eReader – eine Übersicht
Posted on | March 16, 2010 | 3 Comments
eReader wandern langsam in den Alltagswortschatz. Überall hört man davon, und nicht selten wird in Bibliotheken diskutiert, wieviel eBooks man denn schon anbietet. User und Information Professionals sind aber trotz allem ahnungslos, wenn man konkrete Fragen zu und über eReader stellt. Hier gibt’s das 1×1 der eReader.
Was kann ein eReader?
eReader erlauben den mobilen Zugriff auf Texte und Bilder zahlreicher Quellen – typischerweise Bücher, Zeitschriftenartikel oder auch Webseiten. Diese Inhalte werden auf das Gerät geladen und können je nach Modell und Software mit Notizen versehen, hervorgehoben oder auf andere Art und Weise markiert werden. Links und Verweise sind von einem Dokument zum anderen möglich, die Suche innerhalb eines Dokuments wird zum Kinderspiel, und Inhalte können leicht aktualisiert werden. Sogar die Barrierefreiheit wird ermöglicht, in dem Text einfach von einer Software vorgelesen werden.
Welche Geräte sind verfügbar?
“Klassiker” unter den eReadern sind Kindle von Amazon, eReader von Sony, und Nook von Barnes & Noble sowie eher multifunktionelle Geräte wie Apple’s iPad oder QUE proReader von Plastic Logic. Bildwiedergabe (sw-farbig), Größe (des Monitors), Kontrast, Akku-Betriebsdauer und Speicherkapazität sind typische Leistungsmerkmale.
Wie funktioniert das?
eInk-Technologie simuliert das Leseerlebnis auf einem eReader wie in einer Zeitung. Der Kontrast ist recht scharf, und auch die Laufzeiten von Akkus sind lange (mehrere Tage). LCD-Bildschirme existieren auch, sind aber wahre Stromfresser. Inhalte kommen über Leitungen oder WLAN-Zugang auf’s Gerät, entweder vom eigenen Computer oder über die Distributionskanäle des Händlers.
Wozu ist das gut?
Immer mehr Menschen möchten aus diversen Gründen (finanzieller, bequemer, umweltschonender, aktueller Natur) zu elektronischen Texten greifen. Zahlreiches Schulmaterial gibt es (teilweise schon ausschließlich) auch in elektronischer Form. Verlage wittern hier ein Geschäft, und auch alle anderen Arten von Literatur werden zunehmend als eBooks angeboten. Es kommt aber auch zu neuen Geschäftsmodellen, in denen Verlage keine Rolle mehr spielen: Autoren und eBook Distributoren machen gemeinsames Geschäft.
Und wo ist der Haken?
eReader haben auch einige (gewichtige) Nachteile: alle Text-Ressourcen sind auf einem Gerät – bei Verlust, Ausfall, Schaden ist das ein großes Problem. Auch sind nicht alle eBook-Formate überall lesbar, d.h. man ist bei einigen Geräten (Kindle, wohl auch iPad) auf ein exklusives Format verpflichtet (Kosten!). Der Trend zeigt jedoch, dass gerade jene Geräte an Popularität verlieren werden, die außer dem Lesen von eBooks keinerlei Multifunktionalität aufweisen. Dadurch wird der “neue” eReader weit stärker im Unterricht der Zukunft Einsatz finden:
- Präsentationen werden auf den Klassenrechner gespielt
- Hausaufgaben im WLAN an die Lehrer geschickt
- Gruppenarbeiten auch online erstellt
- Tests über den eReader aktuell verfolgt, und
- Ergebnisse / Artefakte in das individuelle ePortfolio übernommen.
Wer keine elektronische Version seiner Schulbuch-Inhalte zur Verfügung hat, der wird sich warm anziehen müssen. Das Gleiche gilt für die gesamte Schulbetriebsindustrie: Schulhefte, Füllfeder und Stifte, Schultafeln, Klassenbücher, alles das wird sich verändern. Und auch einer meiner “Jobs” während der Unterstufe im Gymnasium wird es in der alten Form nicht mehr geben: den Kartenträger.
Tags: eReader > lernen > Schule > trends > Unterricht
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3 Responses to “eReader – eine Übersicht”
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August 2nd, 2010 @ 6:07 am
[...] haben wir schon eine ganze Palette an e-Readern, jetzt fehlt nur noch der Massenansturm auf elektronische Bücher. Neben Kindle, Nook, Sony [...]
May 24th, 2011 @ 6:10 am
[...] US-amerikanische Studie hat in einer Untersuchung den Gebrauch von eBooks/eReadern als Ersatz von Schulbüchern untersucht und sich dabei die Frage gestellt, wie erfolgreich es das [...]
June 21st, 2011 @ 6:40 am
[...] Studie aus den USA hat 2010 untersucht, inwiefern mobile Lesegeräte (eReader) das Leseverhalten beeinflussen. Interessantes Ergebnis: mehr als die Hälfte der eReader Besitzer [...]