Tibet: Interview zur aktuellen Lage
Normalerweise ist es nicht meine Art, tagespolitisches Geschehen in dieses Blog einzubringen. Die Themen sind klar umrissen, und ich habe mich so gut es ging daran gehalten. Doch es gibt Ausnahmen, und ich meine, die Situation in Tibet ist so eine (wobei es auf der Welt täglich Menschenrechtsverletzungen auf allen Kontinenten und in allen Schattierungen gibt). Ich finde, andere Fachblogs sollten Ihre Meinung nicht für sich behalten, sondern ebenfalls artikulieren.
Als ich vor Jahren in Dharamsala im größten tibetischen Flüchtlingscamp in Nord-Indien war, konnte ich mir ein eigenes Bild von der Situation dieses bedrängten Volkes machen. Die Hoffnung der Leute, irgendwann einmal wieder in die Heimat zurückzukehren, ist nicht mehr allzu groß. Man fühlt die Angst, dass das Volk seiner Kultur, Heimat und Kraft langsam entzogen wird. In Tibet findet ein ethnischer Austausch statt, der die Alteingesessenen schleichend seiner Ressourcen beraubt.
Nun, die österreichische Zeitschrift Ursache & Wirkung hat ein Interview mit dem Vertreter des tibetischen Oberhauptes, SH. des XIV. Dalai Lama, in Österreich, Geshe T. Dhargye, veröffentlicht. Es ist hier nachzulesen und geht auf die aktuelle Situation und auf die Auslöser der Gewaltwelle ein.
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