Semantic Web: Standards
Klaus Birkenbihl von W3C und dem Deutsch-Österreichischen Büro im Fraunhofer Institut für Medienkommunikation gibt es eine äußerst klare Einführung, was Semantic Web heißt und auf welchen Standards es aufsetzt. Eine Rezension aus “Semantic Web. Die vernetzte Wissensgesellschaft”.
Klaus Birkenbihl gibt uns in seinem Beitrag “Standards für das Semantic Web” einen guten Überblick darüber, worauf das Semantic Web überhaupt aufbaut: Standards. Das klingt doch trivial, und das meint Klaus Birkenbihl auch so. Standards sind notwendig, um Kommunikation und Zusammenarbeit zu ermöglichen. Das gilt im besonderen auch für das Web.
Derzeit existieren viele verschiedene Standards, die das Web bestimmen und zu reglementieren versuchen. Die meisten stammen von der Standardorganisation W3C, welches als Industriekonsortium geführt wird. Das Ziel ist die Weiterentwicklung des Web voranzutreiben und inkompatible Entwicklungen zu verhindern.
Die gängigen und im alltäglichen Web-Alltag gebräuchlichen Standards sind beispielsweise das HyperText Transfer Protocoll (HTTP) oder das Format für die Auszeichnung von Hypertext-Dokumenten (HTML). Die für die Entwicklung der Web-Architektur notwendigen Standards sind die URI (Universal Resource Identifier) und XML (Extensible Markup Language). XML bietet die Möglichkeit, durch Definition von Sprachen (z.B. HTML) Sprachen für verschiedene Nutzungsszenarien zu entwickeln. So wird XML in den Plänen des W3C zur Basis des gesamten Web.
Eine weitere Größe im Zusammenhang von Semantic Web und Standards ist RDF (Resource Description Facility). RDF ist eine Definition von Aussagen, die über ein Subjekt-Objekt-Prädikat (also eine Beziehung) gemacht werden können. Subjekte und Objekte werden über die URI angegeben, Prädikate über Metadatensätze (wie im Dublin Core). Die Subjekte / Objekte einer Beziehung können auch wieder als Objekte / Subjekte in anderen Beziehungen auftauchen. So entsteht ein Geflecht zwischen Ressourcen wie es derzeit Links zwischen Dokumenten bilden. Mit Hilfe von XML lassen sich RDF in einer Datei beschreiben und bilden so die Syntax, die ein ‘Computer’ verstehen kann.

Die Web Ontology Language OWL ist eine Steigerung der RDF Möglichkeiten, die selbst keine Klassenbildung zulässt. So können Terminologien erschaffen werden, und zwar für einen bestimmten Zusammenhang.
Hier können wir auch zwischen zwei Dimensionen unterscheiden, wenn es um den Begriff des Semantic Web geht. Zum einen ist Semantic Web darauf ausgerichtet, Wissen im Web darzustellen, zum anderen, Anwendungen miteinander zu vernetzen (Webservices).
Abschließend fragt sich Birkenbihl, wo denn das Semantic Web bleibt. Nun, es gibt es schon in der einen oder anderen Form, z.B. durch die Anwendung des Dublin Core Metadatensatzes, oder RSS.
Das Buch gibt es u.a. bei Amazon zu kaufen.
Bibliographische Angaben:
Pellegrini, Tassilo / Blumauer, Andreas: Semantic Web. Wege zur vernetzten Wissensgesellschaft.
Springer Verlag, Berlin 2006
ISBN: 103-540-29324-8
[Technorati Tags: Dublin Core - XML - Semantic Web ]
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