Vorarlberger Landesbibliothek
In einer neuen Serie präsentiere ich jeden Donnerstag Bibliotheken im deutschsprachigen Raum und schaue mir deren online-Dienste ein wenig genauer an. Beginnen möchte ich mit der Vorarlberger Landesbibliothek in Bregenz.
Neben einer wirklich beneidenswerten Lage unterhalb der Fluh aber doch schon ein wenig über Bregenz liegt die Landesbibliothek Bregenz. Auch wenn uns vorrangig das digitale Angebot der Bibliothek interessiert, so darf dass sehr schöne und restaurierte Gebäude nicht unerwähnt bleiben.
Die Bestände der Vorarlberger Landesbibliothek setzen sich zusammen aus
- einer Studienbibliothek, die Nachschlage- und Basisliteratur zu sämtlichen Wissenschaften bietet
- Vorarlbergensien (Bücher, Zeitschriften bis hin zur Postkartensammlung und Mediathek)
- diversen Sondersammlungen (Handschriften, Alte Drucke und Fotosammlung)
- dem Franz-Michael-Felder Archiv
Das Online-Angebot der Vorarlberger Landesbibliothek macht auf den ersten Blick einen guten, übersichtlichen und aufgeräumten Eindruck, auch wenn die Navigation nicht durchgängig gleich gestaltet ist. Das macht aber wenig, denn die Benennung der Teilbereiche ist guter Bibliotheksstandard und daher den Heavy-Usern bestens vertraut. Dem seltenen Gast könnte dies aber Schwierigkeiten bereiten.

Zentraler Punkt der Webseite ist die Suche im oder außerhalb des Katalogs. Der OPAC wird über Aleph betrieben . Das auffällig andere Design des Hauptkatalogs erweckt allerdings den Eindruck, als befinde man sich schon wieder außerhalb der Vorarlberger Landesbibliothek, wäre da nicht ein kleiner Hinweis, das dem nicht so ist. Die Suchmaske bietet aber wieder alles, was ein OPAC-Profi gerne sieht. Sehr Nutzer-freundlich sind die am unteren Ende sichtbar angezeigten Suchtipps für den OPAC.
Schön ist auf jeden Fall, dass in eine Suche verschiedene Medienformate gleichzeitig mit aufgenommen werden können und die Suchergebnisse als e-Mail verschickt oder als Kopie auf dem eigenen Rechner ohne großen Aufwand gespeichert werden können.
Neben dem eigentlichen Hauptkatalog kann in weiteren Beständen wie der FH Dornbirn oder der Stadtbibliothek Feldkirch recherchiert werden. Weitere Zugänge zu Information bieten
- die Virtuelle Bibliothek: Datenbanken, Nachschlagewerke, Internetlinks
- DBIS Datenbank Infosystem: 1700 freie Datenbanken, 130 für die VLB lizenzierte Datenbanken
- EZB Elektronische Zeitschriftenbibliothek: Über 10.000 Fachzeitschriften sind im Volltext frei zugänglich, 500 für die VLB lizenzierte Fachzeitschriften
- Springer Link: Datenbank mit Voltextzugriff auf ca. 450 Zeitschriften des Springer-Verlags
- Karlsruher Virtueller Katalog
- sowie dandelon, das ich ein wenig näher vorstellen möchte.
Die Vorarlberger Landesbibliothek beschreibt dandelon als „ Eine Art „Google“-Suche in derzeit ca. 50.000 Inhaltsverzeichnissen von Büchern und 300.000 Artikeln von Zeitschriften im Bestand der Landesbibliothek.
Was heißt das genau? Dandelon verfügt in seiner Datenbank beispielsweise über derzeit 50.000 gescannte Inhaltsverzeichnisse von Büchern, so dass die darin vorkommenden Begriffe neben Autor, Titel und Schlagwort suchbar sind. Die Ergebnisse sind auf die VLB einschränkbar und werden nach Relevanzkriterien gereiht. Dandelon stellt sicherlich eine Erweiterung der Suchqualität dar, womit sich die VLB als technologischer Vorreiter in der österreichischen Bibliotheksszene hervor getan hat.




Jul 21st, 2006 at 3:11 pm
[...] Topic Maps Visualization in dandelon.com und im Portal Informationswissenschaft der Firma AGI – Information Management Consultants [...]