Mobiler Buchverleih in Madrid

Es gibt viele Wege zum Kunden, und die Madrider Bibliotheken denken genauso. Das Bibliotheksmarketing in Madrid geht über mobilen Buchverleih…

Ein Beitrag in den on-Nachrichten berichtet über eine Initiative in Madrid, mehr LeserInnen für die Bibliothek und deren Dienste zu gewinnen. Hauptkonkurrent: der Fernseher.

Eines der wichtigen Eckpunkte der Marketingstrategie ist deren Sichtbarkeit zu steigern. So wurden acht sogenannte Module an besonders stark frequentierte Orte positioniert - in U-Bahn-Stationen beispielsweise. Das Design der Filialen ist ebenfalls außergewöhnlich und auffallend: langgezogene, wellenförmige Glascontainer.

Ziel ist es, die vielen U-Bahn-Fahrer mit Lektüre zu versorgen und so das Notwendige mit dem Angenehmen zu verbinden. Die Strategie scheint bis dato aufzugehen: mehr als 25.000 LeserInnen haben sich seit Beginn der Aktion neu registrieren lassen.

Das Madrider Bibliotheksmarketing macht aber hier nicht halt: mit Hilfe von rund 22.000 Plakaten (mit Textauszügen aus literarischen Werken) in den Straßen Madrids soll die Zahl der BesucherInnen weiter gesteigert werden. 13 Biblio-Busse ergänzen das mobile Angebot.

u-bahn

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2 Responses to “Mobiler Buchverleih in Madrid”

  1. Das Bibliometro-Projekt, über das letztes Jahr im August auch das Deutschlandradio berichtet hatte ( http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/411664/ ), ist ein schöner Beweis dafür, dass es sich immer wieder lohnt mit außergewöhnlichen Maßnahmen auf das Zielpublikum zuzugehen.

  2. Ich war vor ca. 10 Jahren in Loosdorf (NÖ). Am Bahnhof wurde den Pendlern morgens und abends die Möglichkeit gegeben, Bücher der öffentlichen Bücherei auszuleihen bzw. zurück zu geben. (ich glaube, es war 1x wöchentlich montags) Ich war von dieser Idee (und den kreativen Bibliothekarinnen) damals fasziniert. Ob der kleine Ort Loosdorf Pate war für Madrid??

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