Multilingualität und Lokalisierung zur Wissenserkundung

Im Vorfeld des Österreichischen Bibliothekartages möchte ich in einer kleinen Serie auf einige sehr spezifische, von mir schon mit Spannung erwarteten Vorträge eingehen. Diesmal: Multilingualität und Lokalisierung zur Wissenserkundung von Winfried Gödert.

Der Vortrag von Prof. Winfried Gödert zielt auf eines der Hauptprobleme von BibliothekarInnen - das Matching der Sprache des Erschließers und der Nutzer. In seinem Vortrag wird Gödert auf das CrissCross Projekt zur Erstellung eines erweiterten Registervokabulars zur DCC Deutsch eingehen.

Das CrissCross Projekt versucht eine Erweiterung der Dewey-Dezimalklassifikation zu erstellen, und zwar mit Hilfe eines multilingualen und auf einem Thesaurus basierenden Registervokabulars. Dieses Vokabular kann als Recherchevokabular herangezogen werden, was zu einer gewissen Vereinfachung der OPAC-Bedienerführung für den Nutzer führen würde.

Diese Kreuzung von DDC und Schlagwort gelingt über eine jedem Schlagwort zugeteilte DDC-Notation; zusätzlich wird die Interoperabilität unter den verschiedenen Systemen mit Hilfe von Links zwischen den einzelnen Schlagwörtern der SWD, den Library of Congress Subject Headings und dem Répertoire d’autorité-matière encyclopédique et alphabétique unifé (Rameau) gewährleistet.

Endergebnis des CrissCross Projektes sollte eine Kern-Ontologie (Was sind Ontologien?) mit universalen Relationen entstehen; die dabei beteiligten Klassifikationen und Normdateien würden neue semantische Netze bilden, mit dem Vorteil, dass sich generische Beziehungen aus der Kern-Ontologie selbst bilden und ein ‘manuelles’ Anlegen wie in ‘alten’ Thesauri nicht mehr notwendig ist.
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