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DRM: Wo bleibt der Nutzer zwischen DRM, Trusted Computing und gesetzlichen Rahmen?

Posted on | September 20, 2006 | No Comments

Live vom Österreichischen Bibliothekartag: Prof. Büttner mit einem derzeit heiß diskutierten Thema: Digital Rights Management.


In einem sehr amüsant gehaltenen Vortrag referiert S. Büttner über falsch verstandene Rechteverwaltung, Trusted Computing und andere Entwicklungen auf dem Gebiet des Rechtemanagements.

Zunächst eine Begriffsbestimmung: DRM (Digital Rights Management) kennt keine allgemein anerkannte Definition, sondern wird als eine Vielzahl technischer und rechtlicher Phänomene verstanden. DRM-Systeme sind elektronische Vertriebssysteme, die nicht das Management digitaler Rechte bedeuten, sondern die Rechte an digitalen Medien kontrolliert.

Welche Komponenten (Trusted Computing) sind im DRM-Bereich feststellbar? Zunächst können diese in die drei Ebenen

  • Hardware basiert Trusted Plattform
  • SW basiert (VISTA)
  • Prozessor-Ebene

Welche Ziele verfolgt DRM/Trusted Computing:

  • Rechteverwaltung
  • Schutz vor Angriffen von Außen
  • Nutzerschutz (Datenzugriff)
  • Kontrolle der Verbreitung von Medien (online, offline)

DRM bedient sich dabei besonderer Kerntechniken auf den Ebenen

  • Verschlüsselung
  • Objekt-Identifizierung
  • HW-basierte Lösungen
  • SW-basierte Lösungen

Im konkreten handelt es sich dabei um

  • Zugangskontrollen: Verschlüsselungsverfahren, Kopierkontrollsysteme, Passwortzugang; Schutz der Authentizität und Integrität: digitale Signatur, digitale Wasserzeichen; Identifizierung durch Metadaten: DC, XrML, Digitaler Fingerabdruck, digitale Wasserzeichen
  • Manipulationssichere HW/SW: Hardware – Dongles, Smartcards, SW – Mediaplayer; Suchsysteme: digitale Wasserzeichen, digitaler Fingerabdruck; Zahlungssysteme Secure Transaction System, Micropayment
  • Trusted Computing: HW-basierte Trusted Plattform Module; SW-basiert: OS Vista: User Account protection, Plattenverschlüsselung Bitlocker

Abschließend ging Prof. Büttner auf die Potentiale des Rights Management ein. Er sieht diese in den Bereichen

  • Web 2.0, welches gleichzeitig Offenheit und Sicherheit verlangt
  • E-science, Grid: gemeinsame Ressourcenverwaltung, kollaboratives Arbeiten, Nutzerdaten

Eine Forderung bleibt aufrecht: die Kontrolle über DRM muss durch den Nutzer, nicht durch Anbieter erfolgen.

Soviel zum Thema DRM. Alles klar? Wenn nicht, hier eine letzte Empfehlung von Prof. Büttner: The Pig in the Box erklärt DRM als Comic für Kinder. Spannend!

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