Das iPad ist da - und was wir für die Bibliothek erwarten können…

Nun ist der Vorhang endlich gefallen, das mit viel Pomp und Spekulationen angekündigte Tablet von Apple ist da. iPad soll es heißen, wahrscheinlich in 2-3 Monaten zu kaufen sein (in den USA) und schick ist es. Was uns aber interessiert, ist ob es einen ähnlichen Erfolg hinlegen wird wie iPod und iPhone. Warum? Weil eine Massenanwendung wie diese die Art und Weise, wie wir mit Informationen umgehen, revolutionieren kann.

Noch sind die Features des iPad limitiert - Entertainment (Video, Musik), Kommunikation (eMail), Bilderverwaltung und Informationsrecherche (Web-Browser), Kalender und Kontaktadministration. Und da ist noch die eBook-Anwendung, welche eBooks über das eingebaute iBookstore laden und lesen kann. Also eine Konkurrenz zu Kindle, Sony eReader und Nook. Nur mit einem feinen Unterschied: dieser eReader ist mit dem App-Store multifunktional und nicht auf eBooks beschränkt.

Durch seine Touchscreen-Funktionalität, die schon beim iPhone viele begeistert, ist Apple ein interessantes Produkt gelungen. Mit dem integrierten App Store ist es aber “beliebig” erweiterbar. Und damit kommen wir zur Frage, wie das iPad auch die Realität der Bibliothekssäle verändern könnte:

  • Lehrbücher werden über iBooks zum digitalen Upload auf das Gerät angeboten
  • Library-Apps führen Leser zum Aufstellungsort von Büchern, welche vorher recherchiert wurden
  • Bibliothekspersonal pflegt den Buchbestand direkt am Regal über das iPad (einstellen, suchen, ausheben, …)
  • Bücher, deren digitale Kopie nicht “aus dem Haus” gegeben werden soll, werden zur Lektüre über lokale iPad Reader zum Studium angeboten
  • Die nächste Stufe der Katalog-Anreicherung über das Multi-Media Angebot am iPad
  • Das iPad als das zentrale Verbindungsglied zwischen Informationsbeschaffung (Bibliothek) und Verarbeitung (Lehre): Informationen finden, kombinieren, präsentieren.
  • Eine Veränderung der Möbelierung: wir brauchen keine Tische mehr, sondern bequeme Sofa-Sessel im Lesesaal
  • Das Ende des Leseausweises für iPad-User

Alles sehr spekulativ, aber auch nicht allzu unwahrscheinlich. Was glauben Sie, was sich mit dem iPad alles ändern könnte?

6 Responses to “Das iPad ist da - und was wir für die Bibliothek erwarten können…”

  1. [...] Trend: Tablet-PCs. Kleiner als Notebooks, größer als Smartphones lautet das Motto (siehe auch iPad). Wenig überraschend eigentlich, haben doch alle großen Player (bis auf Google, welches immer [...]

  2. [...] Beim MBI – Blog gehts um die Anwendung vom iPad im Bibliotheksbereich: MBI – Blog [...]

  3. [...] Das Web wird nicht mehr allein über den PC angesteuert. Das ergibt sich teilweise aus dem oben Gesagten. Telefone, eReader, Autos, Fernseher, Spiele-Konsolen, Scanner können zur Nutzung des Web verwendet werden. Das neueste Spielzeug: der iPad. [...]

  4. [...] ja nicht immer das iPad sein. Hab leider keines, gefallen tut es schon, aber ausprobiert hab’ ich es eben nicht. Und [...]

  5. [...] Artikels meint zum Lesen auf mobilen Geräten: “There are literary techniques, there will be iPad techniques”. Und damit meint er: das “Buch” nicht als Buch sehen, sondern als [...]

  6. [...] nur noch der Massenansturm auf elektronische Bücher. Neben Kindle, Nook, Sony e-Reader, Alutarek, i-Pad (und allen anderen i-Pad Derivaten der Konkurrenz) gesellt sich der low-cost e-Reader Kobo zum [...]

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