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Online Kommunikation: Nutzung von Blogs, Chats und Foren

Posted on | October 26, 2006 | 1 Comment

Die neuen Kommunikationsformen – Blogs, Chats und Foren – haben kräftig an Bedeutung gewonnen, sagt eine Studie zum Nutzungsverhalten von Internetsusern.

Von Weblogs, Chats, Foren bis hin zu Newsgroups: Die überwiegende Mehrheit der Deutschen nutzt die Kommunikationsmöglichkeiten des Massenmediums Internet. Dies geht aus dem “Digital Life Report“, einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS-Infratest hervor.

Unterschiede ergeben sich aber nicht nur bei der Bekanntheit dieser Tools – so können etwa 20,7 Millionen Internetnutzer (55 Prozent) über 14 Jahren mit dem Begriff des Weblog etwas anfangen – sondern auch bei der aktiven Nutzung. Dieser Anteil ist deutlich geringer: gute 30% lesen auch online-Journale, 7% führen aber auch ein eigenes Blog. Die Mehrheit sind also passive Leser.

Im Vergleich zu Weblogs ist die Nutzung von Chats, Foren und Newsgroups als privates Kommunikationstool weitaus beliebter. Etwa 47 Prozent der deutschen Onliner zählen sich zu den Anwendern dieser Formate. Dabei werde vor allem über “Nachrichten und Politik” sowie über “Shopping, Produktinformationen und Preisvergleich” diskutiert, teilte das Marktforschungsinstitut mit. Auch “Computer und Software”, “Musik und MP3″ sowie “Beruf und Karriere” zählen zu beliebten Plauderthemen.

[via media|NRW]
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Comments

One Response to “Online Kommunikation: Nutzung von Blogs, Chats und Foren”

  1. Dr. Jan Hachenberger
    July 20th, 2007 @ 8:05 am

    Auf der Knowtech 2006 stellten Vertreter von Siemens den Siemens Mitarbeiter-Weblog vor. Neben durchaus unternehmensrelevanten Themen fand sich – soweit wie ich mich erinnern kann – auch ein Eintrag mit der Überschrift „Powerpoint Krankheiten“. Als hätten die Referenten es geahnt, dass ich nach weiteren skurrilen Einträgen fragen würde, kam bei der Erläuterung des Screenshots der Hinweis, dass im Sommer 2006 auch ein Weblog zur Fußball Weltmeisterschaft bestand, der erst vor kurzem geschlossen wurde. Leider blieb keine Zeit, um nach dem unternehmerischen Nutzen solcher Einträge zu fragen.

    Hier gilt der Spruch aus Goethes Zauberlehrling: „Die Geister die ich rief, werd` ich nun nicht los”. Die Technologien sind da, aber es fehlt die Kontrolle, neudeutsch: Governance. Konsequenzen: Jeder Mitarbeiter wird motiviert, aufgefordert oder fühlt sich verpflichtet, sein Wissen mit anderen zu teilen, in dem er ALLES ausspeichert, was nach seiner Meinung anderen oder vielleicht auch nur ihm selber Nutzen stiftet, und sei es die Anerkennung der Kolleginnen und Kollegen. Ich sehe die Einträge unter der Rubrik „Powerpoint Krankheiten“ direkt vor meinem geistigen Auge.

    - Sind mehr als 20 Bulletpoints pro Folie sinnvoll?
    - Reicht ein Bild auf einer Folie aus?
    - Ab welcher Schriftgröße kann man in 5 Metern Entfernung nichts mehr erkennen?

    Und damit das Prinzip der Freiwilligkeit und des Fair Play – propagierter Grundgedanke einer Community – gewahrt bleibt, greift man in das Geschehen nicht ein und lässt die Mitarbeiter gewähren. So stehen Unternehmensstatistiken und vertriebliche Best Practice Beispiele neben der Kritik am Präsentationsstil von teuren Beratern und den Ergebnissen des letzten Spieltags der Bundesliga. Schön, das es noch Unternehmen wie Siemens gibt, die ihren Mitarbeitern soviel Gutes tun.

    Das die oben genannten Technologien nur dann einem Unternehmen Nutzen stiften, wenn sie zumindest in einem gewissen Umfang kontrolliert werden, steht auch nach Ansicht von Larry Sanger, Mitgründer von Wikipedia außer Zweifel. Erst vor kurzem habe ich hierzu einen Kommentar gelesen: (Quelle Spiegel Online, „Wikipedia-Gründer fordert Wikipedia heraus“ vom 17. Oktober 2006). Dort findet sich folgende Passage: „Wikipedia war wiederholt wegen schwerwiegender Fehler in einzelnen Artikeln in die Schlagzeilen geraten. … Sanger will, dass sich die Citizendium-Community eine eigene Charta schafft: eine Art Leitbild, in der Ziele, Umgangsregeln und Rechte der Mitglieder geregelt werden. Aufpasser sollen die Einhaltung der Charta überwachen und im Extremfall auch Mitglieder ausschließen, die sich nicht daran halten. Artikel in Citizendium sollen wie in Wikipedia grundsätzlich von jedermann bearbeitet werden können. Allerdings will Sanger dies nur registrierten Nutzern erlauben. Diese müssten sich außerdem mit ihrem wirklichen Namen und einer gültigen E-Mail-Adresse anmelden.

    Also: Gilt der Grundsatz “Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser” ?! Das Maß an Kontrolle ist der Kasus Knaxus. Zuviel und die Mitarbeiter verlieren die Lust, zu wenig und der Topf quillt über. Resümee: Man sollte im Unternehmen immer jemanden haben, der die Zauberformel für Blogs, Wikis und Podcasts kennt:

    “In die Ecke, Besen! Besen! Seids gewesen! Denn als Geister ruft euch nur, zu seinem Zwecke, erst hervor der Alte Meister.”

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