Bibliotheken der ETH Zürich
Auf diesen Wochenbeitrag habe ich schon mit Spannung gewartet - die Bibliothek(en) der ETH Zürich und ihre online-Angebote. Zur ETH Zürich selbst muss ich nicht viel sagen - weltberühmte Stätte der Wissenschaft, eidgenössischer Stolz, Garant für Qualität und Leistung… diese Reihe an Superlativen ließe sich eine Weile lang fortsetzen. Und in dieser Tonart gestaltet sich der Einstieg in die online Dienste der Bibliotheken der ETH Zürich.
Ich schreibe mit einem gewissen Nachdruck ‘Bibliothek der ETH’ stets in der Mehrzahl - es ist ein wahres Konglomerat an Instutitionsbibliotheken, dass sich da zusammen gefunden hat. Eine erste Übersicht tut not:
- Bibliotheken der ETH Zürich (Institute)
- Bibliothèques de l’EPF Lausanne
- Bibliotheken der Eidgenössischen Forschungsanstalten
Diese drei Sektionen bilden ein erstes literarisches Bollwerk - sie sind die Spezialbibliotheken der Hochschule. Eine zweite Gruppe an Bibliotheken sammelt sich um Fachbereiche, die z.T. von der ETH Bibliothek mitadministriert werden - so z.B. die Fachbibliothek Betriebswirtschaft oder Elektrotechnik.
Daneben existieren noch
- die eigentliche ETH-Bibliothek
- Sammlungen und Archive und
- ‘elektronische Produkte’ wie ETH-Dissertationen und dergleichen.
Gemeinsam haben sie vor allem eines: die Recherche-Plattform - NEBIS (Netzwerk von elektronischen Bibliotheken und Informationsstellen). Dieses System habe ich in aller Kürze schon im Beitrag über die HTW Chur präsentiert. Interessantes Detail am Rande: über 50.000 der im NEBIS recherchierbaren Bücher verfügben über Abstracts, die teilweise in Eigenproduktion generiert werden.
Über die kombinierte Suche der Web-Oberfläche lassen sich elektronische Zeitschriften, Datenbanken und elektronische Texte gemeinsam oder separat durchsuchen. Eine Kombination mit dem NEBIS-Bestand ist allerdings nicht möglich. Damit sind auch schon die ‘elektronischen Produkte’ genannt, die sich aus
- 153 zur Verfügung stehenden Datenbanken (vor allem bibliographischer Natur)
- ETH-Collection (Dissertationen, Diplomarbeiten, Lehrmaterialien, Nachlassverzeichnisse, Berichte etc.)
- 7.700 e-Zeitschriften, auf die online zugegriffen werden kann
- rund 4.900 e-Texte wie e-Books, Nachschlage werke etc.
Die ETH-Collection ist eine eigene Datenbank mit einer Suchfunktion, Navigation und einer Anbindung an NEBIS. Das vorhandene Material (rund 6.000 Einheiten, Standt Ende 2005) ist ausschließlich von ETH-MitarbeiterInnen verfaßt worden und ist sowohl als Volltext als auch als Abstract im pdf-Format zum Download bereit gelegt.
Die Webansicht der online Dienste bietet aber nicht nur diesen nach Medientyp geordneten Zugang, sondern auch einen Sachzugang (nach Themen). Dort werden sämtliche Informationsquellen unabhängig vom Medientyp gelistet.
Spezielle Online Dienste bieten weiters
- Albert Einsteins Schriften
- eine Archivdatenbank
- Bildarchive und Karten-Datenbanken
- Schulratsprotokolle und
- virtuelle Ausstellungen
Eine nicht-uninteressante Abteilung entdeckte ich noch im ‘vorübergehen’: Bibliotheksmarketing. Was die ETH darunter versteht, kann über den angebotenen Link selbst nachgelesen werden…
Zum Abschluss: auch WLAN ist in den Lesesälen verfügbar. In vielen großen Bibliotheken leider immer noch nicht Standard.
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