Bibliotheksnacht und Hörbuch

Bibliotheken haben eine Zukunft, man darf sie nur nicht verpassen. Mit ungewöhnlichen Angeboten und den richtigen Medien lassen sich LeserInnen für die Dienste der Bibliothek begeistern. “Bibliotheksnacht” und das “Hörbuch”, zwei Beispiele aus der Praxis.

Das erste Beispiel eines erfolgreichen Bibliotheksmarketings schildert uns ein Beitrag von Aneli Hüttner in der “Märkische Allgemeinde.de”. Obwohl die Idee ja nicht unbedingt brandneu ist, hat sie nichts von ihrer Wirkung auf ein junges Publikum verloren - die Bibliotheksnacht.

Im konkreten Fall organisierte die Stadtbibliothek Jüterborg eine unterhaltsame und lehrreiche Nacht für Zweitklässler einer Grundschule. Die Stadtbibliothek bot aufgrund ihrer Architektur (sie ist in den Gewölber der Mönchenskirche untergebracht) jenes “Harry-Potter-Flair”, welches bei den Grundschülern wie magisch zieht.

Das Programm bestand aus einer Erkundung der Bibliothek, welches mit einem Quiz ums Bücherausleihen kombiniert war. Ein Abendbrot durfte natürlich auch nicht fehlen. Die Kinder konnten sich auch ihren eigenen Schlafplatz zwischen den Regalen wählen, doch zuvor wurden sie vom Museumsleiter durch das dunkle Museum geführt.

Unser Anliegen und das Ziel solcher Veranstaltungen ist es, die Kinder ans Lesen heranzuführen“, sagte Carmen Eike, “und das klappt eigentlich auch ganz gut.”

Bibliothekmarketing

Das zweite Beispiel für ein gutes Bibliotheksmarketing ist zwar weniger aufregend, aber ungleich wichtig: die Wahl der Entlehnmedien. Die Vielfalt der Medien ist groß, und doch ist das Buch weiterhin bestimmend. Ein “neues” Medium sorgt derzeit aufgrund seiner steigenden Popularität für ein gewisses Aufsehen - das Hörbuch.

Nach einer Schätzung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels lag der Umsatz mit Hörbüchern im Jahr 2005 rund 20% höher als im Vorjahr. Es gibt derzeit rund 13.000 Titel im Angebot, bereit gestellt von ca. 500 Verlagen. Insgesamt werden rund 6 Millionen Kunden diesem Segment in Deutschland zugeordnet. Die Vertriebswege reichen vom Einzelhandel bis zur Online-Plattform. (via Ostthüringer Zeitung)
Auch Bibliotheken reagieren auf diesen Trend und bieten entsprechende Hörbücher in CD-Form an. Besonders beliebt sind Hörbücher aus dem Bereich der Belletristik.

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3 Responses to “Bibliotheksnacht und Hörbuch”

  1. Ja, Hörbücher sind absolut im Trend. Schon seit Jahren! Die meisten Bibliotheken haben recht gute Hörbuch-Bestände und erzielen damit hohe Ausleihzahlen.

    Mehr Infos zu Hörbüchern im Hörbuch- und Podcast-Blog.

  2. 2005 hat eine Bibliotheksnacht in großem Stil stattgefunden. Unter dem Motto “Bibliotheken bringen Licht ins Dunkel” gab es rund 500 Veranstaltungen mit etwa 50.000 Besuchern in Bibliotheken aller Größen in ganz Nordrhein-Westfalen.
    Unter dem Motto Nach(t)lese findet am 21. Oktober 2006 eine Bibliotheksnacht in Bayern statt.
    Die nächste “Nacht der Bibliotheken” in NRW wird am 26 Oktober 2007 unter dem Motto “Tatort Bibliothek” stattfinden.
    Weitere Informationen:
    http://www.nachtderbibliotheken.de
    http://www.bibliotheksnacht-in-bayern.de/

  3. Ich freue mich sehr, dass das Hörbuch immer intensiver in den Bibliotheken angeboten wird. Ich habe die HörBibliothek Mariahilf 1998 gegründet, wir sind noch immer die einzige öffentliche HörBibliothek in Österreich. Da ich zu sehr vielen Vorträgen zur Verbreitung von Hörbüchern eingeladen worden bin, freue ich mich über die gute Resonanz. Es war aber bisher ein steiniger Weg das Hörbuch bei uns in Österreich wirklich bekannt zu machen.
    Das Phänomen, das sich bei unserem Entleih entwickelt hat, ist aber sicher für viele Bibliotheken interessant. Männliche “Leser”, in Bibliotheken normalerweise eine verschwindende Minderheit, treten in der HörBibliothek in Scharen auf: 40 % der Entlehner sind Männer !!!!!!!
    Darüber zu diskutieren wäre auch sehr interessant.
    Liebe Grüße an alle, die sich mit dem Hörbuch beschäftigen (oder wollen)
    Christa Wiener-Pucher, Graz Mariahilf

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