Casey, Savastinuk: Library 2.0

Der Titel verrät’s - es geht um Bibliotheken, und zwar um ‘neue’ Bibliotheken. Library 2.0 ist ein nicht exakt definierter Begriff, aber er meint ungefähr folgendes: konstanter Wechsel hin zu den Bedürfnissen des LeserInnen. ‘Das ist doch gar nicht möglich!’ werden Sie einwenden, und tatsächlich, zwischen Kundenwunsch und Machbarkeit, aus welchen Gründen auch immer, klafft oftmals eine recht große Lücke.

Doch um genau das geht im vorliegenden Buch: um Veränderung nicht der Veränderung wegen, sondern Veränderung, die sinn macht und möglich ist. Library 2.0 ist nicht etwa ein technisches Konzept, welches leider fälschlicherweise zitiert wird, und genau das auslöst, was nicht gewünscht wird: sich vor neuer Technik abwenden, alles beim Alten lassen und Veränderung ablehnen.

Library 2.0 ist also Veränderung, und das Buch beschreibt den Veränderungsprozess: Wozu ist dieser gut? Wie gehen wir Veränderung an? Wie können wir und organisieren? Und wie finden wir jene Mittel und Personalresourcen, die scheinbar nicht vorhanden sind?

Was Sie von diesem Buch erwarten dürfen, ist eine Warnung: Wenn Sie (Ihre Bibliothek) sich nicht verändert, dann werden sich Ihre Leser wo anders bedienen. Punkt. Und dann lesen Sie die restlichen 90% der Seiten in einer sehr klaren und gut strukturierten Sprache, was Veränderung heißt. Ich würde es auch einen Leitfaden nennen, gespickt mit Beispielen aus dem Bibliotheksalltag.

Das Buch ist definitiv für alle Entscheider gedacht, aber auch für alle, die glauben, Bibliothek 2.0 sei eine auf Bibliotheken abgewandeltes Bündel an Web 2.0 Diensten.

Bibliographische Angaben:
Casey, Michael E. / Savastinuk, Laura C.: Library 2.0
Medford, New Jersey, 2007

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