Web 2.0 Surf Camp: digitale Identität

Ein besonderes Thema, dessen wir uns im Rahmen des letzten Web 2.0 Surf Camps angenommen haben, war die Nutzung von Social Media und Imagepflege.

Eine der meist diskutiertesten Fragen im Zusammenhang mit Web 2.0 ist ja die Preisgabe von persönlichen Daten im Web, die eigene Profilbildung und die damit verbundenen Gefahren. Typischerweise sieht ein Bedrohungsszenario so aus: Bilder und Meinungen werden “unwissend” oder absichtlich ins Web gestellt, jedoch in naher oder ferner Zukunft entfernt. In der Zwischenzeit fand aber die Verbreitung dieser Daten statt, so dass ein Löschen dieser kaum mehr machbar ist.

Ein anderes Szenario zeigt sich, wenn man nicht in solchen Medien vertreten ist und quasi den Kopf “in den Sand steckt”, sich also vom Web 2.0 ignorierend abwendet. Damit übergibt man anderen die Macht über die eigene digitale Identität - sie wird ja nicht von mir (mit-)gestaltet, sondern der Meinungsmache anderer überlassen. Ein schönes Beispiel: die Recherche in YouTube nach “Prunksaal” (damit ist der Prunksaal der Österr. Nationalbibliothek) gemeint. Interessanterweise bekommt man ein Video zu sehen, welches den Prunksaal mit einem der populärsten Justizfälle der letzten Jahre in Österreich in Zusammenhang bringt: als Kulisse für den von vielen Politikern zelebrierten Abgang von Bawag-Chef Elsner. Hier das entsprechende Video:

Ich denke, die Nationalbibliothek hätte genug Material, um auf YouTube präsent zu sein. Da sie es nicht tat und tut, gibt sie einen Teil ihrer digitalen Identität hiermit frei.

Leave a Reply

You can use these XHTML tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <blockquote cite=""> <code> <em> <strong>