AltaVista: Multimedia-Suchmaschine und Babel Fish
Posted on | July 7, 2006 | 3 Comments
AltaVista prägte wie kaum eine andere Suchmaschine das erste Jahrzehnt des World Wide Web. Heute bietet AltaVista wieder innovative Technologien – MultiMedia ist da ganz im Trend.
Zur Vorgeschichte: im Jahr 1995 entwickelten die Macher von AltaVista im kalifornischen Palo Alto eine Methode zur Indexierung des Webs in einer Datenbank: jedes Wort einer Seite konnte so in einem Index abgelegt werden. Diese Technologie ist zur Basis jeder Suchmaschine geworden.
Die Technologie-Führerschaft von AltaVista ging in den späten 90er Jahren an Google verloren, und damit auch letzlich die breite Masse der NutzerInnen. Im Zuge des Platzens der Dot-Com-Blase und dem Verlust der Marktführerschaft wechselte AltaVista mehrmals den Eigentümer und gehört nunmehr zum Yahoo!-Imperium.
Trotz der zahlreichen Umbrüche in der jüngeren Vergangenheit versucht AltaVista, ihrer Philosophie ‘The Power of Precision‘ treu zu bleiben und weiterhin für Innovation im Bereich der Suchmaschinentechnologie zur sorgen.
Neben 61 suchtechnischen Patenten bot AltaVista übrigens als erste Suchmaschine die mehrsprachige Suche im Internet an – chinesische, japanische und koreanische Webseiten konnten durchforstet werden.

Wie sieht es aber mit den gegenwärtigen Möglichkeiten von AltaVista aus – was kann AltaVista heute? Ganz oben auf der Liste steht Multimedia – die Suche in verschiedenen Medienformaten. Angeboten werden neben einer Textsuche auch
- Bildsuche (weitere Suchmaschinen zur Bildersuche finden Sie hier)
- MP3 und Audio Suche
- Videosuche (weitere Video-Suchmaschinen finden Sie hier) und
- Nachrichtensuche
Zur Bildsuche: NutzerInnen von AltaVista verfügen über eine breite Palette an Filterfunktionen, die ihnen die Einschränkung der Treffer nicht nur nach Begriffen, sondern auch nach
- Farbgestaltung (Farbe, Schwarz-Weiss)
- Bildgröße (verschiedenste Formate)
- Quellen (Webseiten, Filme, Zeitungen etc.)
- Bildertype (Foto, Grafiken, Banner bzw. Schaltflächen)
ermöglichen.

Die Audio-Suche gestaltet sich ähnlich komfortabel: mehrere Filter lassen das Ergebnis immer präziser finden – z.b. über diverse Formate oder die Dauer der Audio-Datei.
Analog zur Audio-Suche bietet die Video-Suche Format-Filter an als auch Selektionsmöglichkeiten zur Dauer der Videos.
Babel Fish ist ein weiteres Markenzeichen von AltaVista: der erste maschinelle Internet-Übersetzungsdienst, der Wörter und ganze Webseiten ins Deutsche, Englische, Spanische, Französische, Portugiesische, Italienische und Russische übersetzen kann. Auch wenn die Qualität manchmal seltsame Blüten treibt, so ist Babel Fish eines der beliebtesten Werkzeuge im Web.
AltaVista hat ihre Übersetzungstechnologie auch in ihre Suche integriert – so können fremdsprachige Treffer sofort in die eigene Landessprache übersetzt werden. Der Link (‘Translate’) dazu wird direkt bei der gefundenen Seite angegeben:

Babel Fish ist sehr einfach zu bedienen und kann als Service in die eigene Webseite integriert werden (wie das bei Google funktioniert, habe ich hier beschrieben). Gewöhnlicherweise wird der Text in die vorgesehene Babel Fish Maske eintragen oder kopiert und die gewünschte Übersetzung ausgewählt. Fertig.
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3 Responses to “AltaVista: Multimedia-Suchmaschine und Babel Fish”
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July 7th, 2006 @ 10:06 am
Die ganzen Informationen auf dieser Website sind super, sehr wichtig für uns in der Stadtbibliothek Winterthur, wo wir einen Informationsservice aufbauen.
December 19th, 2008 @ 6:06 am
[...] AltaVista’s Babelfish und Google Translate gibt es nicht allzu viel an online Übersetzungsdiensten, die auch mal ganze [...]
August 28th, 2009 @ 1:23 am
[...] Lesenswerte Beschreibung mit kurzem geshichtlichem Abriss von AltaVista [...]