Zur Rolle von Websuchdiensten im Suchverhalten von Studierenden
Live vom österreichischen Bibliothekartag 2006: Hr. Griesbaum von der Uni Konstanz berichtet über das Nutzungsverhalten von Studenten bei ihrer Informationsrecherche.
Joachim Griesbaum spricht über eine Untersuchung zur Nutzerverhalten an der Uni Konstanz. Grundsätzlich sehen die Relevanz und Problemfelder populärer Websuchdienste folgendermaßen aus:
- schnell, viele Informationen, zugänglich –> schöne, neue Welt
- Information nur zu einem gewissen Maß suchbar, Qualität der Dokumente fraglich, Suchmaschinen verdrängen andere Suchdienste auch wenn diese für die Such nicht optimal sind (Gefahr: Einschränkung der Sicht auf die Welt)
- Studien zeigen, dass Websuchmaschinen für Informationsrecherche für Studierende sehr populär sind
- sehr oft wird eine einzige Suchmaschine für eine Recherche verwendet, nur im Falle des Scheiterns werden andere Suchdienste verwendet
- Informationskompetenzen sehr unterschiedlich, oft nicht vorhanden
Befunde zum Suchverhalten auf der Uni Konstanz
- Ziele der Studie:
- Welchen Erfolg haben Schulungen?
- Sind die Studenten bereit, für den Zugriff auf relevante Literatur zu bezahlen?
- Welche Informationsdienste werden als nützlich eingestuft?
- Ergebnisse:
- Schulungsmaßnahmen waren erfolgreich, die Informationskompetenz stieg
- Google & Co werden als weitaus nützlicher für das Studium erachtet als fachspezifische Informationsdienste
- Auch nach dem Kurs bleiben Suchmaschinen die populärsten Suchdienste; andere legen aber zu (OPAC, Fachdienste)
- keine Zahlungsbereitschaft für wissenschaftliche Artikel
- Testgruppe:
- alle männlich, technik-affin
- 19-25 Jahre
Lösungsansätze:
- mehr Angebote über Open Access
- neue Preismodelle
- Verwendung von Studiengebühren zur Abdeckung von Zugriffsgebühren
[Technorati Tags: Bibliothek - Marketing - Nutzerforschung ]
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