Universitätsbibliothek Konstanz
Die Universität Konstanz gehört neben St.Gallen zu den renommiertesten Universitäten im Bodenseeraum. Daselbe gilt auch für die Konstanzer Universitätsbibliothek, und diese werde ich mir im folgenden Beitrag einmal genauer unter die Lupe nehmen.
Das Gelände der Bibliothek liegt nicht direkt am Bodensee-Ufer, aber doch zentral auf dem Campus, so dass sie von allen Gebäuden aus gut und auf kurzem Wege erreichbar ist. Einen virtueller Rundgang durch das recht modern ausgestattete Gebäude bietet die Bibliothek hier an…
Das erste was auffällt, ist das Angebot der 24-Stunden-Bibliothek: viele Bibliotheksbereiche sind bis in die Nacht geöffnet, eine Buchrückgabe ist gar nach 23:00 möglich (direkt beim Wachpersonal).
Mein nächster Blick gilt den Beständen – über 2 Millionen Bände sollen in den Hallen der Bibliotheken lagern (einen genaueren Blick in die Statistik bietet die Konstanzer Uni natürlich auch… ) . Diese setzen sich zusammen aus:
- Wissenschaftliche Fachliteratur (Semesterapparate) für den Lehrbetrieb
- Philosphisches Archiv
- Städtische Wessenberg-Bibliothek
- Europäisches Dokumentationszentrum
- Tages- und Wochenzeitungen und
- andere kleinere Sammlungen von Wandkarten, Indianerliteratur und Sammlung antiker Kleinkunst
Eine Mediothek ergänzt das Vor-Ort-Angebot der Bibliothek. Und wer was für Kunst übrig hat, erfreut sich an der 16 bit Library.
Das online-Angebot der UB Konstanz überrascht zunächst mit einer Web-Oberfläche, die einem bekannten Powerpoint-Thema entnommen zu sein scheint. Wen es nicht stört, der kann mit der gewonnenen Übersichtlichkeit gut leben. Verfechtern von Corporate Identity werden aber die Haare zu Berge stehen.
Die Einstiegsseite ist gut gegliedert und bietet alle wesentlichen Dienste und Features auf einen Blick an:
- Suche im lokalen Katalog
- Suche in diversen anderen Katalogen des deutschsprachigen Raumes und in Fach-Datenbanken
- Auskünfte zu den verschiedenen Services
Der lokale Bestand kann über einen Web-OPAC durchforstet werden. Es werden sowohl einfache als auch erweiterte Suchen angeboten, quer über alle Medienarten, Fachgebiete und Institutionen. Eine Englisch-sprachige Oberfläche für den OPAC steht ebenfalls bereit. Eine alternative Themensuche ist möglich, wird aber über eine andere Suchmaske angeboten.
Eine weitere Suchvariante findet sich direkt in der Hauptnavigation: „Suchen“. Diese Abfragemaske durchsucht aber nicht den Hauptkatalog, sondern den UB-Webserver auf passende Einträge.
Und noch eine Suchmöglichkeit bietet uns die Webseite der UB Konstanz an: das Recherche-Portal Elektra führt eine gleichzeitige Suche nach Büchern, Aufsätzen und Internetquellen durch. Verwirrend: es sind nicht alle Datenbanken der UB in diesem System integriert. Es ist zwar eine Liste der mit einbezogenen Datenbanken verfügbar, aber wer macht schon den Abgleich zum Gesamtangebot?
Ein weiteres Angebot aus dem online Bereich ist der Zugriff auf elektronische Publikationen der Uni. Dieses Feature bietet sowohl den Gesamtbestand der EZB (teilweise zugänglich) als auch den eigentlichen Bestand der UB Konstanz an. Die KOPS-Datenbank, welche eine freie Möglichkeit der Publikation von Forschungsarbeiten liefert, ist ebenfalls integriert. Mehr über die Open Access Problematik können Sie hier nachlesen.
Gut gelöst: eine Maske für Anschaffungsvorschläge, gegliedert nach Themenbereichen.
Zum Abschluss möchte ich noch das E-Learning Angebot der UB Konstanz erwähnen, welches gewisse Recherchefähigkeiten allgemein und fachspezifisch vermitteln soll. Die Oberflächen der Fernkurse sind sehr klar gegliedert, die Navigation geht Kapitel-weise voran. Viele der Module sind frei zugänglich und zweisprachig (Englisch oder Deutsch).
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Idea Lounge - das Potential von Web 2.0 nützen






June 19th, 2006 at 7:19 am
[...] In der dieswöchigen Ausgabe von ‘Bibliothesdienste online’ präsentiere ich (neben Konstanz und Bregenz) die dritte große wissenschaftliche Bibliothek im Bodenseeraum: die UB St. Gallen. [...]
June 19th, 2006 at 7:42 am
[...] In der dieswöchigen Rezension schlage ich ein Thema auf, das in sehr vielen Bibliotheken noch recht stiefmütterlich, wenn überhaupt, behandelt wird: e-Learning in Bibliotheken (ein gutes Beispiel, wie e-Learning an Bibliotheken möglich ist, zeigt die UB Konstanz). [...]