Polar Rose: Erkennungsdienst per Bildsuche

Jeden Tag werden rund 10 Millionen Bilder neu ins Web geladen. Ein Indiz, dass sich unsere text-basierte Kultur mehr und mehr hin zur multimedialen Kommunikationsformen entwickelt. Welche Folgen hat das? Zum einen eine ganz praktische: wie finde ich Inhalte, die zwar in Bildern, aber nicht in Text vorkommen? Derzeit gängige Suchmaschinen können mit Bildern wenig anfangen, höchstens über die Meta-Information, die wiederum in Textform vorliegt. Polarrose will dies ändern.

Polarrose

Polar Rose möchte das Universum der Bilder durchforstbar machen, über eine Methode, die Tim O’Reilly als “bionic software” beschrieben hat: der Computer hilft dem Menschen Inhalte zu finden, und der Mensch hilft dem Computer, in seiner Arbeit besser zu werden. Wie funktioniert also Polarrose und was kann es?

Polar Rose bedient sich zweierlei Methoden: zum einen basiert der Algorithmus auf Erkenntnissen in der Gesichterkennungsforschung von Jan Erik Solem (Unis Lund und Malmö, Schweden). Es werden aus 2-dimensionalen Informationen (Fotos) 3-dimensionale Daten herausgerechnet. Das ist laut Solem die Basis für die Gesichtserkennung.

Zum anderen bedient sich Polarrose der Expertenmacht der NutzerInnen: über ein Eingabe-Fenster können User Personen, die auf einem Bild vorkommen, mit einem rosa Sternchen (”Polar-Rose”) behaften und Informationen über diese Person eintragen. Diese rosa Sternchen werden im Web, wie in der Illustration zu sehen, angezeigt.

Polarrose

Die Bildsuche von Polarrose ist noch nicht verfügbar, sie soll aber demnächst als Plug-in für Firefox und IE zum Download bereit stehen. Damit kann die Suche als auch das Tagging vollzogen werden.

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1 Kommentar zu “Polar Rose: Erkennungsdienst per Bildsuche”

  1. Tim Says:

    Aus “demnächst” wurde ein wenig länger - aber mittlerweile gibt es für einige Betauser zumindest schon das Firefox-Plugin. Und wie angekündigt funktioniert dieses auch relativ gut.

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