Was verspricht die Suchmaschine Cuil?
Posted on | August 14, 2008 | No Comments
Vor wenigen Wochen debütierte Cuil als neuer Herausforderer von Google im Web. Die Suchmaschine warb aber weniger mit einer neuen technischen Meisterleistung, die es gegenüber Google als Trumpf einsetzen wolle, sondern mit der überraschenden Ausgabe, Cuil habe schon mehr Seiten im Index als Google. Soviel zum Start von Cuil.

Cuil hat nach eigenen Angaben 120 Milliarden Webseiten im Index. Diese Größe wird aber aber bei der Suche wie immer relativ. Erstens bietet Google meist doppelt soviele Treffer an wie Cuil. Zweitens scheinen die Trefferrankings nicht immer das Wichtigste anzuzeigen. Habe es mehrmals mit breiten und speziellen (z.B. “Bregenz”) Begriffen probiert. Bei Google bekomme ich in der Tat oft die besseren Seiten. Interessant dabei ist der auch der Safe Search Modus. Als ich diesen bei der “Bregenz”-Suche ausgestellt habe, kam auf der ersten Seite Strumpferzeuger Wolford. Interessant, dass DAS unter “nicht sicheres surfen” fällt!
Was mir bei Cuil gut gefällt ist das Clustering der Inhalte. In einer horizontalen Navigationsleiste können die wichtigsten Gruppen eingesehen werden. Weitere Kategorien befinden sich rechts in eine Drop-Down-Menü und sind sehr intuitiv zu bedienen. Auch läßt sich die Anzeige der Treffer von zwei auf drei Spalten vergrößern.
Was scheinbar weniger gut funktioniert ist der Suchalgorithmus bei einer nicht-englischen Sprache. Mit deutschen Suchbegriffen (Düse, Beine) weiss Cuil wenig anzufangen, gut ging es bei “Fußball” und “Essen”, hier sogar mit mehreren Clustern (die Stadt Essen, das Kulinarische, ..).
Was es auch noch nicht gibt: Bildersuche sowie anderen Multimedia-Content.
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