ePortfolio-Tools: Mahara

Als zweites Werkzeug der ePortfolio-Familie möchte ich nach Elgg nun Mahara vorstellen, ebenfalls ein Open Source Produkt. Eine Einführung zu ePortfolios können Sie hier nachlesen.

Mahara

Mahara ist sehr jung (2006 erstmals eingesetzt) und kommt aus Neuseeland. Dort wurde es an mehreren Universitäten gemeinsam entwickelt und ist ein aufsteigender Stern in der ePortfolio-Welt. Das kommt daher, dass die Roadmap für die weitere Entwicklung des Werkzeugs klar definiert und sehr ambitioniert ist. Das fehlt leider oft bei anderen ePortfolio Anwendungen. Der Begriff ‘Mahara’ kommt übrigens aus der Maori-Sprache und heißt soviel wie ‘Denken’.

Derzeit ist Mahara, was die Funktionen betrifft, wohl klar unterhalb von Elgg zu positionieren. Das muss aber nicht so bleiben. Die Donau-Universität Krems z.B. experimentiert mit Mahara-ePortfolios in der Lehre. Ich habe daher einen recht guten Einblick, was Mahara derzeit kann und wo es noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt.

Mahara

Mahara fällt als erstes durch sein schönes Design und seine Übersichtlichkeit auf. Die Navigation ist vorbildlich, und auch die Möglichkeiten sind vielfältig:

  • Verfassen von mehr als nur einem persönlichen Blog
  • Erstellen eines ausführlichen Profils und Resumés
  • Feedback-Möglichkeit
  • Rechte-Gewährung über sogenannte Views: Wer darf was sehen und bearbeiten?
  • Für Administratoren: zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten; auch eine Verbindung zur Lernplattform Moodle ist als Single-Sign-On möglich (an der Donau-Uni funktioniert dies aber nicht, scheint noch nicht 100%ig ausgereift zu sein)

Mahara wird wie Elgg als freies Software-Paket zum Download und Selbstinstallation angeboten.

Link: Mahara
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