Storytlr: Lifestream als Digital Identity

Lifestreams sind offensichtlich etwas, womit ich mich beschäftige. Das hat einen guten Grund: sie sind nicht nur eine Zusammenschau, was wir online (aktiv) tun, sondern auch eine Ausdrucksmöglichkeit, was wir sein wollen. Identität ist mehr als nur der Name einer Person, sondern auch das, was sie ausmacht. Und dazu gehören auch ihre Beschäftigungen, ihre Interessen, ihr soziales Umfeld. Mit einem Wort: das Leben.

Das digitale Leben als eine Ergänzung des Real Life ist nicht nur eine Spielerei, sondern ein Bereich, der in Zukunft eine immer stärker werdende Rolle spielen wird. Und da spielt das Konzept der Digitalen Identität eine entscheidende Rolle: wenn wir nicht sichtbar sind, sind wir in diesen Welt nicht existent. Und eine Prüfung, ob es sich tatsächlich um uns handelt, oder auch nicht, liefert weniger ein Identitätsmanagement à la Login & Passwort, sondern eine reiche Geschichte. Ich bin versucht zu sagen, eine “dense description” (Anthropologen werden wissen, was ich meine, obwohl das hier ein weiter Bogen ist…). Um das Argument abzuschließen: Erzählungen über eine Person prägen deren Identität, wie sie in der Gruppe / Gemeinschaft / Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Und um das geht es bei Digital Identity (siehe auch hier meinen Beitrag zum Thema Digital Identity und ePortfolio).

Als Beispiel für einen narrativen Ansatz im Bereich der Digital Identity habe ich ein neues Tool entdeckt: Storytlr. Unausprechlicher Name, aber interessante Applikation. Zahlreiche Services von Digg, Delicious, Twitter bis Flickr lassen sich zu einem Erzählstrom zusammenbinden. Der Dienst ist kostenlos, auch kann die URL auf die eigene Domain übertragen werden.

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