neue Hardwareschnittstellen zum Web, natürlichsprachliche Suchmechanismen und die digitale Zusammenarbeit unser Leben bestimmen. In dieser Hinsicht sind Entwicklungen wie Primo, Digitalisierung des Altbestandes, die Öffnung der Lesesäle zwar eine erfreuliche Entwicklung, aber letztlich nur der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein. Beeinflusst damit die Bibliothek die Art und Weise, wie Menschen mit Technik umgehen, oder läuft sie der Technik nach, weil ihre Nutzer diese schon seit Jahren selbst-verständlich anwenden und als solche erwarten?
Teil 4: am 14.4.2010, hier im MBI-Blog
Tags: Geschäftsmodelle > Hybridbibliothek > trends
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April 7th, 2010 @ 3:37 pm
[...] Teil 3: am 7.4.2010, hier im MBI-Blog [...]