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Wissensmanagement und Semantic Web

Posted on | August 9, 2006 | 3 Comments

Dass das Semantic Web keine abgehobene, abstrakte Phantasie ist, zeigt der Beitrag von Heiko Beier zur Verquickung von Prozessen, Wissen und Information in der betrieblichen Wertschöpfung.
Das gerade erschiene Buch “Semantic Web. Wege zur vernetzten Wissensgesellschaft” bietet neben einer Reihe theoretischer und technischer Beiträge auch Einblicke in die betriebliche Anwendung von Semantic Web. Heiko Beier von moresophy Deutschland hat sich diesem Thema ausführlich gewidmet.

Ausgehend von der bekannten Auffassung, Wissen bildet in der heutigen Zeit den wichtigsten Produktionsfaktor, ist es nicht unverständlich, die Entstehung und die Pflege, die Weitergabe und die Sicherung von Wissen in Unternehmen zu betrachten und deren Konzepte und Methoden weiterzuentwickeln.

Wissen basiert auf Informationen, und Informationen fließen zwischen Akteuren in definierten oder nicht definierten Bahnen. Betriebliche Abläufe (Prozesse) bilden dieses Netz aus Rollen (Personen, Systemen), Tätigkeiten, Ressourcen (Werkzeuge, Informationen), welches aus Eingaben (Input) Ergebnisse (Output) hervorbringt.

Dieses Netz von Beziehungen und Tätigkeiten wird mit Hilfe von Informationen gesteuert – eine Tätigkeit wird erst mit dem Erreichen einer Vorstufe angestoßen. Die ‘Alarmierung’ erfolgt in Form von Information. Information ist eine Art notwendiges Übel in der internen Kommunikation und Verflechtung von Prozessen.

Durch die wachsende Komplexität dieser Beziehungen wird auch immer mehr auf die Instrumente geschielt, die diese Komplexität überschaubar machen, wenn nicht reduzieren können. Hier spannen wir den Bogen zu semantischen Technologien, die neue Möglichkeiten eröffnen.

Die Anforderung an derartige Wissens- und Informationssysteme ist, dass sie NutzerInnen in die Lage versetzen, in der Flut von Informationen die für sie relevanten zu erkennen und für sich zu nutzen, ohne dass sie technische ExpertInnen sind.

Im Beitrag von Heiko Beier wird der Gesamtkontext, den diese Instrumente und deren NutzerInnen im Sinne einer wissensorientierten Organisation einnehmen, deutlich: der gesamte Betrieb ist auf die Weiterentwicklung von Wissen ausgerichtet, Wissensmanagement ist nicht nur Tool, sondern auch Bestandteil der Unternehmensstrategie.

Neben der Entscheidung für ein bestimmtes Tool wie eine Topic Map ist es entscheidend, Werkzeuge und die dahinterliegende Strategie in die Prozesse zu integrieren. Dies ist vor allem eine Management-Aufgabe, die wie bei allen Wissensmanagement-Einführungen den entscheidende Erfolgsfaktor bildet.

Das Buch gibt es u.a. bei Amazon zu kaufen.

Bibliographische Angaben:
Pellegrini, Tassilo / Blumauer, Andreas: Semantic Web. Wege zur vernetzten Wissensgesellschaft.
Springer Verlag, Berlin 2006
ISBN: 103-540-29324-8

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Comments

3 Responses to “Wissensmanagement und Semantic Web”

  1. Mehr zum Semantic Web « Bibliothek 2.0 und mehr …
    October 10th, 2006 @ 11:36 am

    [...] Dazu gibts eine Vorstellung von Mark Buzinkay, der an Buch mitgeschrieben hat, sowie eine Rezension von Heiner Wittmann. Ebenfalls finden sich alle Abstracts online. Weitere Quellen die Markus empfiehlt: [...]

  2. Dr. Jan Hachenberger
    January 11th, 2007 @ 5:40 pm

    Das Toolset der Firma Moresophy L4 Modeller, Indexer und Networker ermöglicht die semantische und kontextorientiert Vernetzung von Informationen. Insb. die Effizienz wissensintensiver Prozesse kann durch kürzere Suchzeiten nachhaltig gesteigert werden.

  3. Xerox FactSpotter – eine semantische Hilfe : MBI Blog
    June 19th, 2011 @ 8:30 am

    [...] Manche Suchdienste (z.B. Clusty) verwenden semantische Technologien, um Treffer zu clustern. Semantische Suche ist also noch im Alpha-Stadium. Oder doch [...]

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