Neues von MyQuire, einem Projektmanagement-Dienst
Vor einigen Wochen habe ich zum ersten Mal über MyQuire in den Idea Lounge Free Lessons berichtet. Ich war damals schon recht begeistert. Nun habe ich den Gründer David Steinberg und Marketing-Chef Florian Brody zu den weiteren Plänen am Telefon interviewt.

Beginnen wir vielleicht mit einem Detail am Rande: Florian Brody hat an der Uni Wien studiert und auch eine kurze Zeit an der Österreichischen Nationalbibliothek gearbeitet, Anfang der 80er Jahre bevor er nach Kalifornien gegangen ist und dort unter anderem für Amazon gearbeitet und selbst Firmen aufgezogen hat. Mit MyQuire ist er in ein neues Venture eingestiegen, das gerade ein paar Monate alt ist, aber schon über 3.500 User verfügt, die hier alles austesten, was es auszutesten gibt. Ohne Einladung, wie Gründer David Steinberg betont.
Damit kommen wir auch zur zweiten Hauptperson, David Steinberg, CEO und Gründer von MyQuire, Absolvent aus Yale. David erzählte mir am Telefon, was die Idee hinter MyQuire ist: “Something between pen & pencil and MS Project for enterprises”. Übersetzt: Wir wollen das Web für Gruppenarbeiten nutzen, aber nicht das Tool steht im Vordergrund, sondern die Nutzer. Das Werkzeug soll ein einfaches Arbeiten ermöglichen, ohne über das Handling nachdenken zu müssen.

MyQuire eignet sich große Projekte genauso wie für die alltäglichen Dinge: ein Event vorbereiten, gemeinsam ein Dokument erstellen oder einen Auftrag im Team aufteilen und gemeinsam umsetzen. Trotz der Devise, mehr auf die Nutzer zu achten als hier dem Tool den Vorrang zu geben, spart MyQuire nicht mit Funktionalität. Im Gegenteil, die bereits verfügbare, adaptierte Version mit integriertem Chat, Speicherplatz, verbessertem Profil und Meeting Management, ist laut David Steinberg erst 30% von dem, was es im Herbst nach dem offiziellen Start von MyQuire sein wird. Das läßt natürlich aufhorchen.
Eine der spannenden, neuen Features ist neben integriertem VoIP die Möglichkeit, live an Dokumenten zu arbeiten. Jeder sieht die Veränderungen sofort. So ist ein kollaboratives Handeln im Web effizient und transparent. Viele weitere Funktionen wie verbesserte Meeting Tools, Batch upload/download und Kommentarfunktionen für Dateien werden MyQuire zu einem außerordentlichen Werkzeug für virtuelle Teams machen.
David Steinberg betonte, dass die Sicherheit der Daten bei MyQuire an oberste Stelle liegt. Will heißen: verlässliche Server, und vor allem die Möglichkeit des Exports aller Daten auf eine lokale Festplatte.

Ich fragte noch nach dem Geschäftsmodell von MyQuire, und das wird sich in Zukunft nicht ändern. Das heißt, dass es immer eine kostenlose Version für die wichtigen Projektmanagement-Funktionen geben wird; Extras werden dann kostenpflichtig. Die kostenlose Version wird mit Hilfe Plattform-bezogener Werbe-Widgets finanziert.
Nun, ich freue mich schon auf den Launch der Vollversion von MyQuire, und in der Zwischenzeit empfehle ich allen, die in Teams Aufgaben zu erledigen haben, MyQuire auszuprobieren.
Link: MyQuire
[Technorati Tags: MyQuire - Projektmanagement - Teamwork - online collaboration]
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