Die Überalterung und die Bibliothek

Die Statistik Austria schätzt in einer aktuellen Prognose das Einpendeln der Bevölkerungszahl Österreichs zum Jahre 2050 bei rund 9 Millionen Einwohnern. Aber wer werden diese Menschen sein? Ein Tipp: vorwiegend Menschen über 50 Jahre.

Steigende Lebenserwartung (Männer in Österreich, 1961: 66,47 Jahre / 2005: 76,65 Jahre; Frauen in Österreich, 1961: 72,84 Jahre / 2005: 82,24 Jahre) und leicht sinkende Geburtenzahlen, kombiniert mit einer Verschärften Einwanderungspolitik lassen in der Demographie der Bevölkerung Österreichs deutliche Spuren: ist der Anteil der Über-59jährigen im Jahr 2005 noch bei 22%, wird er im Jahr 2050 bei rund 33% liegen.

Auch wenn das Jahr 2050 noch eine Weile entfernt liegt, der Trend ist klar: die potentiell größte Gruppe an BibliotheksnutzerInnen werden demnächst Menschen über 60 sein. Was heißt das also für die Bibliotheken?

Derzeitige Bibliothekskonzepte für die Gruppe der Senioren (diese sind meist gut ausgebildet - hier eine Erhebung der Stadtbüchereien Düsseldorf) sehen oft die Vermittlung der Informationskompetenz, den Einsatz adäquater Medien und Literatur sowie die Abhaltung besonderer Veranstaltungen (Lesungen, klassische Konzerte etc.) vor. Bibliothekskonzepte der Zukunft werden sich dieser Gruppe noch mehr zuwenden (müssen):

  • Freizeitgestaltung: erweitertes kulturelles Angebot, welches auch die sozialen Bedürfnisse älterer Menschen befriedigt
  • Thema “Bildung”: Bildung für Senioren
  • Multimediale Angebote: Technik-Affinität muss auch bei dieser Gruppe gestärkt werden
  • Leitsysteme und Navigation auf Webseiten: Barrierefreiheit ein absolutes Muss
  • Einbindung von Senioren in die aktive Mitarbeit an Bibliotheken (Nutzen vorhandenen Wissens)

Welche Konzepte / Strategien entwickelt Ihre Bibliothek für Ihre älteren LeserInnen?
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