Hunderte Accounts - Fluch des Web 2.0?

Mit jedem Tipp, den ich hier zum Thema Web 2.0 abgebe, und mit jedem Tool / Dienst, das ich davon gebrauche, wächst meine Liste an meist kostenfreien Accounts an. Die Menge ist tatsächlich bald nicht zu überschauen, und jeder von uns behilft sich auf seine Art - mit Listen, mit Tabellen, mit ausgetüfftelter Software. Eine andere Lösung des Problems verspricht aber OpenID.

OpenID versteht sich in seiner Grundidee als ein dezentrales System zur eindeutigen Identifizierung von Usern. D.h., ich kann alle Dienste mit einem einzigen Login und Passwort für mich nutzen. Voraussetzungen sind aber:

  1. ich habe eine OpenID
  2. die Webseiten, die ich nutzen möchte, sind OpenID tauglich

Nun, zum ersteren: wie komme ich zu einer eigenen OpenID Adresse? Hier gibt es schon mehrere Anbieter, die OpenIDs vergeben. Eine beliebte Variante is MyOpenID.

Ab sofort kann ich mit meiner persönlichen OpenID Adresse auf allen OpenID fähigen Webseiten einloggen. Die Registrierung ist sehr einfach und schnell. Damit kommen wir zur zweiten Voraussetzung: die OpenID-Tauglichkeit von Webseiten.

Eine Übersicht, welche Dienste die OpenID-Technologie bereits nutzen, findet sich hier: OpenID Directory. Die Funktionsweise von OpenID ist schnell erklärt: komme ich auf eine Webseite, die einer Identifizierung bedarf, klicke ich auf das OpenID Icon.

OpenID

Meine Eingabe wird dann zum jeweiligen OpenID Server geschickt, geprüft, und authentifiziert. Das ist es!

OpenID ist stark im Kommen und wohl die Zukunft im Bereich des Identitätsmanagements. Bin gespannt, wann das auch für virtuelle Welten gelten wird!

Link: Offizielle OpenID Webseite

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3 Kommentare zu “Hunderte Accounts - Fluch des Web 2.0?”

  1. PatrickD Says:

    Open Idee ist eine gute Idee, jedoch sind die Dienste noch alles andere als interessant. Daher scheiterts einfach an der Umsetzung. Solange sich die “Großen” an einem solchen System nicht beteiligen, ist das Ergebnis nur das ich halt noch eine weitere ID mehr habe.

  2. MBuz Says:

    Hallo Patrick,
    hast recht, dass es eine Weile dauern wird, bis die wirklich “Großen” hier mitmachen. Ich denke, wenn die Blog-Software-Provider hier loslegen, dann überträgt sich das schnell auf sämtliche anderen Dienste in diesem Umfeld (Bookmarking, Widgets, News, etc.). Habe gestern zum ersten Mal einen Dienst entdeckt, denn ich auch persönlich nutzen wollte, und siehe da, OpenID wurde angeboten. Funktionierte klaglos. Jetzt steht es also 1:1 (OpenID Account : eingesparte Accounts).

  3. MBI Blog » Blog Archive » openID auf dem Weg zum Standard Says:

    [...] Die Diskussion und die Suche nach der passenden Form portabler Identität (Identity 2.0) ist eine, die schon seit Jahren geführt wird. Das Problem: Nutzer müssen eine isolierte, nicht übertragbare Identität für jeden Web-Dienst, den sie nutzen wollen, anlegen. Die Lösung: Daten-Portabilität. Ein Weg ist openID. [...]

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