Bibliothek NICHT Teil einer Kulturfirma

An der Kostenschraube wird - wie fast überall im öffentlichen Bereich - immer weiter gedreht. Das trifft Bibliotheken mit einem hohen Fremddeckungsanteil oft sehr hart. Die Stadt Velbert sieht das Problem für den gesamten Kulturbereich und geht, wie manche andere Gemeinde, einen innovativen Weg.

Anmerkung: In der ersten Aussendung habe ich irrtümlicherweise behauptet, auch die Bibliothek sei Teil des Konzepts “Kulturfirma”. Dies ist nach Auskunft der Leiterin der Stadtbücherei Velbert, Eva Meier, nicht richtig. Die Bibliothek ist aus diesem Konzept ausgenommen! Dieses Post ist nun nachträglich aktuallisiert worden.
Die Stadt Velbert bzw. deren Verwaltung schlägt aufgrund steuerlicher Vorteile, Kosteneinsparungen bei einer besseren Nutzung gemeinsamer Kapazitäten und Mittel sowie der Möglichkeit, ein Kulturkonzept auch unter einem Dach zu vereinigen, die Schaffung einer Kulturfirma für sämtliche kulturellen Belange der Stadt vor. Dies inkludiert aber nicht die städtische Bibliothek.

Damit sollen alle Veranstaltungshäuser der Stadt in einem Eigenbetrieb zusammengeführt werden. Bei den Bibliotheken kommt es zur Umsetzung des Konzepts “Lernen in der Bibliothek” (mehr zu diesem Thema finden Sie auch im Beitrag über den Wissensturm in Linz). In Kooperation mit der Musik- und Kunstschule wird insgesamt eine engere Zusammenarbeit mit allen Schulen der Stadt angestrebt. Das geht bis hin zu vertraglich verankerten Partnerschaften.

Stadtbibliothek Velbert

Das preisgekrönte Schloss- und Beschlägemuseuum ist ein Juwel der Stadt und soll weiter ausgebaut werden. Angedacht ist eine Ausweitung der Ausstellung um moderne Entwicklungen der Schlosstechnik sowie die Etablierung einer eigenen Forschungsstelle. Trotz dieser herausragenden Stellung im Kulturleben der Stadt soll aber auch diese Einrichtung in die neue Kulturfirma eingehen.

Die neue Kulturfirma, übrigens eine 100%ige Tochter der Stadt, trägt den etwas sperrigen Namen “Kultur- und Veranstaltungsbetrieb Velbert”. Wie wär’s den einfach mit “Kulturfirma Velbert”?
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1 Kommentar zu “Bibliothek NICHT Teil einer Kulturfirma”

  1. Holger aus Velbert Says:

    diese zerlegung in kleine Einheiten macht durchaus sinn, sofern diese dann auch einen eigenen budgetauftrag bekommen in dessen rahmen sie frei wirtschaften können…

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