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Jajah macht Festnetztelefonie wieder interessant

Posted on | January 24, 2007 | 2 Comments

Mit den fallenden Mobiltelefontarifen (in Österreich) ging der Trend zur Abmeldung der Festnetznummer einher: viele Haushalte bevorzugten nur mehr Mobiltelefone, um Kosten zu sparen. Nun kommt Jajah und macht das Festnetz (fast) zur Nullnummer. Eine interessante Sache für viele Unternehmen und Organisationen, die weiterhin auf das Festnetz nicht verzichten können und wollen.
Kommunikation im und über das Web ist eines der großen Zukunftshoffnungen der Branche. Email revolutionierte unsere Kommunikationskultur, Chat und Instant Messaging drückten ihr einen großen Stempel auf. Seit Skype wissen wir, dass auch die bis dahin so übliche Kommunikation mit Hilfe der Stimme ins Web übertragen werden kann, mit faszinierenden Möglichkeiten. Skype hat sich zum Renner entwickelt und bietet Verbindungen von und zu Festnetz- als auch Mobiltelefonen an – gegen eine entsprechende Gebühr. Telefonie von Computer zu Computer ist kostenlos.

Das Prinzip von Skype beruht auf VoIP. Ganz einfach gesprochen heißt das: es wird über PCs (oder andere Endgeräte) unter Ausnutzung der Internet-Infrastruktur eine Verbindung aufgebaut. Dazu benötigen beide Gesprächspartner Skype-Software (bei Telefonie von Computer zu Computer), zumindest aber eine Anmeldung eines Kontos (z.B. für die Dienste von SkypeOut).
Jajah, ein austro-amerikanisches Unternehmen in Mountain View, dreht das Prinzip um: es bedarf keiner Software, keiner “neuen” Telefonnummer, sondern einfach die Einwahl in die Jajah-Services. Diese ruft beide Partner an. Jajah nennt das webaktivierte Telefonie. Das interessante dabei sind nicht nur die Technik, sondern auch die Preise: in Österreich und Deutschland kann über das Jajah-Interface völlig gratis von Festnetz zu Festnetz telefoniert werden. Man benötigt auch kein Headset oder irgendeine andere neue Hardware – alles läuft über die gewohnte Telefonanlage.

Ein Telefonat kommt in 4 Schritten zustande:

  1. Jajah-Seite aufrufen (http://www.jajah.com/)
  2. Eigene Telefonnummer eingeben
  3. Telefonnummer des Partners eingeben
  4. Auf “Call” klicken – und schon läutet das Telefon!
jajah

Jajah bietet den gleichen Service, zu geringen Tarifen, auch für das Mobiltelefon an: man benötigt dazu ein Java-fähiges Mobiltelefon, und schon kann es losgehen. Die Tarife sind gerade im Bereich der Auslandstelefonie äußerst attraktiv – für meine Telefonate nach Übersee zahle ich mit meinem jetzigen Mobiltelefonieprovider beinahe das Fünffache von dem, was Jajah verlangt.

Voraussetzung für die Abwicklung der Mobiltelefonie mit Jajah ist auf jeden Fall ein Account, wo man sein Geldkonto über die Kreditkarte auffüllen kann. Während der Registration wird gleichzeitig das Mobiltelefon auf Tauglichkeit geprüft.

[Technorati Tags: Telefonie - Jajah - ]

Comments

2 Responses to “Jajah macht Festnetztelefonie wieder interessant”

  1. Frederik
    January 24th, 2007 @ 8:43 am

    Servus Mark,

    Vielen Dank für die netten Worte! Wir freuen uns dass Dir unser Service gefällt. Falls du weitere Fragen hast, dann schreib mir einfach (E-Mail Adresse hast du ja in Deiner Blog Administration).

    Beste Grüße aus Mountain View,

    Frederik

  2. Frank
    January 24th, 2007 @ 12:40 pm

    Im Prinzip eine feine Sache, die man sich aber mal wieder mit der Preisgabe persönlicher Informationen erkauft, die dann zu Werbezwecken verwendet werden.
    Das Anmeldeformular erinnert sehr an GMX, die dafür bekannt sind, ihre Dienste mit Werbung zu finanzieren.
    Da zahle ich lieber ein paar Euro für Telefonate.
    Einige Auszüge aus den Linzenvereinbarungen, die im übrigen nur auf Englisch vorliegen:
    Man behält sich das Recht vor, demographische Informationen, Interessen und Verhalten der Benutzer zu untersuchen (“perform internal research on its Users’ demographics, interests, and behavior”).
    Und man möchte den Nutzer mit Werbung beglücken (“deliver to You information about certain promotions, services or items that might interest You”).
    Sicher nicht so ungewöhnlich, aber erwähnenswert:
    Sollte die Firma fusionieren oder übernommen werden, werden die vorhandnen Datenbestände mit dem neuen Partnerunternehmen geteilt (“JAJAH may merge or be acquired by another business entity or may sell all or substantially all of its assts to an acquirer. In the event of such merger, acquisition or sale, JAJAH may share some or all or your personally identifiable information with the acquiring company”).

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